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22. August 2008, 10:32 Uhr

Deutscher sitzt nach Protest in Haft

Weil er vor dem Olympia-Gelände in Peking demonstriert hat, muss ein Deutscher für zehn Tage ins Gefängnis. Gemeinsam mit dem Stuttgarter waren weitere Tibet-Aktivisten aus den USA und Großbritannien festgenommen worden. Auf Kritik reagiert China ungehalten, auf einer Pressekonferenz kam es zum Eklat.

Teile der ausländischen Medien seien voreingenommen und verstünden nichts von China, so der Generalsekretär des chinesischen Olympia-Organisationskomitees Wang Wei© Jewel Samad/AFP/ddp

Die chinesische Polizei hat einen Deutschen nach einem Tibet-Protest vor dem Olympia-Gelände in Peking für zehn Tage in Haft genommen. Das teilte die Familie des 30 Jahre alten Florian Norbu Gyana Tshang mit. Auch das Auswärtige Amt bestätigte die Festnahme des Mannes. Die deutsche Botschaft ist in Kontakt mit dem Stuttgarter Softwareentwickler, wie ein Sprecher der diplomatischen Vertretung bestätigte. "Wir machen uns viele Sorgen, aber wir sind stolz auf ihn", sagte die Schwester Yuldon Gyana Tshang.

Gemeinsam mit dem Deutsch-Tibeter waren noch drei weitere ausländische Tibet-Aktivisten aus den USA und Großbritannien festgenommen worden, die vor dem Olympia-Gelände gegen die chinesische Herrschaft in Tibet protestiert hatten. Insgesamt haben die chinesischen Sicherheitskräfte derzeit zehn Ausländer wegen Tibet-Protesten in Peking inhaftiert.

Die USA riefen die chinesische Regierung dazu auf, Menschenrechte und Redefreiheit zu beachten. "Wir bestärken die chinesische Regierung darin, Respekt für Menschenrechte zu demonstrieren, darunter auch Rede- und Religionsfreiheit aller Menschen während der Olympischen Spiele und darüber hinaus", hieß es in einer Stellungnahme der US-Botschaft in Peking.

Unterdessen sind die gemeinsamen Pressekonferenzen des IOC und des chinesischen Olympia- Organisationskomitees Bocog mit einem Eklat zu Ende gegangen. Bocog-Generalsekretär Wang Wei warf der internationalen Presse Vorurteile und mangelnde Kenntnis Chinas vor. Die Kritik an China belege, wie voreingenommen Teile der Medien seien und wie wenig sie China verstünden, sagte Wang. "Die Geschichte wird zeigen, wie korrekt die Entscheidung des IOC war, die Spiele an China zu vergeben." Die Journalisten sollten "die Wahrheit schreiben." Anlass von Wangs Äußerungen waren Fragen zu Menschenrechtsverletzungen in Tibet. Am Sonntag will der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, seine Bilanz der Spiele ziehen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 60)
 
rued (25.08.2008, 09:51 Uhr)
@Laolu
"Wortspiele sollten witzig sein"
Die Sache mit dem witzig ist Ansichtssache, aber mit den Ansichten ander Leute tut man sich ja bei euch ohnehin etwas schwerer. Das ist hier ja Diskussionsthema und daher danke ich dir mal für diese Veranschaulichung die mir einige Argumentationsketten erspart.
Ich will ja gar nicht sagen das unsere Politiker hier alle super sind, aber ich kann denen das ins Gesicht sagen ohne dafür gleich in irgendeinem Lager missioniert zu werden.
LaoLu (25.08.2008, 04:27 Uhr)
Wortspiele
sollten intelligent sein, dann sind sie witzig.
Balu dazu in Lalu umzubennen, nun ja...
deholgi (24.08.2008, 17:23 Uhr)
@Lalilalu und @blackview
Hi LaoLu,
jetzt kommen ja endlich Argumente auf den Tisch.
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Wir hatten selten soviel Freude beim Lesen der Kommentare auf stern.de.
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Übrigens ist mir einer der Helden des Dschungelbuches schon bekannt, ich durfte diese wunderschöne Komödie schon als Kind sehen. Du auch? Oder braucht man dafür in China ein Parteibuch? Eines macht mich aber froh. Da Dein Posting von 05:00 Uhr ist gehe ich mal davon aus, dass Du aus dem Land der untergehenden Freheit gepostet hast. Oder leidest Du an Schlaflosigkeit? Ich hätte es mit meinem Weltbild nicht vereinbaren können, dass Du KEIN Chinese bist.
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BTW: Das mit Lalu und der Bär ist ein Wortspiel gewesen, sowas gibt es im Deutschen.
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@blackview
Ich gebe Ihnen Recht in den Dingen die Sie posten, nur war das hier nicht das Thema. In Deutschland und andere freien Ländern dürfen wir uns durch demokratische Prozesse die Politiker aussuchen die uns dann verarschen. Ausserdem wird bei uns kein friedlicher Demonstrant einfach so weggesperrt. Ob das nun in China besser ist darf jeder für sich selbst beantworten. Mir ist die hiesige Vorgehensweise lieber, auch wenn mal ein Fenster zu Bruch geht. Und ob wirklich 1.3 Milliarden Chinesen das Vorgehen der Regierung gegen Kritiker für gut befinden, wage ich mal zu bezweifeln, um es höfflich auszudrücken.
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Ansosnsten lebt weiter in Eurer Traumwelt, nur lasst die Menschen, welche in Freiheit leben wollen mit Eurem Scheiss in Ruhe.
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Keinen Gruss,
Holgi
nicknoris (24.08.2008, 10:13 Uhr)
IOC als Pudel Pekings
So wie die FIFA das Monopol auf den Weltfußball, hat das IOC das Monopol auf die Weltspiele. Weil beides zu einem Milliardengeschäft wurde, werden beide Verbände auch wie Weltkonzerne gemanaged. Die größten Geldgeber (Kunden) des IOC sind die (amerikanischen) Fernsehanstalten sowie die großen Sportartikelhersteller Adidas, Nike und Puma. Der Kunde ist bekanntlich König. Wenn er wünscht, dass in den Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen keine modernen Antidoping-Testmethoden eingesetzt werden, dann geschieht das. Dann passiert, dass China den besten Blutdopingexperten die Einreise verweigert und das IOC dazu schweigt.
Weil die Kunden keinen politischen Ärger will, der ihrn Geschäft stören könnte, knickt das IOC in vorauseilendem Gehorsam ein, wenn statt frei und uneingeschränkt plötzlich unfrei und eingeschränkt aus Peking berichtet wird.
Und weil Jaques Rogge 2009 wiedergewählt werden will, muss er mit den zum größten Teil korrupten IOC-Mitgliedern, quasi seinem Aufsichtsrat, mitkungeln.
blackview (24.08.2008, 05:02 Uhr)
fuer mich
ist es verwunderlich, das alle Schreiberlinge aus Deutschland, alles , aber auch wirklich alles ueber China wissen.Dieser Irrglaube verleitet zur Arroganz. In dieser Arroganz schwebend, will man nun einem System und deren machtausuebenden Organen absprechen, das diese fuer Recht und Ordnung sorgen.Verschiedene Systeme haben verschiedene Regeln.
Demonstrationsrecht???Was soll das bla bla denn. Wenn ich hier in DE die "friedlichen" Demonstranten sehe, die mit Molotov cocktails, Steinen und Farbbeuteln die Polizisten bewerfen und somit Verletzungen und Tot der Ordnungskraefte in Kauf nehmen, dann Frage ich mich schon, wie toll diese Errungenschaft ist.Den Sachschaden koennen diese Heilsbringer nicht bezahlen und die laecherlichen Strafen.. na ja.
In China weisst du eben, wenn du mit dem Feuer spielst, verbrennst du dir die Finger. Strafe ist da noch Strafe und kein Luxusaufenthalt im " Hotel ohne Klinken"Also noch mal an alle Propheten des " unfehlbaren deutschen Systems" kuemmert euch um Unrecht im eigenen Land ( 80 mio) und lasst die anderen ( ZB. China 1.3 Mrd) Menschen in Ruhe. Wenn 1.3 Mrd. Menschen das System akzeptieren, dann muss nicht ein Zwergenstaat meinen, er koennte denen vorschreiben, wie diese 1.3 Mrd. zu leben haben.Die meissten kennen China nur von der Landkarte oder nun auch vom TV.In DE wird auch alles zensiert oder geblockt, was gegen das System geht. Also , schoen an die eigene "Langnase" fassen und im eigenen Land mit Korruption ( Lobbyarbeit) aufraeumen.
Die deutschen Politiker geben falsche Versprechen, schieben sich Posten zu oder werden von der freien Wirtschaft " angestellt" nachdem Gestze durchgepeitscht wurden, die nur den Konzernen nuetzen.
LaoLu (24.08.2008, 03:05 Uhr)
So, rued, hat ein bißchen gedauert -
Frühstück bei Beijing-Marathon im CCTV.
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Zu den von Ihnen beobachten untragbaren Zuständen (davor – wovor?)
China war bereits vor 20 Jahren ein Land, daß sich von den Wirren der späten Mao-Jahre zu erholen begann. Ich hatte damals etwas DDR-artiges erwartet und entsprechend kleine Glasperlen für die Eingeborenen (Taschenrechner mit Solarzellen – wg. der Batterien! Man kannte ja seine DDR!) im Gepäck.
Ich fand ein Land vor, wo an den Straßen Südfrüchte (!) und Bananen (!!!!!) verkauft wurden.
Warum? China hatte den kleinen Deng XiaoPing.
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Und seither geht’s für die Bevölkerung weiter bergauf. Für die einen mehr, für die anderen weniger, zugegeben, aber bergauf.
Zugleich bessert sich die rechtliche Situation des Einzelnen, es gibt, auch für 77-jährige Rentnerinnen, die Möglichkeit, gegen behördliche Anweisungen vor Gericht zu ziehen.
Und und und.
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Die „friedliebenden“ Mönche habe ich im Fernsehen gesehen.
Bei BBC, nicht nur bei CCTV.
Friedliebend...
Außerdem haben die ganz vorne bei der sorgfältig orchestrierten Friiiii Tibääääät- Aktion rechtzeitig zu den olympischen Spielen mitgemischt – separatistische Aktionen werden weltweit nicht gern gesehen (man denken an den Kaukasus), ja, und nun sitzen sie.
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Thema Darfur – Afrika ist für mich ein schwarzer Kontinent (blöder Scherz, gebe ich zu). Und bei Themen, von denen ich nichts verstehe, halte ich mich mit Kommentaren zurück.
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Und zu Tibet gibt es, wenn ich nicht irre, keine blockierte UN-Resolution, oder?…

LaoLu (24.08.2008, 01:11 Uhr)
Apropos Vollspacken, holgi,
der Bär heißt Balu.
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Mit'n B wie in blöd.
deholgi (23.08.2008, 19:25 Uhr)
Zwei
Für diese dämlichen Kommentare braucht es zwei. Einer allein kann nicht so dumm sein.
deholgi (23.08.2008, 19:09 Uhr)
Ich würde mich ja totlachen,
wenn es denn nicht so traurig wäre. Diese beiden Komödianten Me(r)kong und und La(o)Lu (der Bär?). sind ja wohl die Krönung der Dummheit. Aber eins muss man der Propagandamaschinerie Chinas lassen, Gehirnwäsche können die.
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Also ihr beiden Vollspacken, wenn ihr in Deutschland, oder einem anderen freien Land wohnen solltet, sofort ab nach Hause. Ansonsten haltet einfach Eure Klappe, wir brauchen hier keine chinesische Propaganda.
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Hey Mao, kapp mal die Internetleitung von diesen beiden Komikern.
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Kein Gruss an China.
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Gruss an die freie Welt
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Holgi
rued (23.08.2008, 16:22 Uhr)
Menschen in China
Okay, damals wurden armen Bauern Metallöfen verteilt um die Industrialisierung voran zu treiben während Millionen von denen armselig verhungern mussten.
Das hat sich mittlerweile gebessert, was ich auch gerne zugebe und mich wirklich erfreut.
China hat in den letzten Jahren auch tatsächlich Fortschritte gemacht, aber davor waren die Zustände dort auch völlig untragbar.
Trotzdem werden friedlich demonstrierende Mönche eingesperrt und UNO Resolutionen von China geblockt, die den Menschen in Darfur und Tibet helfen sollen.
Wenn du das hier jetzt bestreiten möchtest, machst du dich mehr als lächerlich, was sogar du einsehen müsstest.
Ich bin auch nicht so anmassend euch Tierquälerei vorzuwerfen, damit haben wir hier selber genug Probleme und das tut auch nichts zu Sache.
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