Im Leihladen in Berlin gibt es keine Preisschilder an der Auslage, alle Waren werden kostenlos abgegeben. Die Betreiber wollen ein Zeichen setzen und Teilen wieder gesellschaftsfähig machen.
Das Video im Wortlaut: Der Leihladen in Berlin Prenzlauer Berg. Hier gibt es keine Preisschilder an der Auslage, alle Waren werden kostenlos abgegeben. VoxPops: "Darf ich fragen ob die Sachen die da draußen hängen auch wirklich um sonst sind, darf ich die mitnehmen? - Ja, die sind uns geschenkt worden, die verschenken wir einfach weiter. Mehr...
- Das ist aber nett! Dann nehme ich die mit, Dankeschön!" Im hinteren Teil des Geschäfts baut der Leihladen einen ständig wachsenden Fundus an Gebrauchsgegenständen auf, von Kunden für Kunden, die nach Benutzung wieder zurückgebracht werden sollen. Mitmachen kann im Grunde jeder. O-Ton: Maike Majewski, Leihladen "Leila-berlin.de" "Man muss von sich bereit sein, etwas mit anderen zu teilen. Man bringt aus seinem eigenen Haushalt etwas mit, was da nur rumsteht - Bohrmaschine wird zum Beispiel vielleicht einmal im Jahr benutzt für eine Minute und die restliche Zeit liegt Sie im Regal, in der Zeit können Sie natürlich auch andere Leute benutzen." Rund einhundert Mitglieder hat der Leihladen inzwischen und jede Woche kommen neue dazu wie diese Nachbarin, die hier ihren Digitalreceiver vergemeinschaftet hat. VoxPops: "Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und ich finde das ist gut, wenn man dem ein bisschen Einhalt gebietet." Konsum und Besitzdenken entgegentreten und nebenbei Geld sparen. Die Leihladenbetreiber wünschen sich, dass das Beispiel Schule macht und Teilen wieder einen größeren Stellenwert erhält. Schließen
Ein Amerikaner produziert im Schnitt doppelt so viel Abfall wie ein Deutscher und kennt weder Dosenpfand noch Grünen Punkt. Das Konzept hat durchaus seinen Charme.
JUBILÄUM Klingen für die WegwerfgesellschaftVor 100 Jahren gründete King C. Gillette eine Firma, die Rasierklingen herstellt - und läutete damit den Beginn der »neuen Wegwerfgesellschaft« ein.