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Vorerst kein Gedenktag zur März-Revolution

Der 18. März ist wie der 9. November ein besonderer Tag in der Geschichte Deutschlands. Seit vielen Jahren kämpfen Abgeordnete und eine Bürgerinitiative für einen Gedenktag. Doch bisher vergeblich.

  Der Gedenktag sollte zur Erinnerung an die März-Revolution von 1848 und die ersten freien Volkskammerwahlen von 1990 (hier Wahlplakate unterschiedlicher Parteien in Dresden) eingeführt werden

Der Gedenktag sollte zur Erinnerung an die März-Revolution von 1848 und die ersten freien Volkskammerwahlen von 1990 (hier Wahlplakate unterschiedlicher Parteien in Dresden) eingeführt werden

Einen nationalen Gedenktag am 18. März zur Erinnerung an die März-Revolution von 1848 und die ersten freien Volkskammerwahlen von 1990 wird es so schnell nicht geben. Ein interfraktioneller Antrag dazu im Bundestag scheiterte jetzt im Vorfeld an Union und der FDP, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland der Nachrichtenagentur DPA.

Ursprünglich sei geplant gewesen, den Antrag noch vor dem 18. März (Montag) als Initiative aller fünf Fraktionen in den Bundestag einzubringen. Nun müsse beraten werden, wie es weitergehen könne, sagte Wieland, der die Aktivitäten zu dem Antrag koordiniert.

Der Antrag geht auf die gemeinsame Initiative der Abgeordneten Wolfgang Börnsen (CDU), Herrmann Otto Solms (FDP), Wolfgang Thierse (SPD), Petra Pau (Linke) und Wieland zurück. Er lautet: "Der Deutsche Bundestag bekennt sich zur besonderen historischen Bedeutung des 18. März 1848 und erinnert an die erste freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 in der ehemaligen DDR. Der Deutsche Bundestag appelliert an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, den 18. März zum nationalen Gedenktag zu erklären."

"Ein ganz besonderer Tag in der Geschichte Deutschlands"

Eine oder zwei Fraktionen allein würden den Antrag nicht stellen, sagte der Grünen-Politiker. "Wir wollten den nationalen Gedenktag im Einvernehmen durchsetzen und nicht mit einer Kampfabstimmung im Bundestag." Dieser fraktionsübergreifende Antrag sei gescheitert. Eine mögliche Alternative wäre, Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) um eine Initiative dazu zu bitten.

"Der Bundestagspräsident hat bei der Wahl des Bundespräsidenten den 18. März als ganz besonderen Tag in der Geschichte Deutschlands gewürdigt", sagte Wieland. "Deshalb nehmen wir an, dass wir bei ihm mit unserem Anliegen auf offene Ohren stoßen." Auch die Bürgerinitiative "Aktion 18. März" wirbt seit vielen Jahren für einen Gedenktag.

jat/DPA/DPA
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