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Frage Nummer 25322 rrankewicz

Wieso liegt in der Frage der Griechenlandfrage die öffentliche Meinung und die Meinung der Politiker so weit auseinander?

Antworten (15)
rrankewicz
Arrgh - wollte schreiben: Griechenlandhilfe
Skorti
Tut sie das?
Wenn sie es denn tut, ist das dann die durch die Medien gesteuerte Meinung a la Bild, oder die wirkliche eigene Meinung nach Abwägung und Beurteilung der Fakten?
Umfragen die 80% Stimmanteile gegen die Griechenlandhilfe ergeben, kann man durchaus steuern.
Dabei sollte man auch nicht vergessen, das diese 80% wahrscheinlich auch bei den Umfragen gesagt haben, sie würden Horst Schlämmer wählen.
rrankewicz
Also Bild-gesteuert sieht mir das nicht aus. Gibt es auch konstruktive Antworten?
rrankewicz
Sorry, ich bin ja total dumm. Die Umfrage war ja völlig veraltet. Die hier ist neuer. Wahrscheinlich ist das Thema einfach zu kompliziert, vor allem für mich...
Ingenius
Die Bürger wissen, dass es ihr hart erarbeitetes Geld ist, das in ein Fass ohne Boden geschmissen wird. Politiker dagegen treffen politische Entscheidungen. Allein an dem Ausdruck zeigt sich, dass das eine Entscheidungsform ist, die sich von anderen Formen, wie z.B. vernünftigen Entscheidungen unterscheidet. Politiker gehen sorglos mit dem Geld anderer Leute um, sie setzen andere Prioritäten, daher gibt es Unterschiede zwischen der öffentlichen Meinung und der politischen Meinung.
Tengil
Ich würde mal sagen, die öffentliche Meinung und die Meinung der Politiker liegen inzwischen IMMER extrem weit auseinander. Woran das liegt? Wahrscheinlich einfach daran, dass die öffentliche Meinung nicht mehr nachvollziehen kann, warum die Regierung nur noch Politik gegen das eigene Volk macht ...
starmax
Weiß nur ich die richtige Antwort?

Die Griechenlandhilfe ist gar keine, sondern es ist eine (Groß-)Bankenhilfe zu Lasten des Steuerzahlers. Müßten die ihre Forderungen (und damit auch die ihrer Fonds- und Anleihensparer) für notleidend oder sogar uneinbringlich erklären: Was, meinst Du, wäre in Berlin wohl los?
Würde die Polizei die Rentner und Spar-Sternrmärsche auf das Regierungsviertel aufhalten können? Mit Augenraus-Wasserwerfern gegen Knüppel?
BTW: A l l e Geld-Papier-Sparer haben höchsten noch ein Drittel Wert - im Unterschied zu den Sachwertbesitzern (schuldenfreie immos, Gold, Silber).
Ingenius
@ starmax
Die Antwort ist zwar richtig, und andere wissen auch, dass das so ist. Nur die Frage passt nicht dazu.
starmax
Na, wörtlich genommen, passt Deine Antwort auch nicht so richtig. Kann an der Frage liegen... "die" Meinung der Politiker gibt es nicht, schon die differieren stark. Die "öffentliche Meinung" müßte definiert werden, damit sie nicht mit der veröffenlichten meinung verwechselt wird - denn auch diese beiden sind mit Sicherheit verschieden.
rrankewicz
Komisch, mal höre ich, Politiker würden sich nur nach Umfragen richten, dann wieder, sie würden Volkes Meinung komplett ignorieren - was ist nun richtig...?
Das Thema ist kompliziert und wird divers diskutiert - ist da irgendjemand, der die Hand dafür ins Feuer legen würde, dass die nun kursierenden Horroszenarien (falls Griechenland aus der Euro-Zone austritt) nicht eintreten würden?
starmax
Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass ein GR-Austritt rechtlich möglich und die beste Lösung ist, mit einer Gefährdung der EU- Wirtschaftsgemeinschaft nichts zu tun hat und diese auch nicht auflöst. Nach kurzer Turbulenz an den Fianzmärkten wird es den Euro stärken, Währunmgs-Spekulation (leider nicht komplett) unterbinden und Griechenland am schnellsten auf die Beine helfen. Wenn dann noch Lufthasa-Gutscheine für Freiflüge nach GR u.ä.verteilt werden, würde auch der fehlende Waffenexportertrag bei uns und F ein wenig kompensiert werden können.
ing793
Politiker richten sich nach der öffentlichen Meinung, wo sie in ihren Entscheidungen frei sind.
Wo sie nichts zu sagen haben, müssen sie sich danach richten, was die sagen, die das Sagen haben. Und das sind die Banken.
Die Banken sind daran interessiert, dass GR seine Schulden zahlen kann, denn SIE haben GR das Geld geliehen.
Würde die Politik frei entscheiden könne, hätte sie längst eine Finanzmarktsteuer eingeführt, die das ausufernde "Wetten auf Kurse" eindämmem würde. Dann könnte GR schlicht Insolvenz anmelden, ohne dass alles zusammenbricht. Dazu müssten sie noch nicht einmal aus dem Euro austreten.
starmax
1.Politiker sind nicht frei in ihrem Entscheidungen - entweder sie schielen wie Rösler auf Stimmenfang, oder sie unterliegen dem Fraktions-, bisweilen Koalitionszwang (Kompromißbildung). Oder sie haben Angst vor denprivaten Folgen wie Merkel.
2.Die Banken wollen die Euroreform, die Industrie willsie nicht, wegen befürchteter Exporteinbußen.
3.Ein Konkusland GR käme nur mit neuer Währung wieder auf die Beine (weil die abwertungsvorteile hätte zur Stärkung der Konkurrenzfähigkeit). Mit Euro würden die eingehen wie ein Primel, da kreditunfähig!
UlliVonPulli
Nicht nur Griechenland sondern auch die anderen Pleitestaaten sollten raus aus dem Euro. Dann wird der auch wieder eine stabile Währung. Für die betreffenden Staaten ist es auch besser. Wenn das Geld knapp wird, können die einfach nachdrucken. Und durch die Abwertung verkaufen die ihre Waren besser im Ausland.
Ingenius
Bisher hat mir noch niemand die Vorteile des Euro für Deutschland überzeugend darlegen können. Der innereuropäische Handel ist mit der Einführung des Euro nicht entstanden, den gab es vorher schon. Der außereuropäische Handel mit den USA und Asien funktioniert auch ohne Euro blendend. Spekuliert wird gegen den Euro nur, wenn er schwach zu werden scheint. Niemand spekuliert gegen das Englische Pfund, den Schweizer Franken oder die Krone in Schweden, Norwegen und Dänemark; diese Währungen stehen übrigens besser da als der Euro. Die PIIGS-Länder werden sich hüten, den Euro freiwillig aufzugeben, sie hoffen auf die Euro-Bonds und damit letztlich auf eine Transferunion. Die Bundesregierung hat keinen Amtseid geschworen, den Nutzen des griechischen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden. Hoffentlich haben die Abgeordneten das im Hinterkopf, wenn es zur Abstimmung kommt.