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Witwe des "Emir von Dagestan"

Die russischen Behörden haben eine der beiden Selbstmordattentäterinnen von Moskau identifiziert.

Bei der Attentäterin, die vergangenen Montag den Sprengstoffanschlag in der Metro-Station Park Kultury verübt habe, handele es sich um ein 17-jähriges Mädchen aus der Kaukasusrepublik Dagestan namens Dschennet Abdurachmanowa, sagte ein Vertreter des Anti-Terror-Ausschusses am Freitag den russischen Nachrichtenagenturen.

Sie sei 1992 geboren und habe in Chassawjurt im Westen Dagestans gelebt, erklärte der Ausschuss, der die Antiterror-Maßnahmen der russischen Regierung koordiniert. Dem Komitee steht der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, vor. Am Montag hatten zwei Selbstmordattentäterinnen mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen.

Die Frau sei mit dem als "Emir von Dagestan" bekannten Umalat Magomedow verheiratet gewesen. Der 30 Jahre alte Magomedow wurde Ende Dezember von russischen Polizisten erschossen.

Ein Sprecher der russischen Ermittlungsbehörden wollte sich zu den Angaben über die 17-Jährige Frau nicht äußern. Auf einem inoffiziell herausgegebenen Foto hat die Frau Kopf und Körper schwarz verhüllt und hält eine Granate in der Hand. Auf einem anderen Bild, das auch in der Zeitung "Kommersant" gedruckt wurde, ist sie mit einer Pistole zu sehen.

Der tschetschenische Extremisten-Führer Doku Umarow hatte sich in einem ins Internet gestellten Video zu den Anschlägen auf die Moskauer Metro bekannt. Es handle sich um Vergeltung für das Vorgehen von Ministerpräsident Wladimir Putin im überwiegend muslimischen Nordkaukasus. Umarow kündigte weitere Angriffe an. Der russische Geheimdienst FSB sieht die Drahtzieher der Metro-Anschläge bei militanten Gruppen mit Verbindungen zum Nordkaukasus.

AFP, Reuters/Reuters
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