Arbeitslosenquote bundesweit gesunken

29. September 2011, 13:32 Uhr

Die konjunkturelle Eintrübung hat und wird auch in den kommenden Monaten keine Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Mittlerweile hat die Arbeitslosigkeit sogar die Drei-Millionen-Marke unterschritten.

Die Arbeitslosigkeit ist im September in allen Bundesländern teils kräftig gesunken. In Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt etwa rutschte die Quote gleich um 0,6 Punkte nach unten - wenn auch von sehr hohen Ausgangniveaus. Berlin ist mit einer Arbeitslosenquote von 12,7 Prozent weiterhin Schlusslicht, während in Bayern gerade einmal 3,4 Prozent der Menschen einen Job suchen. Im exportorientierten Süden Deutschlands ging die Erwerbslosigkeit binnen Jahresfrist nach einem starken Anstieg in der Krise am deutlichsten nach unten: In Baden-Württemberg um 16,3 Prozent und in Bayern um 14,0 Prozent. Brandenburg (minus 1,0) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 1,9) hingegen konnten vom Aufschwung kaum profitieren.

Die konjunkturelle Eintrübung wird nach Einschätzung von Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise auch in den kommenden Monaten keine Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Dieser werde bis weit ins kommende Jahr hinein stabil bleiben, sagte Weise am Donnerstag in Nürnberg. "Nach unserer Einschätzung wird sich die Abkühlung der Konjunktur nicht so gravierend auf den Arbeitsmarkt auswirken, wie manche befürchten", sagte der Leiter der Bundesagentur für Arbeit. Zur Begründung verwies Weise dabei auf Umfragen der örtlichen Arbeitsagenturen bei Unternehmen.

Vor allem mittelständische Betriebe hätten von einer weiterhin guten Auftragslage berichtet, sagte Weise. Sie wollten auch weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen. "Es gibt beim Thema Konjunktur derzeit eine Differenz zwischen Gefühl und Fakten." Anders als Volkswirte deutscher Großbanken geht Weise weiterhin von einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von 2,90 Millionen aus. Die Volkswirte rechnen inzwischen mit einem Wert zwischen 2,95 und 2,97 Millionen.

Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt rechnet mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. "Auch in den kommenden Monaten werden wir unterhalb der Drei-Millionen-Marke bleiben", zeigte sich Hundt am Donnerstag optimistisch. In dieser Situation bekomme der zunehmende Fachkräftemangel aber immer größere Bedeutung.

Hundt plädierte erneut für eine Doppelstrategie, mit der das heimische Fachkräftepotenzial besser ausgeschöpft und die gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften erleichtert wird. Eine weiterhin positive Entwicklung des Arbeitsmarkts wird es nach seinen Worten aber nur dann geben, "wenn die Staatshaushalte in ganz Europa entschlossen konsolidiert und eine neue Stabilitätskultur etabliert werden".

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