Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beteuert, bis zum Donnerstag vergangener Woche nichts von Drygallas Umfeld gewusst zu haben. Zwei Tage nach dem Gespräch mit ihr, begründet er diese Informationslücke mit der üblichen Nominierungsprozedur: " Wir stellen unsere Olympiamannschaft aufgrund von Vorschlägen, die die jeweiligen Sportfachverbände, also in diesem Fall der Deutsche Ruderbund, uns machen. Und dann wird vom Präsidium nominiert aufgrund dieser Vorschläge. Frau Drygalla ist vorgeschlagen worden. Wir haben sie nominiert." Die Ruderin habe ihn davon überzeugt, "fest auf dem Boden des Grundgesetztes und der olympischen Werte" zu stehen. Er selbst zweifle nicht an ihrer politischen Gesinnung. Der DOSB wisse aber, "dass Rechtsradikale in vielen Vereinen versuchen, auf Posten zu kommen."