Kindstötung als Ausweg aus der Depri-Hölle

18. November 2012, 08:00 Uhr

Erst die eigenen Kinder umbringen, dann Selbstmord: Allein in Bayern töteten jüngst Mütter oder Väter neun ihrer Sprösslinge. Meistens haben die Eltern alle Hoffnung auf ein schönes Leben begraben. Von Malte Arnsperger

Finanzielle Nöte bei Männern ausschlaggebend

Eine niederländische Studie über die "homicide-suicides" (Mord-Suizide) kommt zu dem Schluss, dass finanzielle Nöte eine der Hauptursachen für einen erweiterten Suizid sind. Dies gelte vor allem für Männer. Die Studie erklärt die abartige und - wenn man so will - auch wieder "pseudo-altruistische" Logik, die dahinter steckt: Manche Väter, die vor den Scherben ihrer wirtschaftlichen Existenz stehen und sich deshalb zu einem Suizid entschlossen haben, nehmen demnach auch ihre Familien mit in den Tod, weil sie denken, diese Menschen seien ohne sie in dieser finanziellen Situation ohnehin nicht mehr überlebensfähig. Psychiater Wolfersdorf sagt: "Männer tun so etwas, wenn es schicksalshafte Ereignisse gab, die ihre Lebensplanung zerstören. Sie wollen sich mit ihrer Tat Raum verschaffen."

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