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26. Dezember 2007, 12:21 Uhr

Drei Kinder sterben bei Familientragödien

Zwei Familientragödien mit drei toten Kindern haben an Weihnachten Bayern erschüttert: Eine 37 Jahre alte Frau aus der Oberpfalz hat gestanden, ihre beiden zwei und drei Jahre alten Söhne erstickt zu haben. In München hatte ein Vater zuerst seinen acht Jahre alten Sohn und dann sich selber getötet.

In diesem Haus in Beratzhausen wurden die Leichen von zwei Kindern entdeckt© Lennart Preiss/ddp

An Weihnachten sind in Bayern bei zwei Familiendramen drei Kinder getötet worden: Im oberpfälzischen Beratzhausen bei Regensburg erstickte eine 37 Jahre alte Mutter am ersten Weihnachtsfeiertag ihre zwei und drei Jahre alten Jungen. Die Frau hat möglicherweise psychische Probleme. In München tötete ein 43 Jahre alter Vater seinen achtjährigen Sohn und dann sich selbst. "Hintergrund der Tat ist offensichtlich ein Sorgerechtsstreit um den Sohn", berichtete ein Polizeisprecher. Der Junge wurde am Dienstag im Haus des Informatikers tot auf der Couch neben dem Christbaum gefunden. Die Leiche des 43 Jahre alten Vaters lag im Bett des Sohnes.

Ministerin fordert schnelle Maßnahmen

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) verlangte schnelle Maßnahmen zum Schutz von Kindern. Die Kinder müssten ins Zentrum der Gesellschaftspolitik rücken. "Für mich ist es unfassbar, wie sich solche Dramen vor unser aller Augen abspielen können. Gerade der extreme Kontrast zwischen dem weihnachtlichen Frieden und diesen erschütternden Taten muss jeden wachrütteln", erklärte die Ministerin. Jeder Einzelne stehe in der Verantwortung, ein Wegschauen dürfe es nicht geben. "Auch auf Hinweise auf psychische Probleme muss reagiert werden, um diesen Menschen rechtzeitig helfen zu können."

Bei dem Drama in Beratzhausen schließt die Polizei nicht aus, dass die Frau psychisch krank ist. Die weiteren Ermittlungen sollten dies klären. Die Großmutter hatte die Leichen ihrer Enkel mehr als drei Stunden nach der Tat gefunden und die Polizei alarmiert. Die Eltern des Ehemannes wohnen im Erdgeschoss des Hauses, in dem die vierköpfige Familie unter dem Dach lebte. Die Großeltern wurden auf das Verbrechen aufmerksam, nachdem es in den Vormittagsstunden des ersten Weihnachtsfeiertages im Haus so ruhig war. Als die Großmutter hoch ging, fand sie die beiden toten Kleinkinder im Badezimmer. Die Mutter saß still in einem anderen Zimmer.

Die 37-Jährige legte bei den Vernehmungen ein umfassendes Geständnis ab. "Das Motiv liegt noch völlig im Dunkeln", sagte ein Polizeisprecher. Die Frau sollte dem Haftrichter vorgeführt werden. Ob sie dann in eine Psychiatrie eingewiesen wird, war noch unklar.

Der 45 Jahre alte Vater hatte am frühen Dienstag die Wohnung verlassen, um in den benachbarten Landkreis Neumarkt an seine Arbeitsstelle zu fahren. Nach der Gewalttat wurde auch er vorübergehend von der Polizei festgenommen. Die Kripo geht allerdings inzwischen davon aus, dass er von dem Verbrechen nichts gewusst hat. Die Obduktion der zwei Leichen ergab, dass die Kinder an Gewaltanwendung gegen Hals und Gesicht gestorben sind. Nähere Angaben machten die Ermittler nicht.

Der Bürgermeister von Beratzhausen, Georg Thaler, zeigte sich schockiert über das grausame Geschehen. Bei den rund 5700 Einwohnern der Gemeinde herrsche große Betroffenheit, eine Tanzveranstaltung sei wegen der Gewalttat abgesagt worden, sagte der Bürgermeister.

Vater tötet Sohn und begeht Selbstmord

In München hatte der 43 Jahre alte Vater seinen Sohn über die Feiertage zu Besuch. Das Kind lebte sonst bei der Mutter. Der Mann hatte den Jungen am 21. Dezember abgeholt und sollte den Achtjährigen am ersten Weihnachtsfeiertag nachmittags zu der im Raum Rosenheim lebenden Mutter zurückbringen. Als dies nicht geschah und der Mann auch telefonisch nicht erreichbar war, verständigte die 41-Jährige die Polizei. Als Polizisten am Einfamilienhaus des Vaters klingelten und klopften, öffnete niemand. Die Beamten entdeckten dann durch ein Fenster die Leiche des Schülers im Wohnzimmer.

Später wurde der 43-Jährige tot mit einer Plastiktüte über dem Kopf im Bett des Sohnes im ersten Stock gefunden. Er hatte sich offenbar erstickt. In einer Mitteilung gab der Mann als Grund für die Tat den Streit um das Sorgerecht mit seiner Ex-Frau an. Bei dem Kind wurden keine äußeren Verletzungen festgestellt. Eine Obduktion soll voraussichtlich nach den Feiertagen nähere Erkenntnisse über die Todesursache bringen.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 18)
 
Spocks_Kommentar (27.12.2007, 20:38 Uhr)
@Nostradamus
1. Nur zur Klarstellung: Natürlich habe ich ihn angezeigt, ich habe sogar Beweise beschafft. Das Verfahren wurde eingestellt. Grund: Ein gewisser Roman Herzog, damals noch Präsident des Verfassunggerichts hat einen GG-Kommentar verfaßt, in dem steht, daß man das Schlagen von Kindern nicht verbieten könne, es sei ein über dem Gesetz stehendes Elternrecht. Daher sei, so die Staatsanwaltschaft, "nichts zu machen". Dieser Mann wurde später bekanntlich für die "C"-Seite Bundespräsident. Toll, nicht?
2. Ich habe nie gefordert, daß der Staat die Kinder erzieht. Ich habe gefordert, daß er die Eltern so haunah überwacht, daß gewalttätige Eltern keine Chance haben - oder zumindest fast keine.
3. Ich habe auch keine schärferen Gesetze gefordert, sondern die Menschenrecht auch für die Kinder, allerdings die Abschaffung der Elternprivilegien.
4. Und das als Abschluß: Die Unverletzlichkeit der Kinder muß absoluten Vorrang haben, erst wenn die gewahrt ist, dann kommen die Elternrechte und ganz zuletzt die Familie. Denn nur durch die falsche Rangordnung kann es sein, daß Kinder bei einer offenbar geistig verwirrten Frau (Beratzhausen), die in psychiatrischer Behandlung ist und unter Medikamenten steht, solange belassen werden, bis sie tot sind.
So etwas darf nicht passieren und das ist Schuld der Politik - ohne jede Frage und Schuld jener, die den Vorrang von Ehe und Familie verteidigen.
mona.lisa (27.12.2007, 18:50 Uhr)
Nostradamus Beiträge vom 27.12. bringen es auf den Punkt
Danke für die ausführlichen Erläuterungen, die das Problem auf den Punkt bringen.
Und genau die fehlende Zivilcourage ist eines der Haupt-Übel: ich trau mich nicht, den Beamten anzuzeigen, lieber schaue ich hin, schreie aber im Stillen, damit mich keiner hört.
Immer schön nach dem Motto:
eigentlich geht mich das ja gar nichts an...
Nostradamus (27.12.2007, 12:58 Uhr)
@SPOCKS_Kommentar: Unterlassene Hilfeleistung
All das was Du schreibst ist strafbar. Eine einfache Anzeige reicht und schon wird dagegen angegangen.
Hast Du nicht den Schneid den höheren Beamten anzuzeigen?
Ich würde nicht zögern.
Allerdings haben die Leute eher angst vor dem Beamten, da Aussage gegen Aussage steht und nach deutschem Recht das Wort eines Beamten mehr gilt als das eines Bürgers.
Obendrein müßte man, je nachdem in welchem Amt er ist, auch mit Repressalien rechnen. Als Beamten würde ihm alles zugreifbar werden inkl. Namen des Anzeigenden.
Es ist wohl eher so, dass derartige Gewalttäter nicht nur die Kinder sondern auch alle anderen mit ihrer Brutalität einschüchtern.
Irgendeine Qualifikation muß man ja für eine Führungsposition haben.
Im Übrigen Stichwort "Beamter". Ich kenne auch hinreichend Polizisten, die regelmäßig ihre Frau oder Kinder vermöbeln. Und da meinst Du wäre die Lösung der Kinderprobleme "staatliche Aufsicht"?
Nonsens.
Der Staat ist deutlich der falsche Erzieher. Es gibt/ gab auch in staatlicher Obhut "Kindesmisbrauch" etc. etc..
Du magst die richtige Absicht haben aber leider die falschen Vorstellungen von der Art wie diese erreichbar ist.
Nostradamus (27.12.2007, 12:46 Uhr)
@SPOCKS_Kommentar: Falsches Pseudonym
SPOCK ist als Vulkanier dafür bekannt, dass seine Schätzungen schon besser sind als die Berechnungen anderer (Zitat Startreck IV).
Vulkanier sind äußerst sachlich und beziehen sich auf Fakten und fischen nicht im Trüben und vor allem sollten sie in der Lage sein einem komplexen Gedanken zu folgen.
Von einem Vulkanier hast Du jedenfalls absolut gar nichts. Deine Beiträge sind unsachlich, emotional und verfehlen das Thema vollkommen.
Ich habe geschrieben, dass die freie Entfaltung der Persönlichkeit da ihre Grenzen hat wo sie anderen schadet.
Mit keinem Wort habe ich jemals Gewalt an irgendwem "Gut geheißen". Verbalen...naja...man muß auch mal klar zum Ausdruck bringen wo Schluß mit lustig ist.
Für physische Gewalt habe ich NULL Toleranz und zwar auch nicht gegen subtile und schwer in Worten zu fassende und auch manche psychische Gewalt kann bei den Opfern erheblichen physischen Schmerz bereiten.
Gewalt ist ein sehr schwieriges und vielschichtiges Thema. Ich sehe auch Gewalt weit jenseits der physischen Gewalt. Manche psychische und daher nicht greifbare Gewalttat hat schlimmere Ausmaße als physische Gewalt.
Meine Welt ist die, in der jeder so leben kann wie er mag, sich entfalten kann wie er mag aber den anderen so respektiert wie er ist. Ich nehme nur sehr wenig Einfluß darauf wie andere Menschen leben und verlange auch dies von dem Staat in dem ich lebe. Zumal aus meiner Sicht dies Teil des christlichen Weltbildes und auch elementarer Bestandteil unserer Verfassung ist.
Ich bin gegen alles, was dem entgegen steht. Und denke, dass das die Mehrheit in unserem Land so sieht, auch wenn der eine oder andere aus angst der dazu neigt der Staatsgewalt mehr Macht geben zu wollen.
Bisher habe ich aber noch keinen Staat gesehen in dem staatliche Erziehungsmaßnahmen den besseren Menschen geschaffen haben. Aus meiner Sicht ist das der Versuch ISO9000 zertifizierte Stereotypen zu schaffen und so gesehen bin ich ja doch eher dem preußischen Wesen verwandt. Schon Friedrich der II. sagte: "Jeder muß nach seiner facon seelig werden!".
Jedenfalls könnte ich auch mal darauf hinweisen, wie desolat in der DDR Kinder- und Pflegeheime waren. Das zu staatlicher Aufsicht und Sozialismus. Es gibt für alles positive und negative Beispiele. Das Optimum liegt in der Mitte, das heisst Unterstützung der Familien und Alleinerziehenden und nicht ständige Bedrohung durch Zwangsmaßnahmen.
Deine Kritik an den Familienangehörigen der Toten teile ich im Übrigen nicht. Ich denke, dass niemand auch nur ahnte, dass es so weit kommen könnte. Derartige Taten passieren in der Regel immer überraschend. Deswegen kann man auch nix dagegen machen außer dafür sorgen, dass sich alle glücklich und zufrieden fühlen.
mona.lisa (27.12.2007, 11:43 Uhr)
Spocks_Kommentar - schärfere Gesetze sind keine Lösung
Bei jedem Menschen, der austickt, sind andere Auslöser die Ursache.
Und keine schärferen Gesetze bekommen sowas in den Griff (siehe Todesstrafe in Amerika).
Und die Menschen, die jetzt schon wegsehen, Familienmitglieder, die wegsehen, Nachbarn, die nie was bemerkt haben wollen, und überlastete Jugendämter, werden auch nach Einführung schärferer Gesetze oder Kontrollen ihr Verhalten nicht ändern, und immer noch wegsehen.
Daher noch einmal:
Jeder muß eigenverantwortlich beginnen, etwas zu verändern. Zuerst natürlich bei sich selbst, was den meisten überraschend schwerfällt. Jeder der nichts tut, ist mitschuldig. Dazu gehören auch Menschen, die nach staatlicher Regelung schreien, denn damit schieben sie die Mit-Verantwortung anderen zu: meiner Ansicht nach sind das die Schlimmsten.
Spocks_Kommentar (26.12.2007, 22:24 Uhr)
@mona.lisa
Ich weiß sehr wohl, wovon ich rede.
Ein höherer Beamter, der der Mariannischen Kongregation seit Jahrzehnten angehört, seit Jahrzehnten eine Fußwallfahrt pro Jahr macht, 4 Kinder hat und von seiner Gemeinde auserwählt wurde, bei der Fußwaschung durch den Bischof vorn am Altar teilzunehmen, kann doch wohl als aufrechter Christ bezeichnet werden oder?
Dennoch hat er seine 4 Kinder schon im Kinderwagen fast täglich mit Fäusten geschlagen. Alle sind inzwischen groß. 2 davon sind durch die Schläge behindert, weil das Jugendamt einer Bischofsstadt sie 8 Jahre lang, die es bescheid wußte, gezwungen hat, täglich in diese Hölle zurückzukehren weil die christliche Familie für sie so gut ist. Als die Kinder aus dem Kinderwagen waren, gab es dann fast täglich Prügel mit Gürtel, Teppichklopfer, Bügeln und Rohstock, bei beginnender Pubertät auch mit dem Fleischhammer. Nachts um 2 wurde der Inhalt des Schranks rausgeworfen und wenn der in 5 Minuten nicht wieder sauber eingeräumt war (was er nie war, weil das gar nicht geht), gab es bis zu einer Stunde Schläge aller Art überall hin (und das meine ich so, wie es da steht - überall!).
Davon rede ich.
Der Mann besitzt ein vermietetes Mehrfamilienhaus. Kein Mieter, keiner der erzkatholischen Nachbarn, die alle ihre Kinder selbst drakonisch geschlagen haben, wenn auch nicht so übel wie er, kein Lehrer, kein Kinderarzt und schon gar nicht das Jugendamt haben etwas getan. Auch nicht der Herr Pfarrer, 3 davon waren ihr Leben lang Ministranten, der muß es auch gewußt haben und hat weggeschaut.
Davon rede ich.
Und davon, daß genau alles dieses im und unter dem Zeichen des Kreuzes getan und geduldet wurde.
Und davon, daß es so nicht bleiben kann.
Aber vieleicht haben Sie ja das Glück gehabt, nie in Ihrem Leben erfahren zu haben, wie der Hase in vielen tief gläubigen Familien läuft und wie sehr sich der angebliche Jugendschutz genau gegen die Kinder richtet, die eigentlich geschützt werden sollen.
Wenn sie eine bessere Idee haben, bin ich gern dabei. Bis dahin muß gelten: Die Unversehrtheit der Kinder kommt vor der Familie und erst recht vor den Rechten der Eltern.
mona.lisa (26.12.2007, 20:52 Uhr)
Spocks_Kommentar verzweifelt unsachlich
Das unsachliche Umsichschlagen von Spocks_Kommentar ändert nichts an der Realität, die Nostradamus sehr sachlich beschrieben hat.
Nur wer die Realität erkennt, wird überhaupt etwas ändern können, alles andere ist nur effektloses Schönreden. Und natürlich ist es einfacher, verbal auf Andere einzuschlagen (ist das denn wirklich christlich???), anstatt sachlich der Realität ins Auge zu sehen, und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Sicherlich wäre die Welt ein wenig besser, wenn sich die Menschen anderen Lebewesen gegenüber so verhalten würden, wie sie selbst auch von anderen behandelt werden wollen. Dazu gehört natürlich Selbsterkenntnis, positives Denken und Kompromißbereitschaft sowie die Erkenntnis, daß nicht der Recht hat, der am lautesten schreit.
Wirklich gute Christen, die ihren Glauben leben, sind bereits auf diesem richtigen Weg, und wissen, daß man sich diesen Weg jeden Tag neu erarbeiten muß. Aber glauben Sie mir, es lohnt sich!
Spocks_Kommentar (26.12.2007, 19:24 Uhr)
@Nostradamus
Aha, Kinder schlagen, zu Krüppeln machen und umbringen läuft also unter freie Entfaltung der Persönlichkeit der Eltern.
So etwas habe ich mit schon gedacht.
Hoffentlich hast Du keine Kinder.
Frohes Fest noch......
Nostradamus (26.12.2007, 19:00 Uhr)
@SPOCKS_Kommentar: Witz komm raus, Du bist umzingelt

Das was Du hier als christliches Familienbild darstellst mag die Realität von Pseudochristen sein und das was Du im Augenblick hier kritisierst, das hat schon Marx kritisiert, als er sich über christliche Kinderheime und Schulen in England aufregte.
Die Realität ist doch eine andere. Mag sein, dass es Ausnahmen gibt aber man kann nicht ständig aus der Ausnahme die Regel ableiten.
Also ich bekomme durchaus mit, was Kirchen in Deutschland in der Jugendarbeite leisten und glaubst Du, dass hunderttausende tatsächlich voller Begeisterung zu den Kirchentagen strömen würden, wenn das christliche Familienbild auch nur annähernd so wäre.
Deinen Kommentar alle Kinder unter tägliche staatliche Überwachung zu stellen finde ich auch gut. Hätte noch eine bessere Idee. Die Kinder werden an "Lebensborn" übergeben und wer nicht in das ISO9000 zertifizierte Schema paßt und sich anpaßt kommt im zarten Alter von 2 Jahren in ein Lager für schwer erziehbare und ab 10 ins Jugendgefängnis. Dort könnten diese Asozialen was nützliches tun und z.B. die Straßen mit Kopfsteinpflaster versehen.
Der Punkt ist der, dass es unbezahlbar wäre die Familien unter 100% staatliche Überwachung zu stellen, weil man pro Familie etwa 3-4 Stunden täglich bräuchte (inkl. Papierkram) und daher jeder Sozialarbeiter/ Pädagoge nur etwa 2 Familien betreuen könnte. Es wäre daher nicht machbar.
Und ohnehin wenn mir so einer vor die Nase liefe würde ich ihn vor die Tür setzen und zwar achtkantig.
Im Grundgesetz steht auch was von der Unverletzlichkeit der Wohnung und etwas von einer Privatsphäre sowie der verbrieften Möglichkeit der "freien Entfaltung der Persönlichkeit" und wenn es mir paßt ohne Strom, Heizung und Fernseher in einer Hütte wie ein Bauer im 16.Jhd. zu leben, dann kann ich das machen auch wenn der Sozialarbeiter die Nase rümpfen und die Sterblichkeit meiner Kinder explodieren würde. Das gehört nunmal zur freien Entfaltung der Persönlichkeit dazu. Abzuwägen wäre inwiefern man seinen Kindern dadurch schadet, da das Grundgesetz ja eine Einschränkung hat: Man darf seine Persönlichkeit so lange entfalten wie man keinem anderen schadet.
Nun frage ich mich inwiefern schadet dieser Staat seinen Bürgern, indem er Giftstoffe in der Umwelt und Nahrung toleriert oder die Massenverblödung unserer Kinder vor der Glotze mitorganisiert oder toleriert, dass Sex&Crime schon vor 20:00 Uhr im Kinderprogramm gesendet wird.
Ob der Staat besser handeln wird wage ich zu bezweifeln. Wenn dem so wäre, dann müßten aus der staatlichen Fürsorge von Kinderheimen, Pflegeltern und Ganztagsschulen ja die "Lebensborn" Eliten ISO9000 zertifiziert kommen, die dieses heruntergekommene Land endlich auf Vordermann bringen.
Die Realität sieht leider ganz anders aus. Wer erstmal in die Fänge dieser staatlichen Hilfsorganisationen gelangt ist, dessen Zukunft ist schon beendet bevor sie begonnen hat.
Mag sein, dass diese Erkenntnis, die Erkenntnis der Ausweglosigkeit aus der Situation in der man steckt, der Hilflosigkeit in der man in der staatlichen Zwangskontrolle ist, die jeden Schritt der Eltern und Kinder bewacht, die Erziehungsrechte entzieht und verleiht der Auslöser für manche Verzweiflungstat ist.
Spocks_Kommentar (26.12.2007, 18:58 Uhr)
@Nostradamus
Ja, die Eltern gehören in den Fokus - der Staatsanwaltschaft.
Unendliches Mitleid habe ich für die Kinder die das erdulden mußten (Sie ja offenbar nicht!). Für die Hinterbliebenen, die es geschehen ließen, habe ich nur abgrundtiefe Verachtung.
Ein Mensch wird nicht von jetzt auf gleich verrückt - da muß schon länger etwas faul gewesen sein.
Aber es sind ja nur Kinder. Ihr Auto fahren Sie bestimmt weg, wenn es gefährdet ist, aber ein Kind.....
Weit über 90% aller Verbrechen an Kindern werden innerhalb der engsten Familie begangen. Und ausgerechnet die wird besonders geschützt.
Man wird nicht alles verhindern können aber man muß es versuchen, was Sie ja nicht wollen. Pfui Teufel. Aber Sie sind ja auch Christ......
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