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9. März 2010, 18:33 Uhr

Schlechte Karten für ehrliche Zocker

"Der Langeweile-Faktor wird abgeschafft"

Auch sonst bietet das Internet Kleinganoven zahlreiche Möglichkeiten. Es gibt Programme, sogenannte Bots, die alle Startkarten aufgeben, bis auf die sehr guten. User, die diesen illegalen Dienst nutzen, melden sich an zahlreichen Tischen gleichzeitig an und werden nur alarmiert, wenn sie exzellente Karten bekommen. "So wird verhindert, dass man nach einer langen Durststrecke auch mal eine mittelgute Hand spielt. Der Langeweile-Faktor wird abgeschafft", erklärt Haas.

Natürlich gibt es auch deutlich ausgefeiltere Bots - bis hin zum völlig automatisierten Spiel. In diversen Chaträumen brüstet sich der eine oder andere Programmierer, mit einem eigens entwickelten Programm reich geworden zu sein. Darüber hinaus hält sich hartnäckig das Gerücht, dass vor allem Kleinstanbieter selbst Bots einsetzen, um ein geschäftiges Treiben auf ihren Seiten zu simulieren.

Mit "Super-Accounts" zum Millionen-Skandal

In der Szene am berühmtesten ist jedoch der "Ultimate-Bet-Skandal". Der ehemalige Pokerweltmeister Russ Hamilton soll auf seiner eigenen Pokerseite sogenannte "Super-Accounts" geschaffen haben. Wer sich mit dem passenden Kennwort einloggte, sah alle Karten am Tisch, auch die gegnerischen. Hamilton und seine Komplizen sollen sich so Millionen Dollar ergaunert haben - bis einige Spieler misstrauisch wurden und Anzeige erstatteten. Der Prozess gegen die Bande läuft noch.

Wer von technischen Hilfen nichts hält, der kann auch zum Telefon greifen. Wer sich gemeinsam mit vier Freunden an einen Online-Pokertisch setzt und sich illegal über die jeweiligen Startkarten austauscht, dürfte auf mittlere Sicht gewinnen. Poker-Kenner Haas bezeichnet das als "verbreitete Variante". Er kenne "genug Leute, die damit ein paar Hundert Euro verdient haben".

Anbieter wie PartyPoker versprechen zwar, alle Betrüger durch spezielle Filter- und Warnprogramme zu identifizieren und zu sperren. "Diese Gegenmaßnahmen werden laufend aktualisiert und verbessert", versichert Christoph Nübel von Partypoker. Man sei bereit, Betrüger "zu sperren und das ganze Geld in dem Account ohne vorherige, weitere Warnung einzuziehen". Hobbyspieler sollten trotzdem äußerst misstrauisch sein. Haas beispielsweise kennt in seinem großen Freundeskreis noch "keinen, der erwischt wurde".

Von Christoph Schäfer
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KOMMENTARE (10 von 10)
 
ThomasManner (10.03.2010, 14:13 Uhr)
Willkommen in der Steinzeit
Unglaublich wie eine große meinungsbildende Zeitschrift wie der Stern, einen so derart schlecht recherchierten und polemischen Artikel veröffentlichen kann. Hier wurde ein Interview mit einem Pokerspieler geführt, der wahrscheinlich etwas Geld verloren hat und die Gründe in Manipulationen und bösen Machenschaften der Gegner sieht. Die großen Pokerseiten installieren diverse Programme (mit Zustimmung der Spieler) auf dem Rechner um eben gegen Betrug vorzugehen, weil sowohl die Pokerplattformen die ausschliesslich von der Reputation leben, weil man das eigene Geld nicht einfach irgendwohin transferiert, sondern nur zu seriösen Pokerplattformen, als auch die Pokerspieler sind an einem fairen Spiel interessiert.

Denn und das mag den Sternreporter in seiner kleinen Welt schockieren, Holdem Pokern ist ein Strategiespiel, was neben der Strategie auch Geduld und Disziplin verlangt, dass woran die meisten Spieler scheitern, und Manipulationsversuche werden im Keim erstickt. Die sogenannte ominöse Software die zeigt ob ein Spieler aggressiv oder passiv ist, ist ein Trackingtool was bei einigen Seiten erlaubt und bei einigen Seiten nicht erlaubt ist. Aber dies wird auch klar kommuniziert und jeder kann es benutzen oder eben nicht, bzw. eine Seite raussuchen die diese Tools nicht erlauben. Aber es gibt genug Pokerprofis die jährlich hunderttausende von Euros online erspielen ohne diese Software, eben weil diese Software faul macht und man den Gegner nicht mehr so intensiv beobachtet.

Alles in allem ist dieser Artikel einfach nur schlecht recherchiert, ohne wirkliche Informationen und absolut einseitig.

Ich finde es gut vor Gefahren beim Pokern zu warnen, aber diese sind mehr in Selbstüberschätzung und Spielsucht zu suchen, als in Manipulationsverdächtigungen. Weil exakt dass ist es was schlechte Spieler und Spielsüchtige immer wieder ins Feld werfen, wenn sie verlieren -> Ich wurde beschissen und Online Poker ist alles nur Trickserei. Dass hundertausende faire Spieler auf der ganzen Welt sich den ein oder anderen Euro fair dazuverdienen, weil sie beherrscht und strategisch klug agieren, wird komplett außer Acht gelassen.

Und um abzuschließen, stört mich weniger der Beitrag an sich, weil er aus der Sicht dieses einen Spielers heraus in seiner Welt korrekt ist, sondern vielmehr dass eben der STERN von dem ich sehr viel halte, so einen absolut unmöglich schlecht recherchierten Artikel veröffentlicht.

Aber die Thematik Poker ist noch recht neu, und ich halte dem Stern zu Gute, dass er auch bisher immer der aktuellen Entwicklung Stand gehalten hat und wir in Kürze, etwas fundiertere und objektivere Berichterstattung von OnlinePoker erwarten dürfen.

In diesem Sinne
Ihr ThomasManner
Administrator (10.03.2010, 13:32 Uhr)
@ blablub
Ihr Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
Klaxon (10.03.2010, 11:07 Uhr)
Interessant, wen Herr Haas so alles kennt. Aus meinem Freundeskreis haben zwei Freunde auf zwei Pokerseiten versucht zu betrügen.
Und es sind auch diese zwei, deren konnten auf diesen Seiten gesperrt sind.

Insgesamt finde ich den Artikel auch recht schwach. Er zeugt von einer ziemlich schludrigen "Recherche".
Durchblicker (10.03.2010, 09:27 Uhr)
Durchblicker
Poker ist vieles, aber wohl sicher keine Einnahmequelle für die es sich lohnt mehr als nur mal ein paar Stunden zu investieren.
Das wiederum wissen die Anbieter sehr genau und um an den Spielern zu verdienen muss dauernd neues Spielermaterial generiert werden. Dazu muss das Spiel interessant und lukrativ präsentiert werden wohl wissend daß nur ca. 95% der Spieler mit Gewinn nach Hause geht. Die Pokeranbieter wollen daß Poker um Echtes Geld Online gespielt wird um von jeder gespielten Hand (per Orbit) ein nettes Gebührensümmchen zu erheben. Dieses Rake wird immer fällig egal ob Gewinn oder Verlust und summiert sich durch die Masse zu Millionen. Eigentlich ist solches Geschäftsmodell verboten, doch leider hat noch niemand übergreifende Strategien entwickelt um Online Poker zu unterbinden. Die Amerikaner haben es längst und nun sind die Europäer gefordert es ihnen gleichzutun.
Poker ist längst kein Spiel mehr, es ist zu einer Gefahr geworden die es zu bekämpfen gilt. Dazu muss man vielleicht seine eigenen Ansichten überdenken und sich dann von liebgewonnenen (Sucht) zwanghaften Handlungen (pathologisch) trennen. Dazu gibt es keine vernünftige Alternative.
tannebaum (10.03.2010, 08:28 Uhr)
aber holla...
es gibt also leute, die beim kartenspiel betrügen? vor allem dann, wenn geld im piel ist???

was für eine neue erkenntnis. ich vermittle gerne die adresse meiner tante helga, die das auch immer macht. auch ohne geld!
vielleicht kommt sie dann ja nächste woche auf titelblatt!!!
Administrator (10.03.2010, 08:22 Uhr)
@acenes
Ihr Beitrag wurde gelöscht. Bitte argumentieren Sie sachlich.
tobix (10.03.2010, 08:14 Uhr)
Dünner Artikel
Mir scheint es so, als wolle der Autor vom aktuellen Interesse aufgrund des Überfalls profitieren und hat sich nun mal schnell ein paar Sachen zusammengesucht.

@acenes: Nennen Sie mir ein halbwegs verbreitetes Spiel oder einen Sport, bei dem es keinen bekannten Vollpfosten gibt. Peinlicher Trollversuch.
blablub (10.03.2010, 07:47 Uhr)
Was für ein dilletantischer Artikel
Christoph Schäfer hat vollkommen offensichtlich keinen blassen Schimmer wovon er spricht. Er stellt sich mit diesem Artikel viellmehr in eine Reihe der kleinbürglichen Hetztiraden ala 'die Juden haben den Brunnen vergiftet'.
Ich spiele seit 4 Jahren und habe große Freude am Onlinepoker. Betrug ist eine relative seltenheit und die großen Seiten wie Pokerstars und Fulltilt legen höchsten Wert auf Sicherheit.
Es gibt keine Programme die die Karten ausspieonieren und trackingsoftware und andere analysetolls machen nichts anderes als was man auch per hand machen kann und sollte, notizen zu seinen Gegnern machen.
Ich selbst benutze keine solche Software und habe trotzdem erfolg, außerdem kenn ich Spieler die dies tun und deren Erfolg ausbleibt. Die künstliche Intelligenz ist noch lange nicht stark genug um die meisten menschliche Spieler zu schlagen und auf gute Karten warten wird allein nicht zum erfolg führen.

Ich fühle mich durch diesen persönlich Artikel beleidigt und bitte den stern.de doch nächstes mal ein pokerspieler um rat zu bitten anstatt einen vorurteilsbeladenen Stammtischredner. Schließlich fragt man bei Artikeln zum Nahostkonflikt auch keinen Neonazi zu seiner Meinung.
otisC (09.03.2010, 23:29 Uhr)
poker ist tot
poker war in den boomzeiten von 2003 bis ca. 2006/07 eine goldgrube, danach kam ein gewisses niveau in die spielweise der masse, so dass es jetzt wieder nur ein glücksspiel ist. Was früher 20/40 war, ist heute 2/4. die varianz ist durch die ausgeglichene spielstärke so groß, dass der nötige aufwand auf jedem anderen gebiet zum sicheren erfolg führen würde - also warum jetzt noch poker spielen? a friggin waste of time
sportartmakler (09.03.2010, 19:50 Uhr)
online poker
ist auch ohne die große abzockgefahr kein wirklich großer spaß.....der hauptreiz des des spiels, der bluff mit oder ohne hand, geht eh verloren
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