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Rund einen Monat nach dem Amoklauf von Ansbach haben am Freitag Jugendliche mit einer sogenannten Softair-Waffe an einer Landshuter Schule einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 16 und zwei 17 Jahre alte Jugendliche wurden vorläufig festgenommen, die Pistole wurde in der Schule sichergestellt, wie die Straubinger Polizei berichtete.
Gut sieben Monate nach dem blutigen Amoklauf von Ansbach hat der angeklagte Abiturient gleich zu Prozessbeginn die Tat gestanden. 13 Schüler und zwei Lehrer hatte er teilweise schwer verletzt. Mitleid empfindet der 19-jährige Täter aber immer noch nicht.
Aufregung an einer Volkshochschule in Landshut. Weil drei minderjährige Schüler mit einer Softair-Waffe rumhantiert haben, löste die Polizei einen Großeinsatz aus. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Tat der Jungen soll aber kein Einzelfall gewesen sein.
Auf den Amoklauf von Ansbach folgten die üblichen Forderungen: Lehrer sollten aufmerksamer sein, Eltern beschützender erziehen. Die Gründe, die jemanden zum Täter machen, sind aber komplexer.
Wo immer Amokläufer andere Menschen in den Tod reißen - die Motive bleiben auch nach intensiven Ermittlungen meist vage. Das scheint im Fall des Ansbacher Täters Georg R. anders zu sein.
Nach dem Amoklauf von Ansbach vernimmt die Polizei weitere Schüler und Lehrer als Zeugen, während der Täter noch im künstlichen Koma liegt. Experten fordern, Selbstmord bei der Diskussion die Motive jugendlicher Amokläufer mehr zu berücksichtigen.
Der Amokläufer von Ansbach galt in der Nachbarschaft als "normaler Junge". Parallelen zu Tim K. drängen sich auf. Das Opferbündnis von Winnenden ist alarmiert und kritisiert die Politik.
Der Amoklauf von Ansbach war offenbar seit langem geplant. Bei einer Durchsuchung des Zimmers des Gymnasiasten stießen Ermittler auf ein Kalenderblatt mit dem Eintrag "17.9. Apokalypse". Ein Testament datierte Georg R. auf 9/11, den Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center.
Polizeigewerkschaft und Lehrerverband gehen nach dem Amoklauf von Ansbach hart mit der Politik ins Gericht. Trotz schlimmster Vorfälle in jüngster Zeit sei nichts passiert. Es gebe weder mehr Sozialarbeiter noch zusätzliche Schulpsychologen. Dringend nötig sei ein flächendeckendes Frühwarnsystem an den Schulen.
Der Amoklauf an einem Gymnasium in Ansbach sollte möglicherweise die persönliche "Apokalypse" des Täters sein. Offenbar war der 18-jährige Schüler seit längerem in Therapie.
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