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Im Karibikstaat Haiti herrscht nach dem schweren Erdbeben große Not. Den Menschen, die überlebten, fehlt es an medizinischer Versorgung, Essen, sauberem Wasser und Zelten. Mehrere Staaten haben ihre Unterstützung angeboten, die Vereinten Nationen 30 internationale Hilfsteams mobilisiert.
Der Tsunami teilte das Leben in davor und danach. Nobuko Murakami, 68, verlor ihre beste Freundin und ihren Laden. Nun kämpft sie - um Normalität.
Die Idee von 40 US-Milliardären, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden, stößt bei deutschen Superreichen auf Skepsis. Die Aktion sei zu "marktschreierisch".
Seit in Haiti die Erde bebte, läuft auch in Deutschland die Spenden-Maschinerie auf Hochtouren. Wie die Hilfe organisiert ist - und warum sich deutsche Organisationen gegen Chaosvorwürfe wehren.
Haiti kommt nicht zur Ruhe: Ein Nachbeben sorgte am Samstag für Panik, die Opferzahlen steigen weiter. Auch ein Deutscher zählt dazu, wie Außenminister Westerwelle bekannt gab.
Selbst erfahrene Rettungshelfer sind schockiert über die verheerenden Ausmaße der Erdstöße im Pazifik. UN-Beobachter sprechen inzwischen von 1100 Opfern - Tendenz weiter steigend. In der Küstenstadt Padang spielen sich beinahe an jeder Straßenecke regelrechte Dramen ab.
Hilfsorganisationen befürchten eine humanitäre Katastrophe auf Sumatra, zumal die Helfer kaum vorankommen. Die Nachrichten aus dem Erdbebengebiet fließen nur spärlich. Zufahrtsstraßen sind zerstört, das Telefonnetz ist zusammengebrochen.
Die Regierung in Myanmar will nun doch ausländischen Helfern erlauben, den Überlebenden der Sturmkatastrophe zu helfen. Internationale Hilfsorganisationen atmen auf. Sie hoffen, dass sie die 2,5 Millionen Zyklon-Opfer endlich umfassend betreuen können.
Es ist die Katastrophe nach der Katastrophe. Bis zu 2,5 Millionen Opfer des Zyklons brauchen dringend Hilfe. Doch die Spenden sind rar. Die Deutschen fürchten, dass ihr Geld in den Kassen der Militärs versickert. Khin Pyone, die für Unicef im Irrawaddy-Delta unterwegs war, appelliert an den Westen: Helft den Bedürftigen.
Vor dem Zyklon lebten im Dorf Shawchaung fast 2000 Menschen. Jetzt ist die Hälfte der Bewohner tot, bei Familie Pauksee haben nur die 70-jährige Daw und das Baby Nilar überlebt. Unzählige dieser Schicksale gibt es in Myanmar. Zynischer Erfolg der Abschottungspolitik: Die Welt erfährt kaum davon. Spenden sind rar.
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