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3. August 2010, 21:40 Uhr

Bierwagenfahrer tötet acht Kollegen

Er war zu einem Gespräch über seine Arbeitsleistung geladen - und kam bewaffnet. Der 34-jährige Angestellte schoss auf dem Gelände eines Getränkelieferanten um sich, tötete acht Kollegen und sich selbst.

Dass aus dem Termin mit dem Chef kein netter Plausch werden würde, schien der 34-jährige Angestellte eines Getränkelieferanten geahnt zu haben. Es sollte ein Gespräch werden über seine Arbeitsleistungen und seine Perspektiven in der Firma. Vermutlich hat ihm sein Chef während dieses Gesprächs auch die Kündigung nahegelegt.

Der Getränkewagenfahrer hatte sich auf das Gespräch vorbereitet. Nicht mit guten Argumenten, sondern mit einer scharfen Waffe. Nach dem Termin bei der Leitung des Familienunternehmens in der Stadt Manchester - nordöstlich von New York - schoss der Mann auf dem Firmengelände am Dienstag um sich und tötete acht Menschen. Anschließend erschoss er sich selbst. Während des Amoklaufs war Schichtwechsel auf dem Firmengelände, weitaus mehr Menschen erlitten Schusswunden und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zahlreiche Rettungswagen waren im Einsatz.

"Er fing sofort an zu schießen"

Die genauen Gründe sind noch unklar, die örtliche Zeitung "Hartford Courant" zitiert aber eine Nachbarin, wonach sich der Mann, ein Schwarzer, mehrfach über rassistische Ausfälle in dem Unternehmen beschwert haben soll. "Er fing sofort an zu schießen", sagte ein Gewerkschafter der Zeitung.

Der Amokläufer wurde später mit einer Schusswunde tot aufgefunden. Die Polizei teilte mit, keiner ihrer Beamten habe auf ihn geschossen. Zu seinen Opfern gehören ein Mann aus der Eigentümerfamilie und ein Gewerkschaftsfunktionär. Einer der Toten soll ein 60 Jahre alter Getränkewagenfahrer gewesen sein. Nach Angaben der Zeitung habe der nach 30 Jahren in dem Unternehmen in wenigen Monaten in den Ruhestand gehen wollen.

Die Waffe wird als halbautomatisches Gewehr vom Kaliber .223 beschrieben. Diese relativ kleine Patrone ist als "NATO-Kaliber" auch die Standardmunition zum Beispiel der Bundeswehr. Es ist aber auch ein beliebtes Jagdkaliber.

swd/DPA/AFP
 
 
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