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27. August 2008, 17:51 Uhr

Wahnsinns-Spiele

Olympia ist vorbei - Michael Phelps und Co. wieder in weiter Ferne. Doch das wollen anscheinend viele Chinesen gar nicht wahrhaben. Ihre Trauer um die schöne Zeit geht sogar so weit, dass viele Fans nun in Depressionen verfallen. Ärzte sehen dies als ernsthaftes Problem an.

Wie dieser Athlet während der Spiele, trauern nun die Chinesen den schönen Momenten nach© Alexander Joe/AFP/DDP

Sie haben mitgefiebert, mitgefeiert und sich am Ende über 51 Mal Gold für ihre Athleten gefreut: Millionen von Chinesen haben die vergangenen Wochen vor ihren Fernsehgeräten verbracht oder die Olympischen Spiele sogar live im Stadion verfolgt. Jetzt ist die Euphorie vorbei, und die Chinesen wissen nichts mehr mit sich anzufangen. Viele Zuschauer hätten Probleme, sich wieder ihren alltäglichen Aufgaben zuzuwenden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch.

"Die klinische Erfahrung zeigt, dass Sportfans nach großen internationalen Veranstaltungen wie Olympia dazu neigen, in Depressionen zu verfallen", so der Psychologe Lin Ye aus Shanghai. Dieser bezeichnete das Phänomen als "olympisches Syndrom". Angestellte und Studenten seien besonders davon betroffen. Viele von ihnen hätten auf Schlaf und Essen verzichtet, um möglichst viel von den Spielen mitzubekommen.

Reuters
 
 
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