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Der ehemalige Boss der sizilianischen Mafia Cosa Nostra, Bernardo Provenzano, hat versucht, sich in seiner Gefängniszelle umzubringen.
"Mann ohne Gesicht" nennen ihn die Fahnder oder "Gespenst". Mehrmals hatte die Polizei ihn totgesagt. Sechs Mal verurteilten die Richter Bernardo Provenzano, höchster Mafia-Boss in Italien, zu lebenslänglich. Doch seit 40 Jahren ist er flüchtig.
Um den "Boss der Bosse" der Cosa Nostra ranken sich wilde Legenden, schließlich ist das bis vor kurzem letzte Fahndungsfoto von Bernardo Provenzano 46 Jahre alt. Erst neulich erlebten die Fahnder wieder eine Pleite.
Gleich vier ganz große Fische sind der italienischen Polizei in Netz gegangen: Bei einer Razzia seines Hauses wurde Salvatore Lo Piccolo, der Pate von Palermo, festgenommen. Der 65-Jährige war seit 1983 flüchtig. Ebenfalls verhaftet: Sein Sohn Sandro und zwei mächtige Clanchefs.
Seit Jahrzehnten war Bernardo Provenzano nicht mehr gesichtet worden. Sein ehemaliger Anwalt sagte, möglicherweise sei er schon tot. Nun ist Provencano, Chef der Cosa Nostra, verhaftet worden - auf Sizilien natürlich.
Ein wichtiges Mitglied der sizilianischen Mafia Cosa Nostra ist der Polizei in Thailand ins Netz gegangen.
Das sizilianische Dorf Corleone ist der Inbegriff für die sizilianische Mafia. Hier regierte einst Toto Riina über sein kleines Imperiun. Als jüngst Riinas Sohn, Giuseppe Riina, aus der Haft heimkehrte, war Corleone aber nicht mehr dasselbe Dorf: Es wehrt sich gegen den Mafiosi.
Ein neuer Coup gegen die Mafia: Nach 20-jähriger Fahndung haben italienische Spezialeinheiten Pasquale Condello, den Boss der Mafia-Organisation 'Ndrangheta, festgenommen. Er wird unter anderem des Mordes beschuldigt. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand.
Vier Jahre konnte er sich vor der Polizei verstecken, nun wurde er festgenommen: Vincenzo Licciardi, der Super-Boss der Camorra. Nun haben ihn Spezialeinheiten in seinem Versteck ausfindig gemacht und es steht bereits fest, wie lange er hinter Gitter muss.
Viele dachten, der Kampf sei gewonnen, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Mafia kontrolliert mittlerweile jeden fünften Einzelhändler: Eben »wenig Pistolen, viel Investitionen«.
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Bernardo Provenzano war lange Zeit der Kopf der sizilianischen Cosa Nostra. Auf Grund seiner Entschlossenheit wurde er auch Binnu u tratturi (sizilianisch für „Binnu der Traktor“) genannt oder kurz Zu Binnu („Onkel Binnu“).
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