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29. Oktober 2003, 15:39 Uhr

Unter Kinderschändern

Seit Jahren habe ich in dieser Szene immer mal wieder recherchiert. In den 90ern hatte ich erste Kontakte zu zwei oder drei Pädophilen geknüpft, die ich mit der Zeit ausbaute. Habe mich diesen Männern "anvertraut", mich als Pädo ausgegeben, der auf Mädchen wie auf Jungen steht. Sagte ihnen, dass ich häufig beruflich unterwegs sei. Was mir immer mehr Kontakte einbrachte in vielen deutschen Städten.

Vor gut einem Jahr bin ich - für den stern und das ZDF - völlig eingetaucht in die Szene, fuhr mit meinem Wohnmobil quer durch die Republik, habe mich immer wieder mit einzelnen Pädos verabredet. Mit so genannten "Edelpädos", Träumern, die ihre Neigung nur in der Fantasie ausleben, mit Männern, die langjährige "Mini-Ehen" mit Kindern unterhalten; aber auch mit Triebtätern, die keine Rücksichten mehr nehmen auf Kinderseelen und Kinderkörper. Immerhin soll es 60 000 Pädos in Deutschland geben. Ich bin zu Gruppen-Treffs gegangen, habe "Freundschaften" geschlossen und durfte sogar fotografieren, ohne gleich Argwohn zu erregen.

Ich wollte nicht von außen berichten, sondern von innen. Wollte wissen, wie Pädophile und Kinderschänder denken, wie sie vorgehen, was sie anstellen mit ihren kleinen Opfern und wie sie untereinander kommunizieren. Wollte klären, weshalb Eltern so arglos ihren Nachwuchs erwachsenen Männern überlassen, die sich als Betreuer oder Nachhilfelehrer ausgeben. Nur wenn Eltern aufgeklärt sind über die Maschen und Methoden dieser Menschen, können sie ihre Kinder vor ihnen schützen. Denn die Gefahr, die von Pädophilen ausgeht, lauert oft dort, wo Eltern sie am wenigsten vermuten.

 
 
 
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