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10. November 2009, 19:19 Uhr
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Siebenjähriger wurde von jungen Männern abgefüllt

Übles Spiel mit einem Kind: Der Siebenjährige, den Rettungssanitäter am Sonntag mit zwei Promille Alkohol ins Krankenhaus einlieferten, ist von jungen Männern zum Saufen angestiftet worden. Die Polizei sucht nun die 17- bis 19-Jährigen, die den Kleinen in Lebensgefahr brachten.

Junge, Alkohol, Promille, zwei

Die Deutsche Kinderhilfe fordert, jugendliche Testkäufer an Kioske und Supermärkte zu schicken, um Alkoholmissbrauch zu verhindern© Gero Breloer/AP

Der siebenjährige Junge, der am Sonntagabend mit zwei Promille Alkohol in ein Berliner Krankenhaus kam, ist wieder zu Hause. Es gehe dem Kind gut, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei am Dienstag. Die Berliner Polizei sucht nun vier Jugendliche, die den Jungen zum Alkoholtrinken bis zur Übelkeit angestiftet haben sollen. "Sie haben ihn mehr oder weniger abgefüllt", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. "Das war nicht mehr nur Jux und Tollerei."

Über die jungen Männer war zunächst nur bekannt, dass sie zwischen 17 und 19 Jahre alt sind und schwarze Haare haben. Das hätten der Junge und sein neunjähriger Bruder angegeben, der bei dem Vorfall am Sonntagabend auf einem Spandauer Spielplatz dabei war. Der Siebenjährige war zitternd auf einem Gehweg gefunden und in eine Klinik gebracht worden.

Deutsche Kinderhilfe fordert jugendliche Testkäufer

Die Deutsche Kinderhilfe forderte nach dem Vorfall ein bundesweites nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol nach baden- württembergischem Vorbild. Im Kinder- und Jugendbereich sollte nicht jedes Bundesland seine eigene Regelung haben, sagte der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Georg Ehrmann, am Dienstag in Berlin. Ehrmann appellierte außerdem an alle Landesregierungen, jugendliche Alkohol-Testkäufer einzusetzen. Nur so könnten "skrupellose Händler" auf frischer Tat ertappt werden.

Die Zahl der Eltern steige, denen der Alkoholkonsum ihrer Kinder egal sei, kritisierte der Verein. Immer mehr Kinder kämen mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus. Politiker dürften angesichts dieser Entwicklung nicht länger "die Hände in den Schoß legen".

In Baden-Württemberg darf künftig an Tankstellen, Kiosken oder in Supermärkten nachts zwischen 22.00 und 5.00 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden. Der Landtag verabschiedete Anfang November ein entsprechendes Gesetz, das nach Angaben des Innenministeriums voraussichtlich bis zum 1. März 2010 in Kraft tritt. Mit dem Verkaufsverbot sollen Saufgelage von Jugendlichen unterbunden werden.

AFP
KOMMENTARE (10 von 27)
 
Marty_D (11.11.2009, 13:38 Uhr)
was für unmenschen
wie unverantwortlich, Alkohol ist sehr gefährlich gerade für so junge Menschen.
Alkohol sollte verboten werden oder zumindest erst ab 21 Jahren erhätlich und in der Öffentlichkeit verboten. Vielleicht sinken dann auch die Krankenkassen Beiträge. Die kosten die Alkoholismus jedes Jahr verursacht sind astronomisch.
Aber nein, das wollen die Menschen ja nicht dann können sie sich nicht mehr berauschen (11.11. Köln) dann lieber ein paar tote mehr jedes Jahr für meinen persönlichen Rausch. was interresiert mich das leben der anderen? (oder ist es nicht so?) mein Beileid, Menschheit.
STR_EDDS (11.11.2009, 13:14 Uhr)
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@felice: Neeneenee... Nix Verlobung. Aber wenn man sich Argumente um die Ohren hauen kann, ist immer noch Platz für Konsens (und, bitte: über Maiden kann man überhaupt nicht streiten) ;-).
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@fleur: Na - Sie schreiben es ja selbst: die Eltern der älteren Jungendlichen gehören in die Pflicht genommen. Soziale Kompetenz fällt nunmal nicht vom Himmel. Sie muss erlernt und jeden Tag geübt werden. Und in meinen Augen tragen hierfür die Eltern die Verantwortung. Noch weit vor Lehrern und Erziehern.
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@Robbespierre: die Idee mit der Kinderbetreuung finde ich gut (schon aus zukünftigem Eigennutz). Das große Problem bei der kompletten Unterordnung unter staatliche Aufsicht (und Ausführung) liegt in der potentiellen Gefahr der Manipulation der Kleinen. Wenn so ein Modell, dann nur auf freiwilliger Basis oder nach einer richterlichen Verordnung (z.B. basierend auf Eingaben des Jugendamtes).
dageaux (11.11.2009, 12:40 Uhr)
Aufsichtspflicht
Die Täter sind zu verurteilen, keine Frage..
Was machen Kinder in diesem Alter abends bei Dunkelheit auf einem Spielplatz? Viele Eltern kümmern sich schlicht zu wenig darum, was ihre Kinder so treiben, Hauptsache sie haben ihre Ruhe. Ob das bei diesen Eltern so war, weiß ich nicht, aber die Folgerung liegt nahe.
Eisenbaer (11.11.2009, 12:14 Uhr)
Ich will schwedisch/norwegische Zustände....
Die Preise von hartem Alkohol verzehnfachen, bei Wein und Bier nur verfünffachen. Verkauf nur in staatlichen Monopolläden gegen Vorzeigen der Ausweispapiere. Offenes Herumtragen von Alkoholhaltigen Getränken ist verboten. Ein Fußgänger unterliegt der gleichen 0,5 Promillegrenze wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch. Nach 22.00 Uhr ist in den Kneipen Sperrstunde und vor 16.00 Uhr geht auch noch nichts. Wenn ein Wirt neben Bier und Wein auch noch härtere Sachen ausschenken will dann braucht er eine besondere Lizenz.

SirDidimus (11.11.2009, 11:18 Uhr)
solche dinge passieren
ist schon erstaunlich, dass es eine solche geschichte schafft, länger als 24 stunden im netz zu stehen. gut, ist dramatisch, aber gehört das nicht eher in einen regionalteil? nach schuldigen zu fragen ist auch eher müßig, da man die umstände nicht genau kennt. und daran krankt auch das mediengeschäft im internet. man wird nur halb informiert. die endgültige klärung - wenn es denn eine gibt - wird nicht bekannt gegeben.
sportartmakler (11.11.2009, 10:58 Uhr)
das verbotsgeschrei ab 22:00
hat doch mit diesem fall hier gar nix zu tun. würde für den einen o anderen pächter vermutlich auch das aus bedeuten, vom benzinverkauf kann ja keiner leben.

ansonsten gibts hier mind. 2 schuldige. die hirnverbrannten kloppies die sich hier ein spaß machen wolltren und wohl leider auch hatten. und der 2. schuldige part sind in gwisser weise auch die eltern des kleinen, zumindest wenn es stimmt dass das ganze gegen 19/20uhr passierte. zu schulzeiten und zu dieser jahreszeit wo es dann bereits stockduster ist, hat der kleine nichts draußen zu suchen. das hätte zwar auch nachmittags passieren können, isses aber nicht.
felice4711 (11.11.2009, 10:08 Uhr)
@STR_EDDS & Robbespierre
Erleben wir hier gerade eine Chat-Verlobung? Weiter so! Das lenkt ab von schweren Themen.
binausgold (11.11.2009, 09:14 Uhr)
@gaga007
...schon mal davon gehört, daß viele in skandinavien schwarz brennen und dieses verbot in den anfangsjahren des letzten jahrhunderts in den usa auch nix gebracht haben?
beim alkohol ist es wie mit allem, vor nutzen gehirn einschalten!
elevenstar (11.11.2009, 09:13 Uhr)
Indiz
...dass sie zwischen 17 und 19 Jahre alt sind und schwarze Haare haben! Noch Fragen?!
Hier wurde ein kleiner "Ungläubiger" abgefüllt.
gaga007 (11.11.2009, 08:55 Uhr)
Alkohol ist zu billig !
Alle Idee, um den Alkoholkonsum einzuschränken taugen nur bedingt. Es gibt nur einen Weg, um übermäßigen Alkoholgenuss zu verhindern: der Preis muß durch eine sehr hohe Steuer so angehoben werden, dass es finanziell fast nicht bezahlbar ist. Skandinavien oder Irland machen es zwar vor, aber nicht konsequent genug. Alkohol nur in lizensierten Geschäften zu festen Zeiten zu einem sehr, sehr hohen Preis anbieten. Und man möge bitte nicht mit den Arbeitsplätzen in einer Industrie kommen, die ein Produkt herstellt und vertreibt, dass nur einen Sinn hat - die Schädigung der Gesundheit. Raucher und Säufer sind auf einem Niveau !
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