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Endloser Prozess? Marco W. muss weitere Monate auf sein Urteil im Missbrauchsprozess in der Türkei warten. Das Gericht hat die Verhandlung auf April vertagt. Marcos Verteidiger sind optimistisch, dass die Richter den 18-Jährigen dann freisprechen.
Schon eineinhalb Jahre wird in der Türkei gegen den deutschen Schüler Marco Weiss wegen Missbrauchs verhandelt, Mittwoch ist der nächste Termin. Nun hat sich die Familie an die Medien gewandt. Sie kritisiert den Anwalt des angeblichen Opfers scharf ? und berichtet über Marcos schwierigen Weg in ein normales Leben.
Erneut ist der Prozess gegen Marco Weiss verschoben worden. Fortsetzung folgt. Allerdings glaubt selbst Ömer Aycan, Anwalt des mutmaßlichen Opfers Charlotte, nicht mehr daran, dass der 18-jährige Uelzener ins Gefängnis muss.
Marco Weiss wird am 1. April in der Türkei wohl zur Fortführung des Missbrauchsprozesses vor Gericht erscheinen. Das kündigte sein Anwalt Michael Nagel an. Gegen die Freilassung Marcos hat der Anwalt des Mädchens Charlotte nun Beschwerde eingelegt und Strafanzeige gegen Marcos Verteidiger gestellt.
Marco W. hofft, Weihnachten zu Hause feiern zu können. Die Anwälte des deutschen Schülers wollen beim nächsten Prozesstermin am Freitag die Freilassung aus türkischer Haft beantragen. Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers macht Marco indes keine Hoffnungen. Er rechnet mit einer sehr langen Haftstrafe für den 17-Jährigen.
Nach einer weiteren Gerichtsverhandlung im Fall Marco W. entbrannte zwischen den Rechtsanwälten des Angeklagten und des mutmaßlichen Opfers ein heftiger Streit. Während der junge Deutsche auf dem Weg zurück in türkische Gefängnis war, hagelte es gegenseitige Beschuldigungen - alles zum Nachteil von Marco.
Marco W. bleibt weiter in türkischer Haft, der Prozess wurde erneut vertagt, weil die Aussage des 13 - jährigen Opfers nicht verwertbar sei. Türkeiexperten fordern unterdessen die Freilassung Marcos auf Kaution oder die Fortsetzung des Verfahrens in Deutschland.
Der in der Türkei inhaftierte Marco W. soll nach dem Willen des Anwalts der angeblich vergewaltigten Charlotte zur höchst möglichen Strafe verurteilt werden: 15 Jahre. Ömer Aycan begründet seine Forderung mit "seelischen Schäden" seiner Mandantin.
2 Jahre, 2 Monate und 20 Tage - so lautet das Urteil im Missbrauchsprozess gegen Marco Weiss. Das Gericht im türkischen Antalya setzte die Strafe zur Bewährung aus. Die Anwälte des deutschen Schülers wollen in Revision gehen und einen Freispruch erkämpfen.
Obwohl ein Gutachten die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht bestätigt hat, muss der deutsche Schüler Marco Weiss damit rechnen, in der Türkei wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung verurteilt zu werden. Die Anklage befand den 19-Jährigen im Plädoyer für schuldig. Marcos Verteidiger mag nun keine Prognosen mehr abgeben.
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