



Ich habe meine Hochbegabung, die Beantwortung von Fragen aller Art, erst sehr spät entdeckt. Mach Dir also keine Sorgen, das kommt schon.




Hochbegabte Kinder gehen ungern zur Schule, langweilen sich dort und schreiben schlechte Zensuren, weil sie sich unterfordert fühlen. Unangenehmerweise sind diese Symptome auch bei anderen Ursachen zutreffend :-). Daher werden die einschlägigen Institute mit vermeintlichen Wunderkindern geflutet. Zumeist gilt: Wenn du unsicher bist, liegt eher keine Hochbegabung vor. Sei froh darüber, denn hochbegabte Kinder sind häufig eine große Belastung für den Familienfrieden.




Man erkennt Hochbegabungen bei Kindern an dem Ergebnis eines Intelligenztests. Hochbegabungen sind angeboren und entwickeln sich nicht mit der Zeit. Sie können Kinder bis zu einem bestimmten Grad fördern - logisches Denken üben oder eben Talente fördern, aber eine Hochbegabung (zB mit 3 Jahren meisterlich Klavier spielen können, abstrus komplizierte Rechenwege ohne Papier und Stift im Kopf rechnen, 5000-Teile-Puzzle im Alter von 2 1/2 Jahren legen etc) können Sie keinem Kind anerziehen.




Ich würde da widersprechen. Insbesondere künstlerische oder musikalische Begabungen zeigen sich nicht unbedingt in einem Intelligenztest. Auch sportliches Talent kann man als Begabung verstehen, gerade bei den heutigen Verdienstmöglichkeiten im Profisport. Intelligenztests stellen längst nicht die Wahrheit dar, sind abhängig von der Tagesform und können durch Komplexe und mangelndes Selbstbewusstsein stark verfälscht werden. Begabungen findet man heraus, indem man möglichst viel ausprobiert. Es gibt immer auch Spätstarter, die erst spät gut in der Schule werden oder den Durchbruch in anderen Bereichen schaffen, weil die Talente bislang verschüttet waren. Als Eltern kann man die Kinder viel entdecken lassen und zusehen, dass die Fähigkeiten nicht psychisch blockiert werden.




hb. kinder haben oft große schwierigkeiten im umgang mit gleichaltrigen. gelten als sonderline, sind oft einsam. hb. kinder. die nicht speziell gefördert werden, haben es oft sehr schwer.




Lieber Logan5, ich danke für die differenzierte Sichtweise. Aber die Frage zielt nicht nach allgemeinen Begabungen ab, sondern nach Hochbegabungen. Und da geht es um äusserst ungewöhnliche Begabungen. Oft sind übrigens solche Hochbegabungen mit einer Form von Autismus verbunden. Das findet man nicht durch "mal beim Malkurs Reinschnuppern" raus. Das muss diagnostiziert werden. Hochbegabte Kinder fallen jedenfalls irgendwie auf, besonders, wenn sie mit Gleichaltrigen zusammen sind.




Nochmal genauer nachgeschaut (Wikipedia hilft), da kann man sehen, dass es ein weites Feld ist. Der Artikel dürfte Ihre Fragen beantworten, Hooteri5




Als allererstes, ich wünsche keinem Kind und dessen Eltern eine Hochbegabung. Meistens haben es diese Kinder nämlich sehr schwer im sozialen Umgang mit anderen. Man erkennt eine besondere Begabung oftmals am Gegensatz. Nämlich, dass die Kinder oftmals Lernschwierigkeiten haben, weil sie unterfordert sind.




Soviel ich weiß äußert sich Hochbegabung schon ziemlich früh, spätestens in den ersten Schuljahren müsste man es merken. Das Kind fällt dann im Unterricht unangenehm auf, macht Faxen und ist unaufmerksam, weil es sich langweilt und sich unterfordert fühlt. Leider wird das oft nicht als Hochbegabung erkannt!




@ diejenigen, die meinen, dass Hochbegabte schlecht in der Schule sein müssen:
Bitte beachten Sie, liebe Eltern, dass nicht alle Kinder, die in der Schule nicht aufpassen und den Unterricht stören zwangsläufig hochbegabt sind!!! Nein, auch nicht, wenn sie sich mit vier Jahren schon selber die Schuhe zubinden können oder mit 3 Jahren schon ihren Namen plus Nachnamen schreiben können.
Im Ernst: Es gibt wirkllich viele Eltern, die ihren Schatz für hochbegabt halten, weil er angeblich mit dem Unterrichtsstoff unterfordert ist. Und führen dann an, dass der kleine Racker ja mit vier schon "Old Mac Donald had a farm" nachsingen konnte. Wenn dann rauskommt, dass das Kind mit dem Unterrichtsstoff überfordert ist, wird die Schule verklagt.




Es kommt darauf an, ob Sie tatsächlich glauben, ein hochbegabtes Kind zu haben oder zu kennen oder sich dieses lediglich wünschen...
Ein Test kann darüber Aufschluss geben, das kann man beim Kinderpsychologen oder beim schulpsychologischen Dienst erfragen.
Es gibt Fälle, da ist eine "Hochbegabung" eine Begleiterscheinung eines Krankheitsbildes, z.B. Autismus.
Insofern wäre es wichtig, dass Sie auf jeden Fall mit Experten sprechen, d.h. speziell geschulten, neutralen und anerkannten Psychologen, Psychiatern oder Therapeuten der pädiatrischen Disziplinen.
Zum zweiten Teil der Frage: Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man bestimmte Dinge tatsächlich "trainieren" kann. Vom Durchschnittsabiturienten zum Mensamitglied - das geht :-))