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Der Mordverdächtige wurde entführt, Körperteile des Opfers sind verschwunden - und die Justiz streitet. Der Prozess im Fall der 14-jährigen Kalinika Bamberski wird nun endlich wieder aufgerollt. Noch immer ist nicht klar, wer das Mädchen vor fast drei Jahrzehnten vergewaltigt und getötet hat. Doch die Beweislage ist erdrückend.
Ein Mädchen stirbt, der Täter wird nie gefunden. Damit sich das ändert, lässt der Vater der Toten den Hauptverdächtigen nach Paris entführen. Dort beschloss das Gericht nun: Der ungelöste "Fall Kalinka" wird verhandelt.
Dieter K., Angeklagter im Fall Kalinka, präsentierte sich abgemagert und auf Krücken. Sein Anwalt nutzte den ersten Prozesstag, um das Gericht anzugreifen: Das Verfahren verstoße gegen die Grundrechte. Der Vater des getöteten Mädchens hatte den deutschen Arzt entführen lassen, damit der Mordfall nach 30 Jahren endlich wieder aufgerollt wird.
André Bamberski hat endlich erreicht, wofür er seit fast dreißig Jahren gekämpft hat: Der deutsche Mediziner Dieter K.
Andre Bamberski wird nicht nach Deutschland ausgeliefert. Ein Gericht in Toulouse lehnte jetzt einen entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten ab. Bamberski hatte zugegeben, die Entführung eines deutschen Arztes nach Frankreich organisiert zu haben, den er für den Mörder seiner Tochter Kalinka hält.
Gleiches Spiel, vertauschte Rollen: Ein juristisches Tauziehen zwischen Deutschland und Frankreich verhinderte vor 25 Jahren, dass der wegen Mordes an der 14-jährigen Kalinka Bamberski verurteilte Dieter K. seine Strafe in einem französischen Gefängnis absaß. Nun streiten die Nachbarländer wieder: Diesmal verlangen deutsche Behörden die Auslieferung eines Täters.
Kalinka war 14, als sie 1982 einen mysteriösen Tod starb. Seither jagt ihr Vater einen Deutschen - und hat ihn nun nach Frankreich entführen lassen. Eine Geschichte über Schmerz und Recht.
Fast 30 Jahre nach dem Tod der 14-jährigen Kalinka Bamberski hat ein Pariser Schwurgericht den deutschen Arzt Dieter K. zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er soll seine Stieftochter mit einer Spritze getötet haben.
Der deutsche Arzt Dieter K. soll seine Stieftochter getötet haben. Die Anklage fordert 15 Jahre Haft, die Verteidigung Freispruch. Der Fall Kalinka beschäftigt die Justiz seit knapp 30 Jahren.
Vor 25 Jahren wurde die 15-jährige Französin Kalinka tot im Haus des deutschen Arztes Dieter K. entdeckt. Am Sonntag lag Dieter K. gefesselt und geknebelt in Mülhausen in einem Hauseingang. Jetzt hat Kalinkas Vater zugegeben, die Verschleppung des Mannes nach Frankreich organisiert zu haben - weil er ihn für den Mörder hält.
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