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Frage Nummer 49616 DerLennart19

Woran verdienen die Unternehmen, die eine 0%-Finanzierung anbieten? Sind da doch Kosten versteckt, die ich als Verbraucher nicht erkenne?

Antworten (7)
StechusKaktus
Bei 0%-Finanzierungen handelt es sich stets um Modelle, bei denen die Finanzierungssparte (teilweise auch ein anderes Unternehmen) und nicht die Produktsparte einen Zusatzrabatt gibt. Die Finanzierungssparte erhält das Produkt von der Produktsparte dann aber mit einem unsichtbaren Zusatzrabatt und kann damit nach außen eine scheinbar kostenlose Finanzierung anbieten: Der Sinn? Der Produktpreis wird geschützt, denn ein einmal reduzierter Preis kann häufig später nicht mehr hoochgesetzt werden. Ein Instrument der Absatzfinanzierung, teilweise auch "interne Rabattierung" genannt.
rayer
Wenn du Bar bezahlst, gibt es mindestens 20 Prozent Rabatt. Wer fragt, kann bis zu 50 Prozent bekommen. 20 Prozent beim Auto, 50 Prozent bei Elektronik und Möbeln. Die 50 Prozent zahlst du bei der "0" Prozent Finanzierung.
bh_roth
Lennart-Hase, sie machen mit der Finanzierung Verlust, jedoch mit der Differenz von Einkaufspreis beim Hersteller und dem Verkaufspreis beim Endkunden noch Gewinn. Nicht mehr ganz so viel wie ohne subventionierte Finanzierung, aber immer noch etwas.
In der Finanzierung selbst gibt es keine versteckten Kosten. Der Kunde ist dann der Gewinner, wenn er dafür sein Guthaben nicht angreifen muss.
starmax
Hoho Kaktus, so kann man das sicher auch von hinten durch die Brust ins Auge formulieren. Tatsache ist, dass es meist um asiatische produzierte Produkte geht, die mit unglaublichen Mengenrabatten an Großabnehmer verscherbelt werden. Guck nur mal bei alibaba.com (größer als ebay!): Hier findest du Elektronik (auch in Kleinmengen) zu Preisen, die nicht mal 20% der Katalogpreise von Conrad, mediamarkt, Saturn etc, ausmachen.
Da ist es dann leicht, Zwischenfinanzierungskosten von wem auch immer berechnet, zu tragen...
Miroigters17
Wenn es sich wirklich um eine 0% Finanzierung handelt, so gibt es dabei auch keine verstecken Kosten. Allerdings hat das ganze für den Markt schon seinen Zweck, denn meist wird dies dann angeboten, wenn zum Beispiel in einem Schlussverkauf die Sachen schnell raus müssen. So profitiert letzten Endes jeder davon.
Dirk Schmitz
Viele Unternehmen werben seit einiger Zeit mit Null-Prozentfinanzierungen. Das klingt zwar herrlich aber man sollte sich den Vertrag immer genau anseheh. Außerdem schließt man den Vertrag in der Regel nicht mit dem eigentlichen Unternehmen sondern mit einer kooperierenden Bank. Die erheben teiweise noch Bearbeitungsgebühren, Zusatzkosten oder auch Zinsen für spätere Zahlung von Raten. Wenn man diese Kosten auf die Gesamtsumme rechnet, dann handelt es sich oftmals um keine Null-Prozentfinanzierung. Teilweise zahlt man sogar wesentlich mehr. Das Unternehmen verkauft durch die intensive Bewerbung der Finanzierung mehr. Auch Verbraucherzentralen warnen zur Vorsicht bei solchen Verträgen.
Uwe Meyer
Eine 0%-Finanzierung ist eigentlich eine Art vesteckter Rabatt. Der Händler zahlt dabei die Kosten, aber hat seine Ware immerhin verkauft - und die Kosten wahrscheinlich auch vorher in den Preis einkalkuliert. Wenn du das Geld eigentlich hast für die Ware, kannst du sogar noch daran verdienen, indem du trotzdem mit der 0%-Finanzierung arbeitest und das Geld solange auf einem Tagesgeldkonto Zinsen bekommen lässt.