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ANTWORTEN (6)
30.01.2013, 10:40 Uhr
 
hphersel

Die meisten Leute rutschen in der Politik und der Verwaltung (oder auch bei anderen großen "unternehmen" wie Gewerkschaften) nicht auf Grund ihrer Fachlichen Qualifikation, sondern aufgrund persönlicher Beziehungen und Gefällgkeiten in solche Positionen, in denen sie finanziell (nur darum geht es letzten Endes!) zwar sehr gut versorgt sind, zu deren Ausfüllung ihnen aber Kompetenzen fehlen. Da aber keiner von ihnen zugeben wird, dass er etwas nicht weiß, wird herumgewurschtelt "auf Teufel komm 'raus!" Und damit die eigene Unfähigkeit nicht auffällt, werden Gutachter vorgeschoben. So kann die Verantwortung hin- und hergeschoben werden. Mir reichen solche Spielchen in der lokalpolitik bereits, und auf Landes- oder gar Bundeseben wird's immer größer und immer schlimmer...

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30.01.2013, 16:46 Uhr
 
starmax

Ein weentlicher Grund ist das bekannte "Peter-Prinzip". Bei uns wird jeder tüchtige Fachmann so lange befördert, bis er die Stufe der Inkompetenz erreicht hat.

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30.01.2013, 18:35 Uhr
 
Skorti

Ist so nicht mal richtig. Für Projekte, die größer sind als benötigt, gibs keine Genehmigung und kein Geld. Also fängt die Planung an mit dem zu dem Zeitpunkt vorliegenden Bedarf, eventuell mit Projektion. Für Schönefeld entschied man sich 1999. Baubeginn war 2006. Dazwischen lag also irgendwann mal die Planung. Die ist nach 10 Jahren halt überholt.

In Erdinger Moos wars fast das gleiche, nur das die Anzahl der Flüge in den 90er Jahren noch nicht so rasant anstieg wie heute. 1992 FJS-Flughafen eröffnet, 2000 Baubeginn erste Erweiterung (also sicher vor 2000 festgestellt) und 2007 Baubeginn 2. Erweiterung. Da war die erste Erweiterung gerade fertig.

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30.01.2013, 19:10 Uhr
 
hphersel

@Skorti: Kannst Du Dir vorstellen, dass der "Bedarf" oder die Projektion auch schlicht und einfach schöngerechnet wird? Das ist beispielsweise bei S21 zu sehen. Da wurde so lange getrickst, bis das gewünschte ergebnis erreicht war. Und als die Trickersereien dann herauskamen, waren alle Beteiligten gut damit beschöftigt, sich zu winden.

Und Leute, die so etwasd tun, sind für meine Begriffe sogar in doppelter Hinsicht Dilettanten: Zum einen, weil sie so stümperhaft agieren, zum anderen, weil sie ernsthaft glauben, dass das nicht auffällt.

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30.01.2013, 19:35 Uhr
 
Musca

Kleines Beispiel aus der Paxis: Denkmalgeschütztes Gebäude , Sanierungsaufwand ca. 15Mio., spätere Nutzung als Rathaus, Restaurant und Hotel. Für den Aussenputz wurde ein Gutachten erstellt, kostete einige Tsd. Ergebnis war, das aufgrund der Chlorid-Nitrat-und Sulfatbelastung sowie des allgemeinen Zustands der Putz (partiell noch original 17.Jh) nicht zu halten war. Das Gutachten lag allen Beteiligten vor. Anhand des Gutachtens wurde die Ausschreibung angefertigt, ein Anbieter beauftragt. 4 Wochen vor Arbeitsbeginn dämmerte es dem Landesamt f. Denkmalpflege, dass es doch eigentliche schade um den ollen Putz sei.

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30.01.2013, 19:44 Uhr
 
Musca

also neues Spiel von vorne, neue Ausschreibung, die Gerüstkosten laufen weiter, das Geld für Gutachter war rausgeschmissen. Das ist nur ein kleines Beispiel von vielen. Für die Zeitverzögerung und Kostenüberschreitung wird natürlich der Planer verantwortlich gemacht

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