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13. August 2010, 10:54 Uhr

Berlin wehrt sich gegen EU-Pläne

Die Bundesbürgern können möglicherweise doch ihre gewohnten Kontonummern behalten: Das Bundesfinanzministerium will die Pläne der EU-Kommission zur Einführung der 22-stelligen Kontonummern offenbar abschwächen.

Die Bundesbürgern können möglicherweise doch ihre gewohnten Kontonummern behalten: Das Bundesfinanzministerium will die Pläne der EU-Kommission zur Einführung der 22-stelligen Kontonummern offenbar abschwächen. Die Bundesregierung sei der Auffassung, dass zur Abwicklung rein nationaler Zahlungsvorgänge neben IBAN und BIC auch die Verwendung von Kontonummern und Bankleitzahl weiterhin möglich bleiben müsse, heißt es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CSU-Bundestagsabgeordneten Herbert Frankenhauser. Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte am Freitag aus dem Schreiben.

Auf Ablehnung, wie das Blatt berichtet hatte, stoßen die Pläne der EU-Kommission jedoch nicht: Die Nutzung von IBAN und BIC sei eine "notwendige technische Voraussetzung" für die Durchführung und Zuordnung von grenzüberschreitenden Überweisungen und Lastschriften im Euro-Zahlungsverkehrsraum, heißt es in dem Schreiben weiter.

Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums fügte auf DAPD-Anfrage hinzu, dass die Regierung ausdrücklich das Ziel unterstütze, einen einheitlichen Zahlungsverkehrsraum zu etablieren. Dabei könne jedoch im nationalen Zahlungsverkehr gleichzeitig eine verbraucherfreundlichere Lösung geschaffen werden, die dieses Ziel nicht torpediere, fügte sie hinzu. Es sei insofern denkbar, dass Kunden auch in Zukunft ihre vertraute Zahlen verwendeten, die Banken diese aber automatisch in Iban und BIC umrechneten.

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen spätestens von 2013 an statt der Kontonummer die 22-stellige IBAN (International Bank Account Number) und statt der Bankleitzahl ein 11-stelliger BIC (Bank Identification Code) gelten. Sämtliche Lastschriften und Daueraufträge müssten dann umgestellt werden. IBAN und BIC sind zwar schon jetzt für länderübergreifende Überweisungen nötig. Verbraucherschützer rechnen jedoch mit Problemen, wenn die Nummern auch für den innerdeutschen Verkehr gelten.

APN
 
 
 
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