Als der Amokläufer das Autohaus verlässt, eröffnet er das Feuer auf die Polizei. Er verletzt zwei Beamte schwer und erschießt sich danach selbst.
Tim K. hat bis zu seinem selbstgewählten Tod 15 Menschen ermordet. Darunter neun Schüler, drei Lehrer sowie drei Passanten.
Die Identität des Täters ist geklärt: Tim K. stammt aus dem nahegelegenen Leutenbach. Erst im letzten Jahr hatte er an der Albertville-Schule seinen Abschluss gefeiert. Laut Innenminister Heribert Rech hat Tim K. die Mittlere Reife, und ist "nie auffällig gewesen". Die Herkunft der Waffe ist auch geklärt: Der Vater des Täters sei Mitglied im örtlichen Schützenverein. Er verfügt über mehrere Schusswaffen, eine fehlte. Genau wie Tim K. selbst sei auch die Familie unauffällig und ins Vereinsleben der 5000-Seelen-Gemeinde integriert gewesen, sagte der um Fassung ringende Bürgermeister von Leutenbach Jürgen Kiesl.
Zahlreiche Schüler verlassen die Albertville-Realschule. Die Polizei hatte die Jugendlichen aus Sicherheitsgründen in der Schule bleiben lassen. Aufgelöste Eltern schließen ihre Kinder in die Arme.
Ministerpräsident Günther Oettinger gibt eine schnell anberaumte Pressekonferenz. Das Land sei tief getroffen von einer in keiner Form erklärbaren Tat, so Oettinger. Er spricht den Angehörigen sein Beileid aus.
Die Zahl der Toten hat sich auf 17 erhöht. Die Zahl wird später vom Polizeisprecher korrigiert.
Zum Gedenken an die Opfer werden Gedenkgottesdienste geplant. Ein ökumenischer Gottesdienst sollte noch am Abend um 20 Uhr in der katholischen Kirche St. Karl Borromäus stattfinden, ein weiterer am Donnerstag um 19 Uhr in der Evangelischen Schlosskirche Winnenden.
Die Medien reagieren: Das ZDF ändert sein Programm. Intendant Markus Schächter entscheidet mit Rücksicht auf die dramatischen Ereignisse, dass der Sender heute Abend keine Unterhaltungsshow ausstrahlen wird. Damit fällt die Live-Show "Wie schlau ist Deutschland" mit Johannes B. Kerner aus. Klare Worte: "Heute ist kein Tag für große Unterhaltung."
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart korrigiert: Nach einem Schusswechsel mit der Polizei habe sich Tim K. selbst erschossen.
In der Pressekonferenz der Polizei Waiblingen wird klar: Tim K. hat nicht wild um sich geschossen. Es handelt sich bei den Schüssen um gezielte Kopfschüsse. Landespolizeipräsident Erwin Hetger erklärt, dass auch alle anderen Schulen nach dem Amoklauf sofort mit Polizei besetzt worden sind.
Ralf Michelfelder von der Polizei Waiblingen erklärt, dass die Schule vorerst geschlossen bleibt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.