Kann man jemanden wg. seiner schlechten Zähne bei der Bundeswehr ausmustern ?




Ja. Der Aufwand für eine sehr kostspielige und langdauernde Sanierung ist der BW zu hoch. Der Zahnstatus kann daher tatsächlich zu einem Ausschluß führen. Das ist mein Wissenstand, ob sich das seit Einführung der Freiwilligenarmee geändert hat, dürfte sich bei den Freiwilligenannahmestellen erfragen lassen.




Wenn gesundheitliche Mängel bestehen, kann es sein, dass ein Anwärter nicht als Zeitsoldat angenommen wird. Ein Zeitsoldat, der einen erheblichen Reparaturstau im Mund hat, kann nicht eingesetzt werden. Es geht also weniger um die zahnärztliche Versorgung bei der Bundeswehr - die ist nämlich hervorragend -, sondern um die Beschränkungen für Ausbildung und Einsatz.
Umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen eines desolaten Gebisses erfordern viel Zeit, die ein Zeitsoldat in der Regel nicht hat.
Auch liegt der Verdacht nahe, dass sich jemand freiwillig zur BW meldet, mit der Absicht, sich dort kostenlos sein Gebiss machen zu lassen. Und das ist zu durchsichtig. Netter Versuch!




Seinerzeit wurden solche Fälle T4 gemustert, was zu einer erneuten Musterung nach 1 Jahr und erfolgter Zahnarztbehandlung führte.




In einer Freiwilligenarmee gibt es keine T4'ler. Was will ich denn mit diesen Granaten anfangen? T4'ler sind auch welche, die Einschränkungen im Bewegungsapparat haben (wem erzähl ich das), die nichts schweres heben dürfen. Was will eine Berufsarmee damit machen?




Ich kenne es noch so, heute kann sich das geändert haben. Daher mein Hinweis auf die Freiwilligenannahmestellen. Die heißen wahrscheinlich auch nicht mehr KWEA.