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28. April 2008, 14:22 Uhr

Die Inzest-Kinder des Josef F.

Der Inzest-Fall von Amstetten in Niederösterreich hat tiefe Bestürzung ausgelöst. Ein Vater hat seine Tochter 24 Jahre gefangengehalten, sie missbraucht und sieben Kinder mit ihr gezeugt. Die Kinder sind zwischen fünf und 19 Jahre alt und haben teilweise noch nie das Tageslicht gesehen.

In diesem Verlies haben drei Kinder ihr ganzes Leben verbracht© Polizei Niederösterreich/AFP

Die Polizei hat folgende Informationen zu den Kindern, die der heute 73-jährige Rentner mit seiner nun 42-jährigen Tochter gezeugt hat.

Tochter Kerstin:
19 Jahre. Ihre Einlieferung in ein Krankenhaus löste die Aufdeckung des Falls aus. Die 19-Jährige sei angeblich am Samstag, 19. April, schwer krank und bewusstlos im Wohnhaus des Rentners in Amstetten abgelegt worden, teilte die Polizei mit. Es ist unklar, von wem. Bei ihr fand sich ein handgeschriebener Brief der seit 24 Jahren vermisst gemeldeten Mutter, die um Hilfe für die 19-Jährige bat. Die junge Frau hat ihr gesamtes bisheriges Leben mit der Mutter und zwei Geschwistern in dem Verlies verbracht.

Sohn Stefan:
18 Jahre. Auch er war sein Leben lang in dem Keller eingesperrt. Sein Name taucht in einem handschriftlichen Brief der Mutter im Mai 1993 auf.

Tochter Lisa:
15 Jahre. Das Kind taucht im Alter von neun Monaten in dem Mehrfamilienhaus des Rentners auf. Bei dem Baby lag ein handschriftlicher Brief der Mutter, in dem sie ihre ersten beiden Kinder erwähnt und erklärt, sie habe keinen Platz für ein drittes. Lisa wird von dem heute 73-Jährigen und dessen Frau aufgenommen.

Tochter Moni:
14 Jahre. Sie wird im Alter von zehn Monaten unter den selben Umständen wie Lisa in dem Haus des Rentners gefunden. Auch sie wird von dem Ehepaar aufgenommen.

Sohn Alexander: 12 Jahre. Er taucht wie seine Geschwister Lisa und Moni im Alter von 15 Monaten auf. Sein Zwilling starb wenige Tage nach der Geburt, weil er in dem Keller nicht versorgt wurde. Der Rentner soll die Kindsleiche verbrannt haben.

Sohn Felix:
5 Jahre. Die Mutter erwähnt das Kind in einem Brief, der vermutlich im Jahr 2003 geschrieben wurde. Es bleibt bei ihr im Verlies. Als die Aufdeckung des Falls ins Rollen kommt, erklärt der Rentner, die Tochter sei mit dem 18-jährigen Stefan und dem Fünfjährigen nach Hause zurückgekehrt.

Reuters
 
 
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