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Frage Nummer 10788 hooterti5

Woran erkennt man hochbegabte Kinder? Kann sich ein Kind auch noch mit der Zeit zu Hochbegabung entwickeln?

Antworten (15)
Highspeed
Ich habe meine Hochbegabung, die Beantwortung von Fragen aller Art, erst sehr spät entdeckt. Mach Dir also keine Sorgen, das kommt schon.
StechusKaktus
Hochbegabte Kinder gehen ungern zur Schule, langweilen sich dort und schreiben schlechte Zensuren, weil sie sich unterfordert fühlen. Unangenehmerweise sind diese Symptome auch bei anderen Ursachen zutreffend :-). Daher werden die einschlägigen Institute mit vermeintlichen Wunderkindern geflutet. Zumeist gilt: Wenn du unsicher bist, liegt eher keine Hochbegabung vor. Sei froh darüber, denn hochbegabte Kinder sind häufig eine große Belastung für den Familienfrieden.
sininen
Man erkennt Hochbegabungen bei Kindern an dem Ergebnis eines Intelligenztests. Hochbegabungen sind angeboren und entwickeln sich nicht mit der Zeit. Sie können Kinder bis zu einem bestimmten Grad fördern - logisches Denken üben oder eben Talente fördern, aber eine Hochbegabung (zB mit 3 Jahren meisterlich Klavier spielen können, abstrus komplizierte Rechenwege ohne Papier und Stift im Kopf rechnen, 5000-Teile-Puzzle im Alter von 2 1/2 Jahren legen etc) können Sie keinem Kind anerziehen.
Clemens1964
hb. kinder haben oft große schwierigkeiten im umgang mit gleichaltrigen. gelten als sonderline, sind oft einsam. hb. kinder. die nicht speziell gefördert werden, haben es oft sehr schwer.
sininen
Lieber Logan5, ich danke für die differenzierte Sichtweise. Aber die Frage zielt nicht nach allgemeinen Begabungen ab, sondern nach Hochbegabungen. Und da geht es um äusserst ungewöhnliche Begabungen. Oft sind übrigens solche Hochbegabungen mit einer Form von Autismus verbunden. Das findet man nicht durch "mal beim Malkurs Reinschnuppern" raus. Das muss diagnostiziert werden. Hochbegabte Kinder fallen jedenfalls irgendwie auf, besonders, wenn sie mit Gleichaltrigen zusammen sind.
sininen
Nochmal genauer nachgeschaut (Wikipedia hilft), da kann man sehen, dass es ein weites Feld ist. Der Artikel dürfte Ihre Fragen beantworten, Hooteri5
StechusKaktus
Ich fühle mich gemobbt! (s.o.)
blackchrist265
Als allererstes, ich wünsche keinem Kind und dessen Eltern eine Hochbegabung. Meistens haben es diese Kinder nämlich sehr schwer im sozialen Umgang mit anderen. Man erkennt eine besondere Begabung oftmals am Gegensatz. Nämlich, dass die Kinder oftmals Lernschwierigkeiten haben, weil sie unterfordert sind.
Till Zimmermann
Soviel ich weiß äußert sich Hochbegabung schon ziemlich früh, spätestens in den ersten Schuljahren müsste man es merken. Das Kind fällt dann im Unterricht unangenehm auf, macht Faxen und ist unaufmerksam, weil es sich langweilt und sich unterfordert fühlt. Leider wird das oft nicht als Hochbegabung erkannt!
sininen
@ diejenigen, die meinen, dass Hochbegabte schlecht in der Schule sein müssen:
Bitte beachten Sie, liebe Eltern, dass nicht alle Kinder, die in der Schule nicht aufpassen und den Unterricht stören zwangsläufig hochbegabt sind!!! Nein, auch nicht, wenn sie sich mit vier Jahren schon selber die Schuhe zubinden können oder mit 3 Jahren schon ihren Namen plus Nachnamen schreiben können.
Im Ernst: Es gibt wirkllich viele Eltern, die ihren Schatz für hochbegabt halten, weil er angeblich mit dem Unterrichtsstoff unterfordert ist. Und führen dann an, dass der kleine Racker ja mit vier schon "Old Mac Donald had a farm" nachsingen konnte. Wenn dann rauskommt, dass das Kind mit dem Unterrichtsstoff überfordert ist, wird die Schule verklagt.
TanniWhite
Es kommt darauf an, ob Sie tatsächlich glauben, ein hochbegabtes Kind zu haben oder zu kennen oder sich dieses lediglich wünschen...
Ein Test kann darüber Aufschluss geben, das kann man beim Kinderpsychologen oder beim schulpsychologischen Dienst erfragen.
Es gibt Fälle, da ist eine "Hochbegabung" eine Begleiterscheinung eines Krankheitsbildes, z.B. Autismus.
Insofern wäre es wichtig, dass Sie auf jeden Fall mit Experten sprechen, d.h. speziell geschulten, neutralen und anerkannten Psychologen, Psychiatern oder Therapeuten der pädiatrischen Disziplinen.
Zum zweiten Teil der Frage: Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man bestimmte Dinge tatsächlich "trainieren" kann. Vom Durchschnittsabiturienten zum Mensamitglied - das geht :-))
hannesbuehne
ich muss entschieden widersprechen, dass hochbegabte Kinder im allgemeinen zu autistischem Verhalten neigen, ungern zur Schule gehen oder eine Belastung für die Familie sind. Unser Sohn ist hochbegabt, ging immer sehr gerne zur Schule (besucht mittlerweile ein Landesgymnasium für Hochbegabte auf dem er sich sehr wohl fühlt), und war immer ausgeglichen, sozial engagiert und völlig unproblematisch im Umgang mit seinen nicht hochbegabten Freunden. Er hatte einfach immer schon eine schnellere und bessere Auffassungsgabe, hat sich mit den meisten Dingen leichter getan als Gleichaltrige, ist aber ansonsten ein ganz normaler Teenager, und alles andere eine Belastung sondern eine Bereicherung und Freude für die ganze Familie.
bh_roth
@hannesbuehne: Wenn du auf das Datum der Frage schauen würdest, könntest du erahnen, wie wenig deine Vorrednerin dein heutiger Widerspruch interessiert.
hannesbuehne
:-) ich glaub du hast recht, ich hab überhaupt nicht auf das Datum geachtet, bin nur zufällig über den Beitrag "gestolpert", und wollte das etwas seltsame Bild von Hochbegabten, das hier verbreitet wurde, zurecht rücken.
axellot
Hallo

kommt drauf an:
wenn es um eien IQ Hochbegabung geht, muss das nichts mit Schulnoten zu tun haben. Viele Hochbegabte sind schulabbrecher weil sie früh gelangweilt und damit frustiert sind.
Ein hohes allgemeines Interesse oder eine ausgeprägt Neugier in einem Spezialgebiet oftmals etwas was mit Zahlen oder Logik zu tun hat sind ein Hinweis. Komplizierte Ausdrucksweisen, könnten Ausdruck eines komplexen Denkens sein. Im Zweifel testen lassen, aus eigener Erfahrung weis ich was eine nicht erkannte IQ Begabung für katasrophale Folgen haben kann. Beim finden von qualifizierten Personal kannn die Mensa eV helfen. Die LMU in München betreibt eine Anlaufstelle auch speziell für Kinder. Es gibt spezialisierte Psychologen.
wenn es um sensitivität geht, hilft das Stichwort HSPS weiter. Ich würde ein Buch von Trappmann-Korr "Hochsensitiv: Einfach anders udn trotzdem ganz normal" empfehlen
es gibt noch mehr begabungsrichtungen, aber hier ist zuwenig platz.