Gute Nachrichten von Familienministerin Ursula von der Leyen: Junge Familien sollen das Elterngeld bald doppelt so lange bekommen können wie bisher. stern.de erklärt, wie das Elterngeld derzeit funktioniert - und was sich nach den Plänen der Ministerin bald ändern soll.

Familienministerin von der Leyen will Kinderkriegen in der Krise attraktiver machen© Michael Sohn/AP
Die jüngsten Berichte von sinkenden Geburtenzahlen und krisengeplagten Familien haben offenbar auch Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgeschreckt. In einem Zeitungsinterview sagte sie jetzt, dass die Regierung das Elterngeld künftig flexibler gestalten und die mögliche Bezugsdauer verlängern will.
Besonders die Angst vieler Männer vor einem Jobverlust nach einer Auszeit für das Kind will von der Leyen ernst nehmen, die bisherigen Regeln sollen dafür gelockert werden: "Viele Väter, die sich in Zeiten der Krise nicht trauen, ganz auszusteigen, könnten statt zwei voller Vätermonate vier halbe nehmen", sagte die Ministerin der "Bild"-Zeitung.
Nach offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der neugeborenen Kinder 2008 um 8000 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Das Elterngeld sollte eigentlich dafür sorgen, dass Familien wieder mehr Kinder bekommen. Der Staat zahlt bislang maximal 14 Monate lang zwei Drittel des letzten Nettogehalts, aber höchstens 1800 Euro pro Monat. Auch Arbeitslose, Studenten und Hausfrauen bekommen einen Mindestsatz. Das klassische Kindergeld gibt es oben drauf. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund ums Elterngeld.