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18. September 2008, 13:14 Uhr

Jetzt auch Joghurt und Eiscreme verseucht

Der chinesische Babymilch-Skandal zieht immer größere Kreise. In acht von 30 untersuchten Stichproben des Olympia-Sponsors Yili wurde die giftige Chemikalie Melamin nachgewiesen. Inzwischen sind auch Milch, Joghurt und Eiscreme betroffen. Ein viertes Baby ist nach dem Genuss von verseuchter Babymilch gestorben.

Mütter in der Provinz Hebei stehen an, um sich Formulare für eine kostenlose Ultraschalluntersuchung ihrer Babys aushändigen zu lassen. In China sind mehr als 6000 Kleinkinder nach dem Genuss von verseuchter Babymilch erkrankt© Gong Zhihong/AP

Der Milchpulver-Skandal in China hat sich auf Milch, Joghurtprodukte und Eiscreme ausgeweitet. Der gefährliche Zusatzstoff Melamin sei auch von einem Sponsor der Olympischen Spiele in Peking verwendet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Nach offiziellen Angaben starb ein viertes Baby an den Folgen der Nierenvergiftung, die die Chemikalie auslöst. Mindestens 158 Kleinkinder litten unter Nierenversagen, 6344 weitere Babys seien erkrankt, hieß es weiter.

Die Regierung von Hongkong ließ alle Produkte des Olympia-Sponsors Inner Mongolia Yili Industrial aus den Regalen nehmen, nachdem Melamin in acht von 30 Angeboten des Unternehmens festgestellt worden war. Insgesamt sind inzwischen 22 Firmen in den Skandal verwickelt. Zwei chinesische Unternehmen haben ihr Milchpulver zudem in den Jemen, nach Bangladesch, Birma, Gabun und Burundi exportiert. Die Aufsichtsbehörde habe die Firmen aufgefordert, ihre Produkte zurückzurufen, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums.

In der Provinz Hebei beschlagnahmte die Polizei 222 Kilogramm Melamin, das den Proteingehalt eines Produkts erhöht, aber Nierensteine und andere Organschäden verursachen kann. Zwölf weitere Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Damit wurden im Zusammenhang mit dem Skandal nun insgesamt 18 Menschen in Gewahrsam genommen.

Der Milchpulver-Hersteller Sanlu habe noch immer 35 Tonnen des verseuchten Produkts nicht gefunden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den neu berufenen Chef des Unternehmens, das zu 43 Prozent dem neuseeländischen Lebensmittelkonzern Fonterra gehört. Das Sanlu-Produkt hatte den Skandal ausgelöst. Es war vor allem bei ärmeren Eltern beliebt, weil es als zuverlässig, aber relativ billig galt.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Gisella (18.09.2008, 16:35 Uhr)
China
-mit diese Verbrechern machen wir Geschäfte- giftige Spielzeuge, Elektrogeräte, die anfangen zu brennen. -Ist uns passiert-Unterschrank Mikrowelle fing Feuer-während Abwesentheit. Verlangen wir doch den Nachweis -wo wurde angefertigt-und dann nichts mehr aus China kaufen.
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