Missbrauchsfall bringt Charité in Misskredit

23. Oktober 2012, 19:31 Uhr

Ein Pfleger missbraucht eine Patientin. Die Klinikleitung suspendiert den Mann zwar, schaltet aber nicht die Behörden ein. Etwas ist faul an der Berliner Charité. Der Klinikchef räumt Probleme ein.

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Suche nach dem Erreger. Auf Hochtouren suchen Spezialisten in der Berliner Charité nach der Infektionsquelle. mehr...

Im Berliner Klinikum haben sich offenbar schon vor Monaten Säuglinge mit den Darmkeimen infiziert. O-Ton: Petra Gastmeier, Leiterin Institut für Hygiene und Umweltmedizin „Der erste Patient ist Anfang Juli erkrankt. Bei diesem Patient verhält es sich so, dass die Mutter ein sogenanntes Amnioninfektionssyndrom hatte, das heißt, die Mutter hat diese Erreger mitgebracht und während der Geburt ist es zu einer Übertragung auf das Kind gekommen. Das ist sozusagen keine Krankenhaus-, sondern eine mitgebrachte Infektion gewesen.“   Bis Mitte Oktober sei es in der Klinik zu keinen weiteren Infektionen gekommen. Dann starb ein Neugeborenes an den Serratienkeimen. Zudem wurden offenbar gleich mehrere Babys infiziert. Derzeit prüft die Klinik, ob die Keime durch mangelnde Desinfektionsmaßnahmen eingeschleppt wurden. Die Frühgeborenen-Station an der Berliner Charité bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Schließen