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20. März 2010, 19:54 Uhr

Die Beute bleibt verschwunden

Die vier mutmaßlichen Räuber des Überfalls auf ein Berliner Poker-Turnier sind gefasst, doch von den erbeuteten 242.000 Euro fehlt weiterhin jede Spur. Der letzte der gesuchten Verdächtigen hatte sich am Samstagabend auf dem Flughafen Tegel der Polizei gestellt.

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Ende der Fahndung nach den Poker-Räubern: Alle Verdächtigen sind nun verhaftet© Timur Emek/DDP

Nach dem spektakulären Überfall auf ein Berliner Poker-Turnier vor zwei Wochen sitzen jetzt alle vier mutmaßlichen Räuber in Untersuchungshaft. Die zwei am Samstag gefassten Verdächtigen wurden vernommen, wie ein Staatsanwaltschafts-Sprecher mitteilte. Wo die erbeuteten 242.000 Euro sind, sei weiter unklar. "Die Beute ist nach wie vor nicht da."

Das räuberische Quartett war nach dem Überfall am 6. März im Hyatt-Hotel mit dem Geld geflüchtet. Ein 19-Jähriger hatte sich in den Libanon abgesetzt, ein 20-Jähriger in die Türkei. Beide wurden am Samstag am Flughafen Tegel festgenommen. Die anderen wurden schon zuvor gefasst.

Der 19-jährige letzte Verdächtige kam mit einer Maschine aus Beirut im Libanon und stellte sich. Sein Anwalt hatte dies zuvor angekündigt, sagte Polizeisprecher Frank Millert. Wenige Stunden zuvor war ein 20-Jähriger ebenfalls in Tegel bei der Einreise festgenommen worden. Auch sein Anwalt hatte der Polizei vorher signalisiert, dass der Mann aufgeben will. Er soll in der Türkei gewesen sein. Zwei der mutmaßlichen Räuber sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Die Beute bleibt verschwunden

Nach den Verdächtigen war international gefahndet worden. Die vier jungen Männer sollen am 6. März ein Poker-Turnier im Hotel Grand Hyatt überfallen und die Beute unter sich aufgeteilt haben. Die Männer türkischer und arabischer Herkunft sind der Polizei bekannt: Sie standen unter anderem wegen Diebstahl und Raubüberfällen vor Gericht.

Am Montagabend hatte sich ein 21-Jähriger bei der Polizei gestellt. Er gab die Namen seiner Komplizen an. Nach ihnen war mit Fotos gefahndet worden. Am Mittwoch wurde der zweite Verdächtige in Berlin festgenommen. Der 20-Jährige war - eher zufällig - von einer Zivilstreife kontrolliert worden und hatte sich widerstandslos abführen lassen.

DPA
 
 
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