Messerattacke auf Grundschüler in China

17. Dezember 2012, 08:36 Uhr

Ein Mann in China hat Grundschüler mit einem Messer attakiert, 23 Kinder wurden dabei verletzt. Der Täter soll psychisch verwirrt sein - und aus Furcht vor dem Weltuntergang gehandelt haben.

China/Kriminalität/Gesellschaft/Geschichte/

Die Idee vom Weltuntergang treibt derzeit viele um: Für den 21. Dezember fürchten Verschwörungstheoretiker das große Ende, da dann die 13. Periode im Kalender der Maya endet.©

Geistige Verwirrung und Angst vor dem angeblich drohenden Weltuntergang steckt möglicherweise hinter der Messerattacke eines Mannes, der in Zentralchina 23 Grundschüler und eine ältere Frau verletzt hat. Gegen den 36-jährigen Ming Yongjun wurde am Montag Haftbefehl erlassen, wie die Behörden mitteilten. Der Mann sei "von den Gerüchten über das bevorstehende Ende der Welt psychologisch stark beeinflusst worden", berichten chinenischen Medien.

Die genauen Motive für die Bluttat müssten aber noch weiter untersucht werden. Der 36-Jährige war am Freitagmorgen in das Haus einer älteren Frau in Chenpeng im Kreis Guangshan (Provinz Henan) eingedrungen, hatte sie geschlagen und mit ihrem Küchenmesser verletzt. Anschließend ging Min Yongjun in die Grundschule und stach auf die Kinder ein, von denen 23 verletzt wurden. Lehrer und Polizisten überwältigten ihn schließlich.

Die meisten Kinder erlitten Kopfverletzungen oder Schnitte an Händen und Ohren, berichtete die Staatsagentur. Keiner der Verletzten sei in einem kritischen Zustand. Wie die Prophezeiungen über den Weltuntergang den 36-Jährigen beeinflusst haben, war zunächst unklar. Er leide seit langem unter Epilepsie, schrieb Xinhua. Sein gesundheitlicher und psychologischer Zustand sowie seine Fähigkeit zur Selbstkontrolle werden nach Behördenangaben untersucht.

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