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21. November 2006, 11:59 Uhr
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CDU-Politiker fordern Verbot von "Killerspielen"

Auf wissenschaftliche Untersuchungen berufen sich nun einige CDU-Politiker und machen Computerspiele für wachsende Gewaltbereitschaft und aggressives Verhalten verantwortlich. Sie fordern ein Verbot von "Killerspielen", die Grünen sind dagegen.

Die Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten wurde geräumt, die Leiche des Täters inzwischen geborgen© Thomas Starke/Getty Images

Nach dem Amoklauf eines 18-Jährigen an einer Schule im westfälischen Emsdetten ist die Diskussion über ein Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele wieder voll entbrannt. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will mit einer Bundesratsinitiative ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen erreichen. Ziel sei ein Herstellungs- sowie ein Verbreitungsverbot, sagte Schünemann in Hannover. Er wurde dabei von Parteikollegen unterstützt. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz warnte davor, die Diskussion auf das Verbot von Computerspielen zu verengen. Das Gewaltphänomen müsse breiter analysiert werden.

Ein Herstellungsverbot sei zwar schwer umsetzbar, da der Großteil der Baller-Spiele im Ausland programmiert werde. Ein Verbot zur Verbreitung in Deutschland sei allerdings ein wichtiger erster Schritt, sagte Schünemann. "Ein wirksamer Jugendschutz kann letztlich nur erreicht werden, wenn besonders schädliche Computerspiele gar nicht erst auf den Markt kommen." Außerdem forderte der Minister die Abschaffung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Notwendig sei ein neues Gremium zur Überprüfung von Computerspielen, das "rein in staatlicher Hand" liege.

"Die Politik muss ihre Möglichkeiten nutzen den Zugang zu Gewaltvideos zu verhindern", sagte auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) dem Radiosender "Antenne Thüringen". Er sei entsetzt, dass sich ein solcher Vorfall, viereinhalb Jahre nach dem Massaker von Erfurt, wieder ereignen konnte. Der Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU), räumte ein, dass die Politik nach dem Amoklauf von Erfurt nicht schnell genug reagiert habe. Im Bayerischen Rundfunk forderte er ein generelles Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele. Außerdem müssten mehr Schulpsychologen eingesetzt werden.

Im Internet Streife gehen

Gegen "kurzschlüssige Patentreaktionen" sprach sich Wiefelspütz aus. "Jetzt zu diskutieren, Computerspiele zu verbieten - so richtig das sein mag - das ist kein Erklärungsmuster, um mit dem Phänomen Gewalt in unserer Gesellschaft umzugehen. Wir brauchen Frühwarnsysteme, und nicht diese vordergründige Diskussion um das Verbot von Killerspielen."

Vor allem das Internet müsse stärker polizeilich kontrolliert werden, sagte Wiefelspütz dem Sender N24. "Wir müssen, ich sag’s mal etwas platt, mit der Polizei auch im Internet Streife gehen." Dort passiere auch alles Grausame, was auch sonst in der Welt passiere. "Wir sind gerade dabei, richtig aufzurüsten, was den Umgang mit dem Internet unter Sicherheitsgesichtspunkten angeht."

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, warnte vor einer "Amok-Gesellschaft". "Brutale Computerspiele und Videofilme gaukeln Jugendlichen den schnellen Sieg des Stärkeren vor", schreibt er in der "Bild"-Zeitung. "Auswege für den Verlierer bieten sie nicht." Kraus forderte ein Umdenken der Gesellschaft. Es müsse "mehr Interesse am Mitmenschen" praktiziert werden, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Eltern und Lehrer seien dabei wichtige Vorbilder: "Wir Erwachsenen müssen unseren Kindern immer wieder beweisen: Arbeit, Leistung, Treue, Verlässlichkeit, Familienleben - das sind trotz aller Probleme und Widerstände feste Werte, für die es sich zu leben lohnt! Eine Gesellschaft, die diese Werte verliert, läuft irgendwann selber Amok."

Die Grünen sind dagegen, Killerspiele zu verbieten. "Wenn die Informationen zutreffen, dass der Täter gesellschaftlich isoliert war und seine Zeit hauptsächlich mit dem Spielen von Killerspielen verbracht hat, dann muss jetzt verstärkt eine Debatte um Förderung von Medienkompetenz und einer sinnvollen Computernutzung geführt werden", sagte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck der "Netzeitung". "Hier reicht die einfältige Forderung der großen Koalition nach einem Verbot von Killerspielen sicher nicht aus, zumal Verbotenes für Jugendliche bekanntlich umso reizvoller ist."

Schüler setzten sich mit Gewalttat auseinander

Die knapp 700 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule wollten sich am Dienstag mit ihren Lehrern intensiv mit der vom Täter im Internet angekündigten Bluttat auseinander setzen. Nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) findet kein normaler Unterricht statt, die Schüler würden stattdessen psychologisch betreut. "Es gibt mehr Verletzte als nur die in den Krankenhäusern", sagte Sommer mit Blick auf die seelischen Folgen für die Kinder, die die Bluttat als Augenzeugen miterleben mussten.

Insgesamt wurden durch die Tat 37 Menschen verletzt. Neben 16 Polizisten erlitten weitere 21 Menschen aus der Schule, darunter 19 Schüler, Verletzungen, größtenteils Rauchvergiftungen oder Schocks. 4 Schüler und der Hausmeister der Schule wurden angeschossen. Zum Motiv des Täters sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer: "Er hat unter der Sinnleere seines Lebens gelitten."

Der 18-Jährige hatte offensichtlich bereits vor Jahren in einschlägigen Internetforen Gewaltakte angekündigt. Er galt bei Mitschülern und Lehrern als Waffennarr, der sich unter anderem für Kriegsspiele im Wald und für gewaltverherrlichende Computerspiele interessierte. Im Internet posierte er mit Gewehren und einer Maschinenpistole. Außerdem soll er über das Internet Waffen, Munition, Sprengstoffbestandteile und Zündschnüre gekauft haben.

Diskussion

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Amoklauf
Bedienungsanleitung für die Karte: Pfeilsymbole = Karte verschieben;
Plus- und Minussymbole = Kartenausschnitt vergrößern/verkleinern.
"Karte" = Straßen - kartenansicht;
"Satellit" = Luftbildaufnahme;
"Hybrid" = Luftbild mit eingezeichneten Straßen

Amokläufer in Schulen - eine Chronologie 17. Mai 2006: Ein 16 Jahre alter Internatsschüler wird in Schelklingen (Baden-Württemberg) erstochen. Ein Jugendlicher (17) gesteht die Tat im Oktober. 2. Juli 2003: Ein 16-jähriger Realschüler schießt im fränkischen Coburg auf seine Klassenlehrerin und eine Schulpsychologin. Danach tötet sich der Jugendliche selbst. 26. April 2002: Der 19-jährige Robert Steinhäuser erschießt im Erfurter Gutenberg-Gymnasium zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten, dann tötet er sich selbst. 19. Februar 2002: In einer Berufsschule im bayerischen Freising tötet ein 22-Jähriger den Direktor und verletzt einen Lehrer schwer. Anschließend begeht der vorbestrafte ehemalige Schüler Selbstmord. Zuvor hatte er in einer Firma zwei Ex-Kollegen erschossen. 16. März 2000: Ein Schüler (16) schießt in Brannenburg (Bayern) einem Internatsleiter in den Kopf. Anschließend verletzt sich der Jugendliche selbst schwer. 9. November 1999: Im sächsischen Meißen stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast in ein Klassenzimmer und tötet seine 44-jährige Lehrerin mit 21 Messerstichen.

DPA/AP
KOMMENTARE (10 von 27)
 
Speed813 (24.11.2006, 08:58 Uhr)
Warum ist immer nur eine Sache Schuld?
Meiner Meinung nach ist es ziemlich schwach von den Politkern, dass sie alle meinen, nur die "Killer-Spiele" seien dran Schuld. Denn wenn man mal überlegt, nur als Beispiel, ich bin Azubi als IT-Systemkaufmann und in meiner Berufsschulklasse, spielen ungefähr 90% der Kollegen solche Spiele, warum starten die dann keinen Amoklauf. Es ist doch Tatsache, dass die Politik nach jedem Amoklauf immer irgendwas unternehmen möchte, da ist es natürlich einfach, mal ebend die PC Spiele zu verbieten, dass ganze wird dann für einige Zeit schön hoch gepuscht und dann ist wieder Ruhe. So wie in Erfurt, man hat nach Erfurt auch schon ein Verbot ausgehändigt, trotzdem passieren solche Dingen. Klar ist so etwas schlimm, gar keine Frage, nur sind nicht ausschließlich "Killer-Spiele" dran Schuld, ich denke das es mehrere Faktoren gibt, die einen Menschen zu so etwas bringen. Viel schlimmer als PC Spiele sind zum Beispiel Schulen, der Druck in einer Schule, zu anderen gehören zu wollen, Markenklamotte tragen oder etliche andere Sachen, ist meißt viel schlimmer. Aber ich denke es gibt nicht nur eine Ursache für so eine Tat, man sollte alles zusammen ziehen. Und wenn man dann die "Killer-Spiele" betrachtet sind sie nur ein ganz kleiner Teil. Aber wie gesagt, die Politik will es sich so einfach wie möglich machen. Wenn sie die Spiele verbieten wollen, dann müssen sie auch etliche Kinofilme, oder auch DVD's verbieten, dann darf man nicht einmal die Nachrichten schauen, denn dort wird sehr oft die schlimme Realität gezeigt, mit den ganzen Kriegen, so etwas könnte dann auch ein Auslöser sein.
Wenn man mich fragen würde, gibt es so viele Punkte die zu so einer Tat führen könnten, aber man erwähnt immer nur eine.
todesfrosch (23.11.2006, 00:23 Uhr)
KILLERSPIELE
Warum werden eigentlich nach jedem Amoklauf nur die sog. Killerspiele verantwortlich gemacht ? Dabei wird jedesmal unter den Tisch gekehrt , dass der Täter in Erfurt wie auch in diesem Fall mitglieder in einem Schützenverein waren . Wenn man davon ausgeht , dass ca.1,67mio Deutsche in Schützenvereinen sind und ca.8mio Killerspiele spielen ,dann waren von Schützenvereinen ca 0,00001% und nur 0,0000025% "Gamer" . Trotzdem schreit niemand nach einem Verbot der Schützenvereine obwohl diese anhand der Zahlen doch eindeutig gefährlicher wirken . Zusätzlich lernen dort die Potentiellen Amokläufer zu schießen und erhalten die Möglichkeit auf legalem Weg an Waffen zu kommen .(Ich bin keinesfalls für ein Verbot von Schützenvereinen , dies soll nur als Beispiel gelten das die killerspiel nur einen extrem kleinen Anteil an solchen Taten haben .)
DerNamenlose01 (21.11.2006, 19:35 Uhr)
War ja klar.
wieso denn nicht gleich clans, die counterstrike oder vergleichbares spielen als terroristische organisation einstufen?
ist doch total sinnlos ballerspiele zu verbieten, bei 12 millionen computerspielern, wo mindestens 1/3 auch egoshooter spielen passiert doch auch nichts.
da kann man genauso gut autos verbieten, wieviele bringen sich und andere als geisterfahrer jährlich um?
oder wie vor kurzem in dresden wo ein selbstmörder in einen zug gefahren ist?
viel schlimmer ist das man sich über das internet scharfe waffen besorgen kann.
und immer von jeden medien auf counterstrike rumhacken ist total dämlich, vor allem weil dieses spiel viel harmloser ist als viele andere titel...
naja, ich werd weiter eine runde zocken und dann niemanden umbringen, wie viele, viele andere spieler auch
mfg ferenc cseke
Spocks_Kommentar (21.11.2006, 18:05 Uhr)
Der häßliche konservative Krisengewinnler hat wieder Hochkonjunktur!
Gott sei Dank, ein Amoklauf! Kein Sexualmord, kein Terroranschlag, aber fürs Erste tuts ein Amoklauf ja auch. Man hört das Aufatmen der christlich-konservativen Law-and-Order-Politiker wie ein Frühlingsrauschen durch das Land gehen und schon hagelt es die üblichen Rufe nach Verbot, besserem Jugendschutz und schärferen Gesetzen. An die wahren Probleme geht niemand.
Das Problem ist nicht das Spiel, das Problem ist, daß der Kerl Waffen hatte. Außerdem ist er volljährig und hätte sich auch ein indexiertes Spiel kaufen können. Das Problem ist aber noch viel mehr das Bewußtsein in Deutschland. In Deutschland ist alles schlimmer als Gewalt.
Wenn Soldaten mit Knochen spielen regt man sich auf, wenn sie töten, nicht. Wenn junge Menschen Counterstrike spielen, regt man sich auf, wenn sie bei der Bundeswehr zum Morden ausgebildet werden, nicht. Wenn jemand ein Kind streichelt, ist er ein Schwerverbrecher, wenn er es schlägt ist ihm die Hand ausgerutscht. Wen wunderts, daß die Kids dem nacheifern.
Wenn sich solche Dinge nicht wiederholen sollen, brauchen wir 4 Dinge:
- Ein absolutes Waffenverbot, auch für Vereine und Hobbyjäger
- Ein anderes Bewußtsein gegenüber Gewalt
- Politiker, die sich nicht sofort als parteipolitische Kriegsgewinnler aufspielen, wenn etwas passiert
- Wähler, die solche Politiker ins Abseits stellen und nicht mehr wählen.
Dann kann es zu einem anderen Klima kommen und dann spielen die Menschen vielleicht auch von selbst nicht mehr Counterstrike, weil sie Gewalt verabscheuen.
Aber womit rechtfertigen unsere Rechten und Konservativen dann ihre Daseinsberechtigung?
Antijokolin (21.11.2006, 16:50 Uhr)
Aggressiv
Aggression verursachen nicht die Games, sonder die teilweise wirklich dummen Aussagen mancher Politker. Ich bin fast 50 Jahre alt und habe erst am letzten Wochenende mit meinem Sohn und 5 seiner Freunde eine Lan in unserem heiliegn Konferenzraum durchgeführt. Gezockt -so nennt man das- wurde u.a CS, also Couterstrike. Ein Spiel bei dem es um Reflexe, Reaktionen und Taktik geht. Die Jungs sind sowas von friedlich, das es schon fast unheimlich ist. Mich ärgern Aussagen von nicht informierten "Sachverständigen" und Politikern die noch nicht einmal den Rechner ohne fremde Hilfe ans Laufen bekommen, die die Spielkultur und die damit verbundenen Freundschaften nicht kennen. Es gibt in Teams keine Ausländer, es gibt nur Teams. Gelebte Integration. Ein Verbot dieser Games würde wahrscheinlich eine wirkliche Welle der Gewalt auslösen, die wäre allerdings Wirklichkeit. Game over.
Antijokolin
P.Aurelius (21.11.2006, 13:59 Uhr)
Helft lieber den Lehrern, Lehrer zu sein
Dieter Wiefelspütz hat Recht. Es wird über das richtige Thema falsch diskutiert. Das ist wie bei den Drogen. Einmal in der Welt, kriegt man sie durch Verbote nicht mehr aus der Welt. Verbot oder nicht - viel wichtiger ist die Frage, wie den Gefährdetengruppen die Möglichkeit eröffnet werden kann, sich frei gegen den Drogenmissbrauch oder den Befall vom geistigen Virus solcher Spiele zu entscheiden. Das ist die pädagogische Herausforderung, aber auch das Dilemma. Aufklärung oder ein offenes Unterrichtsgespräch, in dem die Schüler ernst genommen werden, wird oft schon als "Werbung" missverstanden, es hagelt dann Eltern und Kollegenproteste. Hab ich in meiner Zeit als Lehrer selbst erleben müssen. Ob aber eine Tabuisierung der vielfalch außerschulisch bestimmenden Realität der Schüler die richtige Strategie sein kann? Solche Ausblendungen haben ihren Preis. Es existieren dann Parallelwelten, denen wir uns nicht stellen. Lässt man sie zu, bedeutet das ein mehrdimensionales Risiko. Das sollten wir abfedern und uns hinter die Pädagogen stellen, die den Mut haben, ihren Schülern zu gestatten, ihre Realität in die sonst zur Scheinrealität degenierende Realtität des Unterrichts einzubringen. Sie wünschen sich oft nichts sehnlicher, als dass beides zusammengeht. Dann sind sie erfahrungsgemäß voll bei der Sache und erleben Schule nicht als ein lebensfernes Dressiertwerden auf für sie sinnlose Ziele hin - als jene "Verarsche", die der Amokläufer in seinem Abschiedsbrief beklagt hat, der leider - von wem auch immer - vom Netz genommen wurde; und leider auch von dem Amateurjournalisten Tamai, auf den von allen Seiten Druck ausgeübt wurde. Wer glaubt, durch Totschweigen oder Tabusetzung dem Problem beizukommen, erweist einer Prävention schlechte Dienste. Denn Gefährdungspotenziale wie Drogen oder solche Spiele werden erst richtig gefährlich, wenn als Paraleluniversum eine heile Scheinwelt errichtet wird, die ihre Realtiät (und die der dahinterstehenden Probleme junger Menschen) zu ignorieren versucht. Helft den Lehrern, die Schüler ernst zu nehmen, wie sie sind - und fallt ihnen nicht in den Rücken, wenn sie es tun!
ygramul (21.11.2006, 13:46 Uhr)
alter hut.
die wissenschaft hat sich nicht erst seit robert steinhäuser, aber seitdem besonders intensiv mit den ego-shootern beschäftigt. seitdem ist bekannt: diese spiele beeinflussen zwar das aussehen, die abläufe eines amoklaufs (die täter stellen die spiele teilweise nach), aber sie LÖSEN SIE NICHT AUS. ähnliches gilt für den konsum von musik wie von slipknot. warum muss das nur immer wieder durchgekaut werden? das sollte sich mittlerweile auch bis zu den politikern rumgesprochen haben, die ja schließlich in solchen fällen entscheidungsgewalt haben! aber die informieren sich ja seltsamerweise oft als letzte....
ChristianBremen (21.11.2006, 12:54 Uhr)
Dann fordere ich...
ein Verbot von Filmen, denn die werden auch immer brutaler. Also schliesst die Kinos. Und die TV Sender dürfen dann den ganzen Tag nur noch die Teletubbies senden.
Den geschnittenen Schrott kann ich langsam sowieso nicht mehr sehen!
Linuslaner (21.11.2006, 12:47 Uhr)
Schule nachgebaut? Na und??
Hallo,
ich versteh das Problem nicht!
Ich hab auch mit 18 meine Schule am PC nach gebaut und das sogar mit dem Wissen der Lehrer! War eine Praxis-Arbeit fürs Abi und ich hab 13 Punkte (1-) dafür gekriegt. Wo ist also das Problem???
Ich bin nicht Amok gelaufen und ich spiele auch gerne Counter-Strike!
Ein Verbot wird das Problem nicht lösen. Denn die Wut die zu einer solchen Tat führt wird nicht durch das Spiel entwickelt sondern durch das Umfeld - vor allem durch Mitschüler. In jeder Klasse gibt es 1-2 Schüler die als ausgestoßen gelten. Sie sind Freiwild für jeden und werden bei jeder Gelegenheit gemobbt! Das dadurch ein Teufelskreis entsteht ist eigentlich klar. Aus Angst ausgelacht zu werden meldet man sich nicht mehr und versucht die Schule generell zu meiden. Die Noten gehn in den Keller, man bleibt sitzen und kommt in ein neues Umfeld. Dort ist man automatisch wieder der Ausgestoßene. Dadurch entsteht ein Hass auf alles was mit Schule zu tun hat. Wenn die einzigste Anerkennung die solch ein Mensch bekommt durch das verteilen von virtuellen Headshots entsteht und dieser Mensch OHNE PROBLEME AN WAFFEN KOMMT (was ich viel schlimmer finde als das Spielen am PC) ist es kein Wunder das eine solche Bombe irgendwann hochgeht! Wenn man sich ansieht, dass in Deutschland Amokläufe fast nur noch in Schulen stattfinden, sollte man hier ansetzen und z.B. mehr Sozialarbeiter in die Schulen schicken die solchen Leuten helfen! Aber es is ja viel einfacher Computerspielen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
steelberg (21.11.2006, 12:31 Uhr)
Alle Jahre wieder
Alle Jahre wieder hacken die Politiker auf das böse CounterStrike ein.
Und übersehe, dass es viel schlimmere Spiele gibt. Ein Verbot hilft jedoch gar nicht, weil sich die meistens Kids die Spiele einfach aus dem Netz ziehen.
Versagt haben hier die Schule und das Elternhaus, die die Probleme des Jungen nicht erkannt haben. Aber ein Verbot ist natürlich viel leichter zu fordern als die Schule mal auf ihre pädagogischen Konzepte zu überprüfen.
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