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5. Juni 2009, 11:54 Uhr

Kampfplatz Hauptschule

Hauptschule, Schlägerei, Lehrer, Schüler

Wut, die kein Mitleid kennt. Immer wieder kracht der Kopf des Opfers gegen die Glasscheibe. Hilfe ist nicht in Sicht© Julian Röder

19. Februar 09

Donnerstag, Weiberfastnacht. Helge aus der 9a kommt angetrunken in den Mathe-Unterricht und fragt nach kurzer Zeit, ob er auf die Toilette dürfe. Der Lehrer lehnt ab, Helges Reaktion: "Ich piss dir in den Mund, du Affe." Helge hat eine Ausbildungsstelle als Maler und Lackierer, die meisten Klassenkameraden haben drei Monate vor den Abschlussprüfungen nichts.

19. Februar 09

Laut Gemeindeunfallversicherungsträger ist jeder zehnte Schulunfall auf Gewalt zurückzuführen. Führend: die Hauptschulen. Bei 217 000 Hauptschülern in NRW ein enormes Potenzial, Streitschlichtung und Gewaltprävention gehören mittlerweile ebenso zum Programm vieler Schulen wie die Theater AG oder die Hausaufgabenbetreuung.

27. Februar 09

Ich muss in den Klassen 7 und 8 katholische Religion unterrichten. Schon die zweite Woche, Religionslehrerin Bruch hatte sich Anfang Februar in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Die Stelle blieb unbesetzt. Ich habe keine Ahnung von Religion, von katholischer schon gar nicht. Aber ich glaube an Gott, das muss reichen. Es wurde eine überraschend schöne Stunde. Ilia, 14, erinnert sich an ihr letztes Gebet: Es war an ihrem Geburtstag. Der Stiefvater war sturzbetrunken, und sie und ihre Mutter hatten höllische Angst. Dann habe sie zu Gott gebetet, dass der Mann sie nicht schlägt. Ilia, die jahrelang unter schwerer Magersucht litt, wurde an ihrem Geburtstag nicht verprügelt; sie lebt heute wieder allein mit ihrer Mutter.

9. März 09

1. Stunde Englisch, unerträgliche Unruhe in der 6c. Nach der Begrüßung glaubt ein großer Teil der Klasse, sein Tagwerk verrichtet zu haben und weiterquatschen zu können. Besonders tun sich dabei stets drei Muslime hervor: Volkan, ein dicker Zwölfjähriger, Mustafa, ein kleiner, freundlicher Marokkaner, und Usman, ein verschmitzter kleiner Türke. Ich frage Volkan, ob er auch ständig stört, wenn sein Imam in der Moschee vorbetet. Sein verständnisloses Nein wird begleitet von einem mitleidigen Lächeln. Warum nicht? "Was wir beim Imam lernen, bereitet uns auf das Leben nach dem Tod vor. Er bringt uns bei, was wir machen müssen, um zu Allah zu kommen." Ich weise ihn darauf hin, dass ein guter Muslim schließlich auch für seine Familie sorgen muss, und ohne Schulabschluss und Beruf könnte dies schwierig werden. Und da ich dafür sorge, dass Allah auch mit diesem Teil von Volkans Leben zufrieden ist, verdiente ich den gleichen Respekt wie sein Imam. Schweigen und Überraschung.

9. März 09

In der 6c erreichen einen die Beklemmungen körperlich. Man sitzt auf einem Vulkan, wird selbst von Minute zu Minute aggressiver. Aber dann gibt es Ausnahmen, für die sich der Job lohnt. Leon erzählt mir, dass andere ihn "Streber" nennen. Ihm sei das aber egal. Er mache nur seine Hausaufgaben und ziehe dies auch durch. "Ich will meinen Realschulabschluss, und wenn ich das will, schaffe ich das auch." Ich sage, dass ich ihn für einen Streber im besten Sinne halte. Für einen Schüler, der sein Bestes gibt. Er solle sich bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen.

9. März 09

5. Stunde. Babür, der neue Schüler, bringt als Entschuldigung für einen versäumten Tag die Vorladung zum Jugendschöffengericht beim Amtsgericht. Der 16-Jährige ist wegen "räuberischer Erpressung" angeklagt.

9. März 09

Ende der 6. Stunde: Ich mache Christina darauf aufmerksam, dass sie von den letzten 20 Schultagen sieben gefehlt hat. Sie sei krank gewesen, "das passiert schon mal". Klar, trotzdem muss die Schule informiert werden. Ihr Vater, der bei der Müllabfuhr arbeitet, sei schon immer sehr früh aus dem Haus. "Einer muss ja das Geld verdienen", sagt die 15-Jährige, die mal beim hilflosen Vater, bei der verhätschelnden Oma und mal bei der alkoholabhängigen Mutter wohnt. Anrufen könne der Vater nicht, da er kein Geld auf dem Handy habe. Ich erkläre Christina, dass ich das Jugendamt einschalten werde.

10. März 09

Nach zwei Stunden Englisch in der 6c könnte ich nach Hause gehen. Usman kam eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht und behauptete, der Bus habe Verspätung gehabt. Andere Schüler hatten ihn jedoch vor dem Schultor gesehen. Dieser Klasse aus vielfach unaufmerksamen, unverschämten, unsortierten Kindern den Unterschied zwischen "Yes, it is" und "Yes, they are" zu erklären, ist Folter.

17. März 09

Volkan stört ununterbrochen, von Mitarbeit keine Rede. Ich bitte ihn um ein Gespräch mit den Eltern am kommenden Freitag. Er patzt, seine Eltern könnten nicht kommen, beschimpft mich als "Hurensohn", "Bastard" und "Spasti". Und erklärt dann weinend, dass sein Vater arbeiten und Geld verdienen müsse, weil Volkans Schwester an den Augen operiert werde.

17. März 09

Dienstag, 3. Stunde, Deutsch in der 7d. Ilia, 14, versteht nicht, warum sie "Kind" groß schreiben muss; sie kann das Wort nicht der Gruppe der Lebewesen zuordnen. Plötzlich weint sie, rennt raus, schlägt die Tür zu. Ich finde sie in einer Ecke auf dem Flur gekauert. Später erzählt sie mir unter Tränen, dass ihre Mutter sie "weggegeben" habe. Ilia wohnte mit ihrer Mutter, dem Stiefvater und dem neuen, drei Jahre alten Halbbruder Benjamin zusammen. Auf das Geschwisterchen habe sie sich sehr gefreut: "Ich hab mit meiner Mutter den Kinderwagen ausgesucht. Ich habe den Kleinen als Erste gebadet, weil es meiner Mutter nicht so gut ging." Ilia liebt den Kleinen "über alles". Doch mit dem Stiefvater verstand sie sich vom ersten Tag an nicht, es kam ständig zu Konflikten, auch handgreiflichen. Und vor Kurzem hörte sie, wie er sie als "schlechten Umgang für den kleinen Bruder" bezeichnete. Jetzt lebt sie beim Vater.

18. März 09

Mittwoch, erste große Pause. Kemal fragt mich, wie er sein Deutsch verbessern könne, wie er lernen könne, frei zu reden. Ich gebe ihm einige Tipps: kurze Sätze, knappe, klare Informationen, eigene Worte finden - und immer wieder trainieren. Er sagt: "Manchmal stehe ich im Badezimmer oder vor dem Spiegel und rede Deutsch." Kemal - der neulich erst vor Gericht stand, weil er dem spanischen Kollegen Carlos Maia gedroht hatte, ihn umzubringen - ist ein intelligenter Junge. Vor allem ist er ein ausgezeichneter Handwerker, als Praktikant in einer Chemiefirma erhielt er nur Bestnoten. Auch im Fußball ist er ein Ass. Ich sagte ihm, dies sei genau der richtige Weg. Das ist Hauptschule: heute toll, morgen wieder Chaos total.

19. März 09

Donnerstag, 1. bis 4. Stunde. Crash-Kurs in Recherche- und Präsentationstechniken mit der 8a. Kemal hält einen Vortrag über den deutschen Reichskanzler Bethmann Hollweg und dessen Rede über die Kriegsziele der Deutschen im Ersten Weltkrieg. Er stellt Bethmann Hollweg vor, er spricht deutlich, er bildet kurze und klare Sätze. Am Ende erhält er von der Klasse Applaus. Kemal lacht, ballt die Faust. Ein großer Erfolg für ihn - und eins meiner schönsten Erlebnisse in acht Jahren Hauptschule.

20. März 09

Umwelttag in der Stadt. Meine Klasse macht einen guten Job. Said kümmert sich um Babür. Die beiden Marokkaner scheinen sich anzufreunden. Sie halten am kommenden Montag ein gemeinsames Referat über die Marokko- Krise vor dem Ersten Weltkrieg. Ich bin Said dankbar, dass er Babür ein wenig Halt gibt. Said war vor einiger Zeit noch für seinen Jähzorn und seine Wutanfälle bekannt, heute lädt er die Aggressionen im Fitnessstudio oder auf der Laufbahn ab. Seine Brüder hatten ihm geraten: "Schlag nicht, lauf lieber".

24. März 09

Unsere Englischreferendarin Theresa erzählt, dass sie vom Ausbildungsleiter nur mit "gut" bewertet wurde. Die mündliche Begründung: "Wir müssen ja zunächst abwarten, ob und wie Sie sich in der Schwangerschaft charakterlich verändern."

24. März 09

Zwei Stunden Englisch-"Unterricht" in der 6c. Mit dem dicken Volkan und den anderen Horror- Kids. Am Dienstagmorgen ist der Beruf ein Scheißjob, nicht besser als Steinekloppen. Ich behelfe mir damit, dass ich Hanne in die linke Hälfte der Klasse separiere, ihre Beleidigungen gegen Schüler und Lehrer, die sie durch die Klasse brüllt ("Halt's Maul", "du Behinderter", "fick dich", "mir doch scheißegal"), nicht unterbinde, aber gleichzeitig einen Tadel schreibe, während ich mit der rechten Hälfte der Klasse Englischunterricht mache und Volkan Graffitibilder malen lasse. Das nennt man wohl innere Differenzierung.

25. März 09

Mittwoch, sechs Stunden Unterricht. Das heißt sechs Stunden Anspannung, Störversuche, Unaufmerksamkeit, Gerede, Gekreische, Fußball- Querschläger, die einen Lehrer treffen sollen, Ermahnungen, Ermunterungen, Tadel, Lob, Motivationsversuche, kleinschrittige Anleitungen, Leistungsgefälle, wenig Lernfortschritt, Krisenintervention, Gespräche mit der Bußgeldstelle, Konsequenzen, genervte Blicke, Unfreundlichkeit. Ich bin fertig, kaputt, ausgelaugt, mir reicht's. Wie hält man das jahrzehntelang aus? Mit Glück, robusten Nerven, nichts mit nach Hause nehmen, gegenseitige Wertschätzung pflegen und nichts in sich hineinfressen. Leicht gesagt. Einige schaffen es nicht. In den vergangenen 15 Monaten erlitt ein Kollege einen Schlaganfall, ein anderer einen Herzinfarkt, eine Kollegin fehlt seit Monaten mit Burnout-Syndrom, eine vierte ist nur noch ein Nervenbündel. Im Durchschnitt sind drei Viertel des 24-köpfigen Kollegiums anwesend.

25. März 09

Dennoch ist heute vielleicht der erfolgreichste Tag meiner Lehrer-Ära. Nach einem langen Gespräch über Aggression, null Bock (dazu konnte ich heute eine Menge beisteuern), menschliche Fehler (gestern habe ich mich dazu hinreißen lassen, einem Ex-Schüler Prügel anzudrohen, der den Kollegen Maia aufs Derbste beleidigt hat und zudem im Verdacht steht, ein Drogendealer zu sein), Gewaltspiralen, Sandkastenspiele und Zukunftsperspektiven geben sich die Streithähne Kemal und Babür vor dem Schultor die Hand; beide hatten seit Wochen einen erbitterten türkisch-marokkanischen Krieg geführt. Ich bin froh, die langen Diskussionen haben diesmal gefruchtet.

25. März 09

Noch ein Big Point. Frau M. von der Bußgeldstelle des Ordnungsamtes meldet sich. Ich hatte bei ihr einen Bußgeldantrag gegen die Eltern der Dauerschwänzerin Oya gestellt. Sie sagt, dass der Antrag auch gegen Oya selbst gestellt werden könne, weil sie bereits 16 sei. Umso besser. Fast 400 Euro kosten ihre eigenmächtigen Sonderurlaube. Bezahlt sie nicht, muss sie Arbeitsstunden leisten, leistet sie keine Arbeitsstunden, kommt sie in den Jugendarrest. Dass ich mich darüber freue, eine 16- Jährige möglicherweise in den Knast zu stecken, zeigt das Ausmaß meiner Resignation und Wut.

25. März 09

Anne ist nach zwei Wochen Krankheit zurückgekehrt. Die 17-Jährige ist ein herzensguter Mensch, der gut kochen kann, liebevoll mit Kindern umgeht und tolle Frisuren macht. Ihre Schulkarriere hat sie leider total in den Sand gesetzt. Sie bewegt sich in Deutsch, Englisch und Mathematik maximal auf Grundschulniveau. Die Eltern sind natürlich getrennt. Nach der Sportstunde erklärt sie mir, dass sie "einfach keinen Bock mehr auf diese Schule und diese Leute" habe. Sie will im Sommer nach dem neunten Schuljahr abgehen. Bedauerlich, aber vielleicht der bessere Weg. Man kann nur hoffen, dass sie nicht auf der Straße landet. Der Schulsozialarbeiter bietet ein "Frühabgänger-Seminar" an, über den Erfolg dieser Maßnahme gibt es keine verlässlichen Zahlen.

26. März 09

Die Schulleitung veröffentlicht den neuesten Erlass der Schulbehörde: Bei der Kontingentierung des Kopierpapiers müsse man künftig angeben, ob man beabsichtige, einen Elternbrief zu schreiben oder ein Arbeitsblatt zu kopieren.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 23/2009

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KOMMENTARE (10 von 46)
 
ullae (15.06.2009, 16:33 Uhr)
Lehrer
Ach ja: Eine Gesellschaft braucht sich nicht zu wundern, dass Kinder mit Lehrern und Pädagogen so umspringen, schließlich wird ja an jedem Eck ein Witz über diese "faulen Säcke" gemacht.
ullae (15.06.2009, 16:25 Uhr)
Hauptschule hat versagt
Mit der Zusammenlegung von Haupt- und Realschule legt man nun einen Kranken zu einem Gesunden ins Bett, in der Hoffnung, dass der Kranke gesund wird, sehr clever und versucht ganz nebenbei noch einen Fehler durch einen neuen zu egalisiseren! Anstatt die Hauptschulen zu stärken und auch dort Qualität und Leistung - was meiner Meinung nach über Jahre hinweg total versäumt wurde, nämlich durch Kuschelpädagogik und mangelndem Anspruch - abzuverlangen, macht man nun eine gut funktionierende Schulart kaputt! Schulschwänzer und solche, die sich nicht zu benehmen wissen, sollten viel stärker sozialisiert werden und wenn es sein muss durch drakonische Strafmaßnahmen!
ganzbaf (15.06.2009, 09:02 Uhr)
Das "finnische-DDR-System" ist natürlich klar besser

10 gemeinsame Jahre. Dann, je nach Abschlussnote, noch 2 Jahre Schulberechtigung hin zur zur Hochschulreife.
.
Nur dass man vielleicht wirklich spezielle "Interventionsklasen" einrichten sollte, in denen echte Problemschlüler gesondert trainiert und päd. betreut werden.
silberregen (15.06.2009, 08:02 Uhr)
@aeternitas
Ihr Beitrag lässt mich schmunzeln. Also wirklich, bei uns wurden diese von Ihnen genannten handwerklichen Berufe auch gelernt, nicht jeder ist Ingenieur geworden. Es geht um eine gute Allgemeinbildung. Und das ist bei einer Hauptschule und den Zuständen dort wie im Artikel geschildert nicht gegeben.
Bei uns hat jeder egal ob er Bäcker, Krankenpfleger, Lehrer oder Büromensch geworden ist das gleiche gelernt, also die Naturwiss., Techn. Zeichnen, Astronomie, Geschichte, Mathe, Fremdsprachen usw... auch Musik, Kunst usw.
Das ist Allgemeinbildung, nicht die Spassfächer von der Hauptschule. Auch in handwerklichen Berufen sollte schon aus Neugier eine grosse Allgemeinbildung vorhanden sein. Es muss ja nicht Latein sein, das brauchen wirklich nur einzelne Berufszweige.
Und noch zum nachdenken: nennt mir einen Politiker oder Manager, der seine Kinder an eine Hauptschule schickt!
Wenn die nämlich soooooooo zukunftsbildend ist wie Ihr glaubt, wären dort auch deren Kinder .
aeternitas (15.06.2009, 07:57 Uhr)
Die Hauptschüler
können auch ohne die studierten leben, wir aber nicht ohne die, da sollte man nicht vergessen. Oder welcher Abiturient meldet sich freiwillig zu einem der unten genannten Berufe? Ich kenne einige, die ins Handwerk oder in Pflegeberufe gegangen sind, aber das ist eine Minderheit!
Es wird vielleicht noch zu unseren Lebzeiten soweit kommen, dass wir keine Informatiker mehr brauchen, keine Mathematiker, keine Philosophen, keine Ingenieure sondern Leute, die wissen wie man Gemüse anbaut, Lebensmittel und Textilien herstellt, ein Haus baut und nicht nur, wie man seine Statik berechnet....
aeternitas (15.06.2009, 07:49 Uhr)
Ist die Hauptschule ausreichend?
"Wo haben Sie den Ihren Ehrgeiz gelassen etwas mehr aus Ihren Leben zu machen?"
Ähm nicht jeder möchte sein Leben lang einen Schreibtischjob haben! Es soll auch Leute geben, die einen der folgenden Berufe ergreifen wollen:
- Bäcker
- Metzger
- Zimmermann
- Dachdecker
- Maurer
- ALTENPFLEGER!
etc.
Würden uns diese Leute fehlen, wir würden ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Mehr als wenn viele studierten fehlen würden, die würde nämlich erstmal keiner vermissen. Sie sollten es mal so sehen: die einen haben eine Gabe, die sie nutzen wollen (geschickte Hände, keinerlei Berührungsängste mit Alten, die Liebe zum Bauen mit Holz, das Verlangen körperlich tätig zu sein) und die anderen haben entweder die Gabe nicht oder wollen schlicht nicht körperlich tätig sein, und damit die nicht ganz leer ausgeben, wurden Bürojobs für sie geschaffen... das Handwerk war da BEVOR es das Bürowerk gab. Oder die Unis. Und wenn es hart auf hart kommt, ist es wichtiger zu wissen, wie man ein Tier schlachtet und sein Fleisch verarbeitet ohne dass es verdirbt, als wenn man gewaltige mathematische Operationen versteht oder das Spätwerk von Seneca mit den Ansichten moderner Philosophen vergleichen kann.
silberregen (15.06.2009, 07:15 Uhr)
@Dorf_NKB
Ihre Ansichten finden nicht meine Zustimmung, das was ich an den Kölner Hauptschulen beobachten kann entspricht genau den Schilderungen des Autors.
Ich bedauere jeden Pädagogen, der es mit solchen Assis zu tun hat. An Ihren Äusserungen kann ich auch den Hauptschüler "rauslesen" und sind Sie stolz darauf Hauptschüler zu sein? Wo haben Sie den Ihren Ehrgeiz gelassen etwas mehr aus Ihren Leben zu machen?
Hauptschule das ist ausreichend?! Also ich kann jeden Personalleiter voll verstehen, wer Hauptschüler ablehnt.
Und ich muss Ihnen sagen - ja es war früher besser an den Schulen, ich spreche da von meiner Schulzeit 1959-69 - na wahrscheinlich zähle ich für Sie als alte Schachtel, naja juckt mich nicht wirklich ;-)
Aber glauben Sie mir, es war wirklich besser. Wir haben damals mehr gelernt als heutzutage selbst an Gymnasien geboten wird. Und solche Spassdinge Fach abwählen , und dafür ein Spassfach wählen, gabs bei uns nicht. Wir haben keine Spassfächer gehabt, bei uns zählte die Allgemeinbildung und die Naturwissensch. Fächer wurden von der 5.-10. bzw bis zum Abi ohne Pausen jedes Jahr gelehrt. Hier ist doch so ein Irrsinn mal gibts ein halbes Jahr Biologie , dann kommt ein halbes Jahr Chemie, dann mal ein bischen Physik, ...dann kann mans abwählen wenns kein Spass macht und dafür Kochlöffel schwingen lernen. Natürlich hat so eine Hauptschulbildung nur Spasswert.
Das kann man ja am Verhalten der Schüler genau beobachten.
Sie brauchen sich also nicht als Elite sehen.
Und noch was...
bei uns damals wurde wirklich nicht geprügelt, es waren Lehrer als Aufsicht immer da, auch in den Pausen, und die hätten eingegriffen.
Wir sind in den Pausen noch im Schulhof im grossen Kreis langsam spaziert, sowas wie heute wie enorm lauter Lärm und mobben und andere Kinder erpressen gabs nicht.
Also stellt Euch nicht als Elite hin.
Und aus uns ist jedenfalls etwas geworden. Ich habe nach Schule und Berufsausbildung in den 70igern sogar noch ein Fernstudium an einer Ingenierschule erfolgreich durchgezogen. Uns hat unsere Schulzeit etwas gebracht.
Bei den Schülern heute sehe ich es so...na bringen wir den tag mal vorbei in der Schule... Kumpels, Handy, Alk, usw zählen mehr, sind wichtiger als der Lehrer der da vorn steht. Das ist traurig.
Mich selbst würde noch interessieren, ob die heutigen Schüler überhaupt noch aufstehen wenn der Lehrer ins Klassenzimmer kommt ...ich glaube eher nicht. Die Kapuzen und Mützen lasst Ihr ja auch auf... da sieht man Eurern Respekt.
Null Respekt. Schämt Euch Ihr Hauptschüler.
Dorf_NKB (15.06.2009, 00:48 Uhr)
Realität???
Hallo erstmal
Ich frage mich beim lesen der Kommentare ob der Nationalsozialismus zurückkommt!
Was ich aus den Beiträgen herauslesen konnte ist ganz einfach.
1. Früher war alles besser!
(Da haben sich die Kiddis nicht auf dem Schuhhof geprügelt. Dafür haben aber einige Studenten Bombenanschläge verübt.)
2.Die 68 und die Politk ist schuld!
(Sorry Leute aber IHR habt die Leute gewählt)
3. Es sind die Ausländerkinder und Muslime!
(Is das nicht etwas zu einfach????)
Nun mal Tacheles:
Was ich bemerkenswert finde sind 3 Sachen in diesem Artikel.
1 Der Artikel fängt damit an das ein Vertretungslehrer nicht auftaucht. Also nicht nur das der eigentliche Lehrer wahrscheinlich krank ist sondern auch das es nicht geschafft wird einen anderen zu schicken.(Das sollte sich mal jemand in der Wirtschaft erlauben)
2. 1/4 der Lehrer ist krank. Ja ich weiß der ganze Stress 6 h zu unterrichten. Aber jetzt mal ehrlich wieso sollten die Kinder zum Unterricht erscheinen wenn es nur 3/4 der Kollegiums schaffen?
3. Ich habe in diesem Artikel so häufig von Körperverletzungen gelesen das ich es etwas unglaubwürdig fand. Schlimmer war aber für mich die Feststellung das (falls der Author das nicht weggelassen hat) in keinem dieser Fälle Anzeige erstattet wurde! Ich glaube nicht das alle Kinder unter 14 waren .
Ich hoffe das die Lehrer sich mal zusammenreißen und sich wenn nötig Hilfe von außen holen.
Wenn Muslimische Kinder immer wieder aufsässig sind sollte man mal mit den Eltern reden oder villeicht mal den Iman der Moschee fragen.
Es gibt so viele Möglichkeiten. Aber das immer nur auf die Kinder , nur auf den Staat oder nur auf die Lehrer zu schieben finde ich ziemlich assi.
Gruß
NKB
PS.: Ich bin auch ein Hauptschüler :-)
ekaaat (14.06.2009, 22:19 Uhr)
führerschein nur mit hauptschulabschluss
das motiviert
ganzbaf (14.06.2009, 20:57 Uhr)
Keine SCHULPFLICHT...

sondern Schule als Angebot.
Und wer sich weigert oder groben Unfug anstellt, dessen Eltern wird das Kindergeld gestrichen.
-
Nicht schlecht ;-?
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