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Zigarettenschachteln sollen alle gleich aussehen

Gleiche Größe, keine speziellen Unterscheidungsmerkmale und ein riesiger Warnhinweis drauf: Die EU-Kommission will einem Zeitungsbericht zufolge Einheitsverpackungen für Zigaretten einführen.

  Eine bunte Sammlung von Zigarettenschachteln in einem Berliner Kiosk: Nach Plänen der EU soll es mit der optischen Vielfalt bald vorbei sein.

Eine bunte Sammlung von Zigarettenschachteln in einem Berliner Kiosk: Nach Plänen der EU soll es mit der optischen Vielfalt bald vorbei sein.

Die EU-Kommission plant offenbar strenge Regeln für die Tabakindustrie. Gesundheitskommissar John Dalli wolle Zigarettenmarken weitgehend ununterscheidbar für den Konsumenten machen, berichtet "Die Welt" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Arbeitspapier. So sollten etwa einheitliche Packungen in vorgegebener Größe ohne spezielle Unterscheidungsmerkmale eingeführt werden.

Zigaretten verschiedener Marken sollten sich zudem künftig noch mehr ähneln. In dem Arbeitspapier werde für die Festschreibung einer zylindrischen Form mit einem "typischen Durchmesser" und "Papier in weißer Farbe" plädiert, schreibt das Blatt weiter. Das könnte extra dünne Zigaretten künftig ebenso verbieten wie die in Kork-Optik gehaltenen Filterummantelungen heutiger Machart.

Darüber hinaus sollten die Warnhinweise vergrößert werden und künftig nicht mehr 30 Prozent, sondern drei Viertel der Packung einnehmen.

Weitere Maßnahmen sollen folgen

Die Kommission sieht dem Zeitungsbericht zufolge die Beschränkungen nur als Vorstufe. Fünf Jahre nach Inkrafttreten der nun geplanten Richtlinie wolle sie weitere Vorschläge "in Richtung eines vollen Plain Packaging" vorlegen, also ein vollständiges Verbot von Logos, Bildern und eigenen Schriftzügen. In den kommenden Tagen solle Dallis Entwurf den anderen EU-Kommissaren zur Stellungnahme zugeleitet werden, heißt es.

Mitte August hatte Australiens Oberster Gerichtshof eine Klage mehrerer Tabakkonzerne gegen eine Regelung abgewiesen, wonach Zigaretten nur noch in neutralen Packungen ohne auffällige Markenaufdrucke mit Bildern beschädigter Organe verkauft werden dürfen. Auch Neuseeland, Kanada und Großbritannien prüfen die Einführung von Einheitspackungen. Mit den umstrittenen Regelungen sollen Konsumenten vom Rauchen abgebracht werden.

mad/AFP/AFP
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