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3. Juli 2010, 14:14 Uhr

Mixa nach Audienz bei Papst "erleichert"

Nach seinem Gespräch mit dem Papst ist der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa "erleichtert". Aus dem Vatikan hieß es, dass er sich nun zu einer "Zeit des Schweigens" zurückziehe. Wohin Mixa versetzt wird, ist noch unklar.

Mixa, Bischof von Augsburg, Vatikan, Papst Benedikt

Fühlt sich "erleichtert" nach dem Gespräch mit dem Papst: der Augsburger Ex-Bischof Walter Mixa© Focke Strangmann/APN

Der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa fühlt sich nach seiner Audienz bei Papst Benedikt XVI. am vergangenen Donnerstag "erleichtert". "Ich bin sehr froh, dass ich 50 Minuten lang mit dem Heiligen Vater freimütig und fröhlich habe sprechen können", sagte Mixa dem Nachrichtenmagazin "Focus". Über Details wolle er allerdings nicht reden, da der Heilige Stuhl dazu das Nötige veröffentlicht habe.

Nach Angaben des Vatikans räumte Mixa in der Audienz erneut Fehler und Irrtümer ein, "die zu einem Vertrauensverlust führten und die den Rücktritt unvermeidlich werden ließen". Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte dem Vatikan zufolge die "oft maßlose Polemik" kritisiert, die den Rücktritt Mixas begleitet habe.

Bis zur Neubesetzung kann es Monate dauern

Der 69-jährige Mixa zieht sich nun zu einer "Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets" zurück, wohin ist noch nicht bekannt. Das müsse noch entschieden werden. Danach wird er laut Vatikan wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge zur Verfügung stehen. Der Papst hatte am Donnerstag in der Privataudienz endgültig klargemacht, dass es für Mixa keinen Weg zurück auf den Bischofsstuhl gibt.

Inzwischen wird bereits über mögliche Nachfolger spekuliert. Doch erst wenn klar sei, wohin Mixa nach einem Auszug aus dem Augsburger Bischofspalais gehe, könne auch über Kandidaten für den Bischofsstuhl diskutiert werden, hieß aus dem Vatikan. Bis zu einer Neubesetzung können Monate vergehen.

Mixa hatte am 22. April seinen Rücktritt angeboten, nachdem massive Vorwürfe gegen ihn laut geworden waren. In seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen soll er Kinder geschlagen und Stiftungsgelder zweckentfremdet haben. In einem für den Vatikan ungewöhnlich schnellen Verfahren nahm der Papst das Gesuch am 8. Mai an.

lea/AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
jetrabbit (04.07.2010, 23:27 Uhr)
mixa
in seiner selbst herrlichkeit hat der kirche mehr geschadet als atheisten es könnten. und der papst ist wohl auch froh, das er sich nicht mehr äussern muss, geschweige denn eine besserung herbeizuführen.
hardius (04.07.2010, 13:21 Uhr)
Seelsorger Mixa
Vielleicht auch als Eheberater? Ein fröhliches Gespräch mit dem Pabst, dort hat man vermutlich Erlebnisse ausgetauscht.
Ja, diese ewig lächelnden "Ehrwürden" haben etwas, was man auch als schmierig bezeichnet!
rudilum2000 (04.07.2010, 08:02 Uhr)
Schluss mit der Märchenstunde
Wer braucht noch eine Kirche?
2000 Jahre hatte die Kirche Zeit um zu beweisen das es einen Gott gibt, 2000 fehlt der Hauch von einem Wissenschaftlichen Beweis das es sowas wie einen Gott oder auch ein Leben nach dem Tod gibt.
Welche andere Institution kann sich eine solche Volksverdummung leisten.
Hört doch mal endlich auf mit dieser Märchenstunde noch dazu in Zeiten der Krise. Die Kirche gehört abgeschafft, abgewickelt und lasst das Geld dann mal den wirklichen Hilfsbedürfitgen zukommen. Kirche ist etwas für Kleingeister die sich nicht mit so etwas definitives wie den Tod abfinden können.
Superroman (04.07.2010, 07:20 Uhr)
Seelsorger??
Unglaublich. Erst der Vorwurf der Mißhandlung durch Schläge. Mixa bestritt es. Dann das Dementi: Naja vielleicht ein bißchen Schläge. Dann der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs. Mixa bestritt es, bot aber seinen Rücktritt an und schon kamen die Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft zum erliegen. Dann macht Mixa den Hausbesetzer und möchte zu lasten des Steuerzahlers seine Behausung weiter bewohnen. Da muss der Vatikan dann mit Akten drohen, die sein Fehlverhalten inklusive sexuellen Mißbrauchs offenbaren. Mixa´s Äußerungen neben den Mißbrauchsvorwürfen sprechen auch für sich. Großmäulig. Und nach einer Audienz beim Pabst, soll er nun Seelsorger werden?? Man sollte mal die Seelen befragen, die unter seiner Obhut standen...
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