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30. März 2011, 10:50 Uhr

Zahl der Toten nach Geiseldrama in Tikrit steigt

Blutiger Anschlag im Irak: Bei einer Geiselnahme im Provinzparlament von Tikrit und der anschließenden Befreiungsaktion sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Knapp 100 weitere wurden verletzt.

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Freunde und Verwandte am Sarg eines der Opfer, das bei dem blutigen Anschlag ums Leben gekommen ist© Reuters

Nach dem blutigen Geiseldrama im Provinzparlament in der irakischen Stadt Tikrit ist die Zahl der Todesopfer auf 65 gestiegen, 95 weitere Menschen seien verletzt worden, meldete das Staatsfernsehen am Mittwochmorgen. Unter den Toten sind auch die zehn Geiselnehmer.

Extremisten hatten am Dienstag das Provinzparlament gestürmt und die dort tagenden Abgeordneten als Faustpfand genommen. Irakische Sicherheitskräfte drangen wenige Stunden später in das Gebäude ein, um die Gefangenen zu befreien. Zahlreiche Geiseln starben dabei. Unter den Getöteten sind Abgeordnete, Beamte, vier Generäle der irakischen Militärpolizei sowie ein Reporter des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija.

Bereits bei der Erstürmung des Parlaments durch die Extremisten am Vormittag waren zehn Menschen getötet worden. Die schwer bewaffneten Angreifer, von denen viele Polizeiuniformen trugen, zündeten vor dem Gebäude zwei Autobomben und lieferten sich mit den Sicherheitskräften ein Feuergefecht, ehe sie in den Sitzungssaal des Parlaments eindrangen.

kng/DPA
 
 
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