. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
8. Juli 2008, 13:04 Uhr

Moskau in Litwinenko-Mord verwickelt?

Lange wurde im Mordfall Litwinenko über eine Spionage-Affäre spekuliert, jetzt äußert sich zum ersten Mal ein ranghoher britischer Beamter - und beschuldigt den russischen Staat, bei der Ermordung des Ex-Agenten eine Rolle gespielt zu haben.

Litwinenkos Witwe, Marina, am ersten Todestag ihres Mannes am 23. November 2007© Kieran Doherty/REUTERS

Für eine mögliche Beteiligung der russischen Regierung an der Ermordung des Ex-Agenten Alexander Litwinenko 2006 in London gibt es nach Einschätzung eines ranghohen Vertreters der britischen Sicherheitsdienste "sehr starke Hinweise". In einem BBC-Bericht wurde der nicht namentlich genannte Mann mit den Worten zitiert, er sei überzeugt, dass der russische Staat in den Fall Litwinenko verwickelt sei. Dem Hörfunksender zufolge prangerte damit erstmals ein hoher britischer Beamter öffentlich Moskaus Rolle in dieser Angelegenheit an.

Zugleich wies er im Zusammenhang mit einem gescheiterten mutmaßlichen Versuch, den im britischen Exil lebenden russischen Milliardär Boris Beresowski zu ermorden, darauf hin, dass es den "Willen" gebe, "Operationen gegen im Westen lebende Menschen zu erwägen". Nach Angaben des britischen Inlandsgeheimdiensts MI5 halten sich in London mittlerweile ebenso viele russische Agenten auf wie zur Zeit der Sowjetunion.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte sich am Montag bei seinem ersten Treffen mit dem britischen Premierminister Gordon Brown am Rande des G-8-Gipfels in Japan für eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder ausgesprochen. Diese haben sich anderem wegen des Falls Litwinenko deutlich abgekühlt.

Der Kreml-kritische ehemalige Agent Litwinenko war im November 2006 in London mit Polonium vergiftet worden. Russland weigert sich, den von London als Hauptverdächtigen angesehenen früheren KGB-Agenten Andrej Lugowoi an Großbritannien auszuliefern.

AFP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
paulmaz (08.07.2008, 20:30 Uhr)
Neugierig
@ Saddams_Rache
Da sie ein grosser Experte in Sachen
Litwinieko sind und über detailiertes
Wissen verfügen, haben sie mich neu-
gierig gemacht. Erzählen sie doch mal
warum Litwinienko für die Russen "eine der grössten Bedrohungen unse-
rer Zeit" war. Oder haben sie viel-
leicht nur etwas zuviel "Bild" gelesen?
wintersaint (08.07.2008, 18:12 Uhr)
wenn es die USA wären
die verdächtigt würden wär hier aber die Hölle los! Nur weil es eben mal nicht die sind sondern die Großmacht im Osten kommen gleich wieder die Verschwörungen. Ähnliche Fälle hat es zur Genüge gegeben und dass es rausgekommen ist, lag nur dran, dass er zu lange gelebt hat. Geplant war, dass er sehr schnell stirbt.
Russlanddeutscher (08.07.2008, 17:27 Uhr)
Sachsenwini - sorry
der untenstehende Komentar sollte an die/den Saddams Rache gehen.
Nochmals sorry
Russlanddeutscher (08.07.2008, 17:12 Uhr)
sachsenwini
Als Russlanddeutscher, der russischen Sprache mächtig ist kann ich Dir bestättigen, dass Du dein Geld nicht Wert bist.
Solche billige, getarnte Provokationen - ( a la - wie heißt die italienische Hauptstadt mit drei Buchstaben) kann jeder durchschnittlicher russischer Internetnutzer idetenfizieren.
Auf fast jeder russischen "Billigseite" gibt es auch Anleitungen wie man den eigenen FSB in den Foren, oder Komentaren erkennt. Denke kaum, dass die Methoden viel anders sind, das hast du mir jetzt auch noch mal bestättigt.
Also in diesem Sinne hast du noch Nachholbedarf. :)
Saddams_Rache (08.07.2008, 16:14 Uhr)
@sachsenwini
da täuscht du dich aber gewaltig..
den russen sit es ziemlich scheissegal was andere sagen und erst recht denken..
die wissen genau, dass sich keiner traut denen vor die tür zu pissen..
dass alle nur rumschwätzen..
informationen die litwinienko preisgeben könnte waren eine der größten bedrohungen unserer zeit für das regime..
er musste weg.. eagl wie.. nur schnell weg
warum die den nich einfach abgeknallt haben geht ein wenig tiefer.. tut aber nix zur sache
sachsenwini (08.07.2008, 14:19 Uhr)
Wenn ein Geheimdienst einen abtrünnigen Doppelagenten liquidieren will,
dann täuscht er einen Unfall oder einen Suizid vor.
Ein derartig ungeschickter Mord mit radioaktivem Polonium soll ja geradezu auf den russischen Geheimdienst hinweisen, und so dumm sind die Russen nicht.
.
Es passt auch gut in die Panikmache der englischen Medien, jetzt diesen Fall wieder hervorzukramen, und die geheimnisvolle Verschwörungstheorie wieder aufzuwärmen.
.
Der kalte Krieg muss auf Befehl der USA wieder angeheizt werden.
Mannes (08.07.2008, 14:18 Uhr)
deswegen
Unter anderem wohl deswegen weil Litwinenko in London umgebracht wurde und das mit einem radioaktiven Stoff dessen Spuren sich durch die halbe Stadt gezogen haben! Also eine "Einmischung" finde ich in diesem Fall mehr als gerechtfertigt...
papaleo2000 (08.07.2008, 14:08 Uhr)
Litwinenko-Mord und die Briten
Wieso mischt sich der Westen immer öfters und ständig in innere Angelegenheiten Russlands ein?
Seltsam oder...
Mal Iran, mal Russland immer dasselbe Theater. Ich kann's nicht mehr hören.
Prolog: Bin Ladin und der Terrorismus
1 Akt: Die bösen Russen und Gazprom
2 Akt: Die bösen Chinesen und das Öl
3 Akt: Sie bösen Iraner und die Atombombe
Wann hört endlich diese Tragikkomödie endlich auf?
Known (08.07.2008, 13:52 Uhr)
Typisch
Angesichts der Mordmethode - Einsatz von Polonium(?) - sind gewisse Mutmaßungen gegenüber der russischen Regierung und deren Geheimdiensten sicherlich angebracht. So einen ähnlichen Fall hat es in der Vergangenheit schon mal gegeben, wer möchte google mal nach dem Namen "Georgi Markoff".
MEHR ZUM ARTIKEL
Fall Litwinenko Moskau weist britische Diplomaten aus

Der Streit, den der Mord an dem Ex-KGB-Spion Litwinenko ausgelöst hat, eskaliert: Nun sollen vier britische Diplomaten Moskau verlassen. Außerdem dürfen keine britischen Amtsträger mehr nach Russland einreisen. Und das ist noch nicht alles. mehr...

Boris Beresowski "Ich sollte ermordet werden"

Nach einer Warnung von Scotland Yard hat der russische Geschäftsmann Boris Beresowski kurzzeitig Großbritannien verlassen, um damit nach eigenen Angaben einem Mordkomplott zu entgehen. Der Oligarch und Putin-Kritiker macht den Kreml für den Mord an dem ehemaligen KGB-Agenten Alexander Litwinenko verantwortlich. mehr...

Mordfall Litwinenko Ein Krieg gerät außer Kontrolle

Warum musste Alexander Litwinenko sterben? Und wer brachte ihn um? In einem Buch beschreibt die Witwe des Ex-KGB-Spions die Hintergründe des Falls. "Es ist ein Krieg, der außer Kontrolle geraten ist", sagt ihr Co-Autor. Und Schuld daran sei Wladimir Putin. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe