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22. April 2009, 08:00 Uhr

Aus dem Leben eines Terroristen

Eine beschädigte Biografie

Im April 2004 wird Daniel Schneider wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Der Richter erkennt keine "schädlichen Neigungen", jedoch "erhebliche erzieherische Defizite". Er glaubt, mit 250 Sozialstunden und zwei Wochen Dauerarrest dagegen angehen zu können.

Es ist eine Biografie, wie es sie tausendfach gibt in Deutschland. Man kennt sie von Gangsterrappern, Drogendealern, Neonazis. Es ist die Biografie eines Menschen, der im Fluss seines Lebens in einen Strudel gerät. Wie es ausgeht, hängt davon ab, wer gerade zufällig vorbeikommt und den Rettungsring wirft.

Es ist nicht bekannt, wann Daniel Schneider, der getaufte Katholik, das erste Mal in der Neunkirchener Lisztstraße auftaucht, wo sich das einzige muslimische Gebetshaus der Stadt befindet, die türkische Yunus-Emre-Moschee. Vermutlich schon lange vor der Reise nach Brasilien wird er von jungen Männern angesprochen, die ihn zum Freitagsgebet einladen.

Hussain al-Malla ist dabei, ein groß gewachsener Libanese, und Zafer Sari, ein Deutsch-Türke, schüchtern und freundlich. Sie sind etwas älter als Daniel und ihm doch sehr ähnlich. Sie rasten manchmal aus und prügeln sich, haben mal geraucht und auch gekifft. Aber sie haben eine Vision, wie ein besseres Leben aussehen kann. Einer erzählt es Daniel in einem Gleichnis.

"Die Muslime sind wie eine Herde von Schafen. Innerhalb der Herde ist jedes Schaf sicher vor dem Wolf. Verlässt ein Schaf die Herde, so ist es für den Wolf ein gefundenes Fressen. Der Wolf steht für das Böse in der Welt."
(Erinnerung eines Freundes)

In der Moschee fällt den Betenden ein junger Medizinstudent auf, Hassan, ein sanfter Redner im dunkelblauen Kaftan. Er besucht sie auch zu Hause, erzählt von der Lehre des Islam, dass man nicht rauchen darf und Vater und Mutter zu ehren hat. Sie diskutieren bis spät in die Nacht, hören Musik und sehen sich Videos an.

Es gibt Auseinandersetzungen in der Moschee, zwischen den türkischen Gläubigen und der Gruppe um Hassan, Hussain und Daniel. Über die Art des Betens streitet man sich und die Frage, ob Frauen ohne Kopftuch den Vorraum der Moschee betreten dürfen. Den jungen Männern ist das alles nicht streng genug, eine Bombe müsse man hineinwerfen, tuscheln sie. Als Ahmet Kilic, der Vorsitzende des Moscheevereins, bemerkt, dass sie sich zurückziehen und heimlich beraten, erlaubt er ihnen nur noch, zu den Gebetszeiten zu kommen. Er will Ruhe in seiner Moschee.

Betende Workaholics

Daniel Schneider hat jetzt nur noch wenig Kontakt zu seinen Freunden vom Basketball. Ein paar kommen manchmal mit in die Moschee, doch keiner ist so begeistert wie Daniel. Er legt sich einen islamischen Namen zu, Dschihad, "Anstrengung im Glauben", später wird er sich Abd Allah nennen, "Diener Allahs". Er hat nun viele Fragen, wohin er seine Almosen entrichten muss, wie er auf einer Reise beten soll, welche Bücher zu empfehlen sind.

Terroristen, Deutschland, Sauerland, Muslime

Der Unterstützer: Atilla Selek, 24, Sohn türkischer Eltern, soll mitgeholfen haben, in Istanbul 20 Zünder für den Anschlag zu beschaffen© AP Photo

Konvertiten wie er sind ehrgeizig in ihrer neuen Religion. Sie haben das Gefühl, etwas aufholen zu müssen. Der neue Glauben ist eine Chance, sich abzugrenzen vom alten Leben, von alten Freunden und den Eltern. Die meisten Konvertiten sind betende Workaholics.

Daniel lernt schnell andere Muslime kennen, viele Studenten, die er zum Teetrinken besucht und zum religiösen Austausch. Oft wird er zu ihnen nach Hause eingeladen, zum Essen und Diskutieren, die Eltern sind bisweilen dabei, Geschwister und Bekannte. Er hat nun eine Familie gefunden. Und ein Leben, das Struktur und feste Regeln hat.

Zu Hause, in der Dreizimmerwohnung des Vaters, verkündet er, er werde kein Schweinefleisch mehr essen und fünfmal am Tag beten. Einen Cousin, dem er nach langer Zeit begegnet, lädt er ein, mit in die Moschee zu kommen. Zu dessen Schwester aber bricht er den Kontakt ab. Sie könne nach islamischem Recht seine Ehefrau werden, erklärt er dem verdutzten Verwandten. Deshalb dürfe er sie nicht mehr sehen, bis sie verheiratet sei.

Über die Moschee findet er Arbeit. Der Vater von Zafer Sari ist Vorarbeiter bei einer Reinigungsfirma. Fast alle jungen Männer aus der Moschee arbeiten bei ihm. Daniel putzt Maschinen und wischt den Boden von Produktionshallen, zwischen 342 und 456 Euro verdient er im Monat.

Am 3. Januar 2005 tritt er den Grundwehrdienst an. Er beantragt drei Monate Verlängerung, überlegt, sich als "Einzelkämpfer" ausbilden zu lassen, und landet am Ende in der Materialausgabe der Kampfmittelräumtruppe. Er fällt nur auf, weil er beim Duschen eine Badehose trägt.

Der doppelte Abd Allah

Ende 2005 schickt Daniel Schneider seiner Mutter eine Mail mit dem Betreff: "Hallo Mama, können wir uns mal treffen?" Sie verabreden sich zum Essen, nach Jahren das erste Wiedersehen. Der Sohn entschuldigt sich für die "Vorkommnisse der letzten Jahre", er wirkt sehr ausgeglichen. Die Mutter ist ein wenig irritiert, als Daniel bittet, dass die Musik im Restaurant abgeschaltet wird. Doch die Zweifel werden verdrängt von der großen Hoffnung, den Sohn zurückzubekommen. Er habe sie fortan "wie eine Königin" behandelt, erzählt die Mutter. Gut 300 Kilometer von Friedrichsthal entfernt, im östlichen Baden-Württemberg, hat sich gleichzeitig ein Leben entwickelt, das dem des Daniel Schneider unglaublich ähnelt.

Fritz Gelowicz aus Ulm ist ebenfalls ein Scheidungskind. Er wächst mit dem Bruder beim Vater auf, gilt als intelligent, ist in der Pubertät oft aufmüpfig und verlässt die Realschule nach der neunten Klasse, obwohl seine Noten gut genug für die zehnte gewesen wären. Er spielt American Football, besucht ein Berufskolleg und studiert an der Fachhochschule Neu-Ulm Wirtschaftsingenieurwesen. Mit 21 Jahren fällt er der Polizei erstmals auf, nachdem er auf dem Ulmer Marktplatz einen Arzt ohne erkennbaren Grund brutal verprügelt hat. Auch er findet Halt in einer Gruppe junger Muslime, zu der ihn ein Schulfreund bringt. Auch er lernt neue Leute kennen wie Atilla Selek, einen jungen Türken, der sein bester Freund wird. Auch sie besuchen zusammen die Moschee, das Multikulturhaus in Neu-Ulm. Und auch dort gibt es einen Mentor, der die Jungen um sich schart: Jahia Jussif, promovierter Mikrobiologe aus Ägypten, der beim Verfassungsschutz als "Hassprediger" gilt und ihm zugleich als hochrangiger Informant dient.

Nicht lange, dann sieht sich Fritz Gelowicz als Diener Allahs und nennt sich Abd Allah. Wie Daniel Schneider.

Für einen guten Muslim gehört es sich, den Koran im Original lesen zu können. Fritz Gelowicz geht zunächst auf eine Pilgerreise, zum Hadsch, nach Saudi-Arabien, dann nach Syrien, um dort Arabisch zu lernen. Daniel Schneider fliegt nach Ägypten, es ist der 13. Februar 2006.

Es ist nicht ganz klar, was er dort macht. Sicher ist nur, dass auch er Unterrichtsstunden in Arabisch nimmt. Für junge Konvertiten wie ihn ist die Zeit im Ausland prägend. Sie lernen ein Leben kennen, von dem sie in ihren Hinterhofmoscheen bislang nur geträumt haben. Das Gefährliche dabei sind nicht die Schulen und nicht ihre Lehrer. Das Gefährliche sind Menschen, die im Umfeld wirken.

Eine der Sprachschulen, die bei deutschen Konvertiten sehr beliebt ist, ist das Institut Qortoba in Alexandria an der Mittelmeerküste. Viele Muslime aus Ulm waren schon hier, auch viele, die nach Meinung deutscher Sicherheitsbehörden radikal denken. Man meldet sich über das Internet an. Drei Wochen kosten 300 Euro inklusive Unterbringung.

Die Schule liegt am Ende einer kleinen Gasse. Fünf Klassenräume auf zwei Etagen, zwei Bäder, der Boden ist mit gelben und grünen Kacheln bedeckt, die Moschee ist gleich um die Ecke. Als stern-Reporter unerkannt den Unterricht besuchen, halten sich 30 Studenten dort auf, aus Europa meist, aus Kanada und den USA. Wer sich Unterkunft und Unterricht nicht leisten kann, wird mit einem Stipendium von Stiftungen aus Saudi-Arabien unterstützt. Man muss nur eine Gegenleistung erbringen: zu Hause in der Heimat "Da'wa" betreiben, Missionieren im Namen Allahs.

Beten in Reih und Glied

Anfänger lernen zunächst die hier gebräuchlichen Grundregeln des islamischen Alltags. Mit welchem Gebet man beginnt und wie die Begrüßung dazu aussieht. Welche Hand man zum Essen benützt, aber auch, wer die Feinde aller Muslime seien, "die Juden". Der Unterricht wird dreimal am Tag unterbrochen für das gemeinsame Gebet. Dann zwitschern Vogelstimmen über die Lautsprecher, und Ustadh Ali, der Direktor und Imam, ruft: "Mustaqim!", "gerade!", damit die Reihe der Betenden auch ordentlich sei.

Viele der Schüler leben in einer Wohngemeinschaft, keine zehn Gehminuten vom Institut entfernt. Eine Küche, ein Bad, ein Aufenthaltsraum, zwei Betten pro Zimmer. Haroon, zum Beispiel, ist vor ein paar Tagen eingezogen, ein junger Brite pakistanischer Abstammung, der zum Islam gekommen ist, nachdem er einige Monate in Thailand als Englischlehrer gearbeitet und "an jeder Ecke nur Prostituierte" gesehen hat. Abd al-Aziz ist da, einer von sechs Deutschen, die gerade am Institut lernen. Er stammt aus Offenbach, die anderen aus Berlin, Heidelberg und Ulm.

Für die Konvertiten aus Deutschland wird eine Vision zum Leben erweckt. Wenn sie nun, gekleidet in arabisches Gewand und in Sandalen, mit den anderen Schülern durch die Stadt ziehen, in der es fast nirgendwo Alkohol gibt und die Frauen mit Kopftuch oder, strenger noch, mit Niqab bedeckt sind, dann begreifen sie, dass sie Teil eines großen Ganzen sind. Sie erleben ihre Vorstellung vom Islam als globale Idee.

Im abendlichen Geplauder ereifern sie sich im Hass auf Israel. Auf die westliche Welt, deren Geheimdienste Muslime foltern, einsperren oder entführen. Solche Gespräche entfachen in den jungen Glaubensbrüdern die Sehnsucht nach Rache. Gefährlich wird es, wenn Menschen dazukommen, die wissen, wie man mit diesem Gefühl umgeht.

Es ist ein Mittwochabend in der WG in Alexandria, als ein Mann zu Besuch kommt, der noch recht jung ist, Anfang 20 vielleicht. Er trägt einen kräftigen, blonden Bart und die Tracht der Fundamentalisten, einen braunen Umhang und ein Tuch, das um seinen Kopf gewickelt ist. Er nennt sich Dawud und kommt aus Deutschland.

Dawud spricht zu den jungen Sprachschülern, zu Haroon, zu Abd al-Aziz und den anderen Deutschen, in gleichmäßigem Singsang predigt er auf Englisch, gespickt mit arabischen Floskeln. Alles Wissen sei umsonst, wenn man den Koran nicht lebe, was nur im Kampfe möglich sei. Deshalb, sagt Dawud, schließe sich ein guter Muslim den mutigen Kriegern an, den Mudschahedin in Palästina, im Irak oder in Afghanistan. In Deutschland sei der Kampf nicht einfach, denn wer hier nach seiner Anschauung lebe, riskiere, recht bald im Gefängnis zu landen. Eine Stunde lang spricht Dawud, der Deutsche, dann verabschiedet er sich und empfiehlt, sich künftig nur in kleinen Gruppen zu treffen, "wegen der Geheimpolizei!"

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 16/2009

 
 
KOMMENTARE (10 von 43)
 
kralli19 (23.04.2009, 12:20 Uhr)
Danke floyd77
Danke floyd77 für ihre Kommentare. Aber wie sie sicher schon gemerkt haben, wollen einige wie vege, Annemone oder Dieter37 gar nicht diskutieren oder ihren Horizont erweitern, sondern lediglich ihre Vorurteile pflegen und Feindbilder pflegen, nachdem sie ja ein neues anscheinend dringend brauchten zum Ende des kalten Krieges.
Ich schau auch schon, in welchem Land ich dann Asyl bekommen würde, sollten mal tatsächlich solche Idioten an die Macht kommen in Deutschland...unmöglich ist für mich mittlerweile nichts mehr.
mutti1 (22.04.2009, 19:50 Uhr)
gehirnwäsche
niemand kann irgend etwas verbieten, was man glaubt, selbst wenn ich getauft bin u.die katholische herrschaften in ihren goldnen käfigen ablehne, so glaub ich immer mehr an jesus und ich bete immer öfter, das endlich ÜBERALL friede wird.
unglaeubiger (22.04.2009, 16:08 Uhr)
welche gefahr?
deutschland war noch eine lücke im weltweiten überwachungsnetz.
wie es den deutschen klar machen das es gut für sie ist, überwacht zu werden?
man nehme:
alle dienste dieser welt unter leitung der CIA und BND.
einige vollpfosten als terroristen, immer und überall überwacht.
zünder und chemikalien weden zu harmlosen atrappen gemacht, natürlich geliefert von doppelagenten.
jeder dorfdepp kann die schwarzen limousinen erkennen.(wir haben gute arbeit geleistet.)
dann die große festnahme und alle sind begeistert das sie in zukunft der totalen überwachung unterliegen.
was für ein glück das wir den islam haben!
nightmare_online (22.04.2009, 15:38 Uhr)
@AnakinDouglas
Es gibt Islamisten. Und die sind gefährlich, das ist nicht zu bestreiten. Nur das Geschwurbel hier über den Islam zeugt davon, das mancher der hier postet schlicht ein geistiger Tiefflieger ist oder in der rechtsextremen Ecke steht.
Denn das die Rechten sich - nachdem die Sache mit den Juden als Feindbild nicht mehr so gut ankommt - die Muslime als neues Feindbild auserkoren haben (siehe Pro Köln & Co.), dürfte doch inzwischen wohl Allgemeingut sein.
Was die Kerls der Sauerland-Zelle angeht, da haben, wie hier im Stern zu lesen war, offensichtlich unsere Freunde von jenseits des Atlantiks ihre Finger im Spiel gahabt.
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Sauerland-Attent%E4ter-Der-CIA-Mann-Ludwigshafen/638514.html
nese (22.04.2009, 15:34 Uhr)
An die 'heilige' Anemone
'...Meine persönliche Meinung: Verbot des Islam einschließlich aller Konseqenzen....'
.
Sollte man das Christentum auch verbieten, wenn irgendwelche christliche Spinner durchdrehen? Anemone, Ihre braune Sosse widert mich an!
AnakinDouglas (22.04.2009, 13:26 Uhr)
@nightmare_online

Die brauchen auch nicht zu tausenden rumlaufen und irgend etwas in die Luft zu sprengen.
Ein Irrer reicht schon. Hätte der Kofferbomber oder die Sauerlandzelle "Erfolg" gehabt, hätte so ein Anschlag schon für ein 2. Madrid hier in Deutschland gereicht.
Gott sei Dank konnten diese Pläne verhindert werden.
In Pakistan laufen auch nicht tausende Irre rum. Trotzdem schafft es da fast täglich einer dieser Irren irgendwelche Unschuldige in die Luft zu jagen. Oder wie war es in Indien vor wenigen Monaten? Da hat eine kleine Gruppe für ein Blutbad gesorgt.
floyd77 (22.04.2009, 12:34 Uhr)
@Malt
Ich höre auf zu schreiben (wird langsam Zeit), aber ich möchte Ihren schönen Kommentar nicht unbeantwortet lassen. Sie schreiben:"...denn wenn man nicht aus dieser 'Wir entschuldigen uns erst wenn ihr euch für dieses und jenes entschuldigt' Spirale herauskommt, dann wird dieses Problem nie ein Ende nehmen": Auch hier gebe ich Ihnen 100% recht, daher scheue ich mich persönlich nicht jede böse Tat von Muslimen -soweit bewiesen- zu verurteilen, und ich stehe auf der Seite der Unterdrückten und Beschädigten, egal welche Nation, Religion oder Rasse sie gehören. Das schreibt mir meine Religion wie auch mein menschliches Gewissen vor. Wie ich sehe, ist das bei Ihnen genauso. Das Problem ist wohl die Masse, die sich immer als Unschuldige sieht und ihre schlechten Taten nicht einsehen möchte. Das sehe ich genauso hier wie in muslimischen Ländern, bis auf eine kleine Menschenmenge. Damit auf nationaler Ebene alles aufgeklärt wird bzw. jeder seine Schuld erkennt und wiedergutmacht, braucht man allerdings auf beiden Seiten starke Partner und selbstbewusste Volksvertreter, die von ihren Völkern unterstützt werden. Das ist leider bei muslimischen Ländern bei weitem nicht der Fall; und bis es Regierungen geben würde, die von ihren Völkern bewusst und ohne Druck gewählt werden und die nationale Interessen ohne Druck von außen wahren können, wird aus der islamischen Welt nichts derartiges kommen. Daher soll der Westen diesen Prozess unterstützen, anstatt ihn zu verzögern. Doch der Westen sieht seine eigene Interessen und wünscht sich am Liebsten schwache und Ja-sagende Partner als starke Partner. Doch ein Frieden kann nur mit starken Partnern geschehen. So was sollte der Westen (und Israel sowieso) akzeptieren und zulassen. Außerdem hat der Westen in den letzten Dekaden die Weltpolitik zum größten Teil selber bestimmt, somit ist es an den starken Nationen den ersten Schritt zu machen, denn eine Entschuldigung der schwachen und armen Nationen wird von Alleine nicht kommen. Das ist schon aus politischem Kalkül nicht möglich und nicht sinnvoll.
endbenutzer (22.04.2009, 12:26 Uhr)
@den Verfasser des Artikels:
Zitat: "...Mit seinen langen, dunklen Haaren, dem Vollbart, der Schramme unter dem rechten Auge und den auf den Rücken gefesselten Armen gleicht er einem Gekreuzigten, geschunden und erschöpft vom langen Kampf..."
.
Was soll diese Lobhudelei? Geht's noch?
nightmare_online (22.04.2009, 12:23 Uhr)
Treffen der Vollpfosten ...
scheint mir heute auf Stern-Online zu sein.
Die Realität ist nämlich folgende: In diesem Land leben ein paar Millionen Muslime. Seit Jahrzehnten. Und - putzigerweise - rennen die gar nicht zu tausenden durch die Strassen und sprengen sich in die Luft oder sowas.
Aber weil die Vollpfosten nach dem Wegfall des Feinbildes Kommunismus einen neues Feindbild brauchten, sind das neuerdings alles irgendwie potentielle Terroristen.
Aber für mich stellt sich eine wesentlich relevantere Frage: Gibt es eine Relation zwischen Zimmertemperatur, IQ und den islamophoben Beiträge hier?
Malt (22.04.2009, 11:47 Uhr)
@Huxley82
Du schreibst ja normalerweise recht reflektiert, aber wenn du das " Die Israelische Armee hat vor jedem Angriff per Flugblatt die Ziele angegeben" tatsächlich glaubst, dann tut's mir leid und ich habe mich wohl doch in dir getäuscht. Und jetzt erklär mir mal bitte, da du ja anscheinend im Gazastreifen unterwegs warst zu der Zeit (nehm ich jetzt mal an aufgrund deiner Behauptungen) wie man, wenn man mit Phosphorgeschossen aus Panzern in ein so eng bebautes Gebite wie Gaza schießt, vorher bekanntgeben will, welches der Gebäude dort niederbrennt? DAS wäre mal wirklich interessant!
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