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28. Mai 2011, 17:20 Uhr

Neue Herausforderungen zum 50-jährigen Bestehen

Seit 1961 setzt sich Amnesty International für Menschrechte ein. Zum 50-jährigen Bestehen kündigt die Organisation an, ihren Wirkungskreis weiter auszubauen. 2011 will sich Amnesty zunächst in Brasilien und Indien positionieren.

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Salil Shetty, der Generalsekretär von Amnesty International© Kerim Okten/DPA

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International will sich nach eigenen Angaben in ihrer Arbeit weiterentwickeln und künftig in mehr Weltregionen aktiv sein. "Amnesty International muss sich weiterhin anpassen und weiterentwickeln, wenn wir die Flamme der Freiheit und Gerechtigkeit in einer sich verändernden Welt hochhalten wollen", sagte Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty am Samstag bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Organisation in London. "Wir können nicht von dem Prinzip ausgehen, dass unsere herkömmlichen Methoden die gleichen Ergebnisse bringen werden", fügte er hinzu.

Deshalb wolle die Organisation ihren Einflussbereich erweitern und sich in weiteren Regionen der Welt positionieren, in diesem Jahr zunächst in Brasilien und Indien. Zugleich sollten digitale Technologien und Medien verstärkt genutzt werden, um Opfern und Schwachen eine Stimme zu geben, sagte Shetty. Weil die Institution ihre Kampagnen auf viele andere Bereiche wie Armut und Frauenrechte ausgeweitet hatte, waren Befürchtungen laut geworden, die Organisation könne ihren konkreten Fokus verlieren.

Amnesty International entstand auf Initiative des britischen Anwalts Peter Benenson, der am 28. Mai 1961 in einem Zeitungsartikel forderte, die Stimme für politische Gefangene zu erheben. 1977 wurde Amnesty mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Organisation zählt heute rund drei Millionen Mitglieder und Unterstützer in 150 Ländern. Die meisten Unterstützer hat Amnesty in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland.

mm/AFP
 
 
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