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29. März 2009, 14:06 Uhr

Länder erwägen verschärftes Waffenrecht

Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten erwägen die Länder deutliche Einschränkungen im Waffenrecht. Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer will den Umgang mit Sportwaffen und Munition drastisch einschränken.

Waffen, Waffenrecht, Amoklauf

waffen wie diese Pistole Glock 26 müssen in Zukunft sicherer verwahrt werden© Kai-Uwe Knoth/AP

In einem Positionspapier, das am Dienstag auf einem Treffen der Staatssekretäre der Innenministerien diskutiert werden soll, heißt es, dass die Munition zentral in Vereinsgebäuden und Schießstätten gelagert werden solle. Das berichtet der "Spiegel". Mit einer örtlichen Trennung von Waffe und Munition könne Missbräuchen wirkungsvoll vorgebeugt werden. Außerdem sollten Schützen erst nach drei Jahren regelmäßigen Schießens im Verein eigene Waffen erwerben dürfen, nicht wie bisher nach einem Jahr. Auch die Anzahl und die Auswahl an Waffen will Mäurer dem Bericht zufolge einschränken. Er schlägt eine Begrenzung auf in der Regel fünf Pistolen oder Gewehre vor.

Auch Paintball-Spiele in der Kritik

Es sollte zudem "grundsätzlich gelten, dass Schusswaffen, die bei der Polizei und oder beim Militär eingesetzt werden, im Schießsport nichts zu suchen haben". Ein weiterer Punkt sind laut "Spiegel" die Aufbewahrungsregeln: Es könnte dem Papier zufolge ein Straftatbestand für "unzureichende Aufbewahrung" geschaffen werden, wenn dadurch Straftaten möglich geworden sind seien. Schließlich sollten Spiele, bei denen man mit Farbkugeln aufeinander schießt, verboten werden, da sie "insbesondere Jugendlichen das Schießen als anregendes Spiel" näher brächten. Das Staatssekretärstreffen in Berlin ist nach dem Amoklauf von Winnenden anberaumt worden und soll sich vor allem mit den Fragen des Waffenrechts beschäftigen. Auch der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat sich für dessen Verschärfung ausgesprochen.

AP

 
 
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