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10. August 2008, 09:58 Uhr
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Iraner tritt nicht gegen Israeli an

Verwirrung unter den Schwimmern bei den Olympischen Spielen in Peking: Bei den Vorläufen über 100 Meter Brust der Männer trat der Iraner Mohammad Alirezaei nicht gegen seinen Kollegen aus Israel an. Angeblich war er kurzfristig erkrankt.

Keine sportliche Auseinandersetzung mit Israel: Schwimmer Mohammad Alirezaei, hier bei einem Sieg in Doha 2005© Kamran Jebreili/AP

Das Nicht-Antreten des iranischen Schwimmers Mohammad Alirezaei hat am Samstag bei den Vorläufen der Olympischen Spiele in Peking für Verwirrung gesorgt. Zunächst hatte nach einer Meldung der iranischen Nachrichten-Agentur ISNA das Nationale Olympische Komitee des Iran (INOC) den Start des Athleten über 100 Meter Brust freigegeben, obwohl in diesem Lauf auch der Israeli Tom Beeri gemeldet war. Weil der Iraner auf Bahn eins und der Israeli auf Bahn sieben eingeteilt waren, hätte es sich nicht um ein direktes Duell gehandelt, zitierte ISNA einen Sprecher des INOC.

Am Ende blieb Alirezaeis Platz aber doch frei. Laut iranischen Angaben war der Sportler erkrankt. Beobachter vermuteten jedoch ein Eingreifen der iranischen Staatsführung. Seit der islamischen Revolution 1979 wäre es die erste sportliche Auseinandersetzung zwischen Athleten beider Länder gewesen.

DPA
KOMMENTARE (6 von 6)
 
LaoLu (12.08.2008, 00:52 Uhr)
Sperre?
Schon, wenn der Boykott die Entscheidung des Sportlers ist.
Hier aber hat wohl, wenn ich den Artikel richtig interpretiere, das NOC des Iran die Regieanweisungen gegeben.
Und gegen solche nationalen Komitees
müßte das IOC doch etwas machen können, oder?
heartlander98 (11.08.2008, 09:53 Uhr)
Sperre
Man sollte Sportler sperren, die aus rassistischen Gründen die Teilnahme absagen.
Was könnte mehr gegen den Geist der Olympischen Siele sein als solches Verhalten?
pepeboy (10.08.2008, 18:02 Uhr)
Dummheit
Ob der gute Mann aus dem Iran hier mitschwimmt oder nicht ist vom sporttechnischen (Medaillenchancen) gesehen so wichtig wie der beruehmte Sack Reis der in China umgefallen ist.
Ansonsten kann ich nur sagen dass es meiner Meinung nach an Dummheit nicht zu ueberbieten ist, jahrelang hart fuer diese Spiele zu trainieren, sich zu qualifizieren und dann sie zu politisieren und nicht anzutreten. Ein Idiot weniger.
Pamela_1971 (10.08.2008, 13:20 Uhr)
BodhiHangari
Was soll denn "mutig" daran sein, einer sportlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen bzw. sich davor zu drücken? Entweder er ist a) tatsächlich krank - dann gute Besserung, aber dann hat das nicht das geringste mit "Mut" zu tun... oder b) er hat sich vorsätzlich gedrückt, tut aber fäschlich so als sei er krank - und dann ist das natürlich erst recht nicht "mutig", sondern feige und verlogen.
LaoLu (10.08.2008, 00:22 Uhr)
...das Nationale Olympische Komitee des Iran
hatte den Start zunächst freigegeben, obwohl da ein Isreali mitschwamm...
.
Leute, da liegt der Hammer!
Man greife dem INOC irgendwo hin, fasse fest zu und drücke.
Aber ordentlich.
Solange, bis die begriffen haben, wofür sie da sind!
Motte07 (09.08.2008, 20:55 Uhr)
@BodhiHangari
Zitat: "abgesehen davon,wer erlaubt sich eigentlich den offiziellen grund der iranischen wettkampfabsage ohne rueckfrage auf politische gruende zu schieben?"
Witzig, Sie haben doch in ihrem ersten Abschnitt selber politische Gründe herangezogen. ("Treten für ein anderes Volk ein"). sehr durchsichtig, ihre Masche.
-
Zitat: "hut ab vor den iranern.ein aufrechtes und mutiges volk."
Meldet sich einfach krank, ohne zu seiner Absage zu stehen. Wie aufrechtig und mutig!
Setzen Sechs...
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