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20. April 2009, 13:33 Uhr

Beförderung trotz 30 Strafzetteln

Ist das nun dumm oder dreist? Ein australischer Verkehrsminister sammelte 30 Strafmandate. Alle Rücktrittsforderungen wies er mit der Begründung zurück, er sei als abschreckendes Beispiel besonders für das Amt geeignet. Kurios: Die Strategie des Rasers ging auf - wenigstens zum Teil.

Verkehrsminister, Australien, Strafzettel, Beförderung

Verkehrsrowdy: Tom Koutsantonis sammelte 30 Strafzettel - und wollte nicht als Verkehrsminister zurücktreten© www.ministers.sa.gov.au

Ein australischer Verkehrsminister hat nach 30 Strafzetteln seinen Job verloren - und gleich einen neuen bekommen. Tom Koutsantonis, im Bundesstaat South Australia zuständig für Verkehrssicherheit, fuhr unter anderem zu schnell, ignorierte rote Ampeln und telefonierte am Steuer mit dem Handy, wie am Montag ans Licht kam. Die Strafzettel hat er dann auch noch geflissentlich übersehen. Einige Verkehrsdelikte landeten vor Gericht, wo der Minister zu Geldstrafen verurteilt wurde und seinen Führerschein verlor.

Richtig kurios wurde der Fall, als sich Koutsantonis mit Rücktrittsforderungen konfrontiert sah. Die wies der Verkehrssünder mit der frechen Begründung zurück, dass er als abschreckendes Beispiel doch besonders geeignet sei, nun für sichere Straßen zu sorgen.

Eine Argumentation, auf die sich der Regierungschef der australischen Provinz South Australia nur zum Teil einlassen wollte: Er setzte Raser Koutsantonis als Verkehrsminister ab – stattdessen darf er aber jetzt das Jugendministerium übernehmen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Eisenbaer (20.04.2009, 17:59 Uhr)
Gute Idee...
...und dazu ein Dienstfahrrad. Entweder er benimmt sich damit weiterhin wie gewohnt und er wird gemäß der Lehre Darwins eines schönen Tages platt gefahren oder er passt sein Verhalten an seine Null-Knautschzone an.
bernie-abg (20.04.2009, 17:12 Uhr)
Genial,...
...ein überzeugendes Vorbild für jugendliche Autofahrer, btw, was macht eigentlich der Wittke?
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