Erst Kairo, dann Bengasi, jetzt Sanaa: Die Proteste in muslimisch geprägten Ländern eskalieren. Beim Sturm auf die US-Botschaft im Jemen gelingt es den Wachen nur mühsam, den Mob zurückzudrängen.
Eine aufgebrachte Menge hat sich am Zaun der US-Botschaft in Sanaa versammelt. Während die ersten versuchen, die Absperrung zu überwinden, verbrennt ein Demonstrant eine amerikanische Flagge.
Seit Tagen gibt es in vielen muslimischen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. In Kairo stürmten militante Islamisten die US-Botschaft, das US-Konsulat im libyschen Bengasi wurde mit Raketen und Granaten angegriffen. Dabei kamen US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter ums Leben, auch zahlreiche libysche Sicherheitskräfte starben.
Im Islam ist die Darstellung Gottes oder des Propheten Mohammed verboten. Der Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 ist zudem für militante Islamisten ein symbolisches Datum.