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26. Juni 2008, 11:11 Uhr

Deutsche bekommen wieder mehr Kinder

Erfreuliche Nachricht aus den Kreißsälen: Erstmals seit zehn Jahren sind in Deutschland wieder mehr Babys auf die Welt gekommen. 685.000 Kinder erblickten 2007 das Licht der Welt - 1,8 Prozent mehr als 2006. Allerdings stieg auch die Zahl der Sterbefälle.

In deutschen Kreißsälen kamen im vergangenen Jahr 685.000 Kinder lebend zur Welt© Greg Baker/AP

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 1997 wieder gestiegen. Im Vergleich zu 2006 kamen im vergangenen Jahr 1,8 Prozent mehr Babys lebend zur Welt. Insgesamt wurden 2007 nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 685.000 Kinder geboren, das waren 12.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Allerdings stieg auch die Zahl der Sterbefälle um 0,7 Prozent auf 827.000. Damit starben in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr 142.000 mehr Menschen als geboren wurden. Dieses Bevölkerungsdefizit konnte jedoch zum Teil dadurch ausgeglichen werden, dass 44.000 Menschen mehr in die Bundesrepublik ein- als auswanderten. Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres etwas mehr als 82 Millionen Einwohner in Deutschland. Das waren 0,1 Prozent weniger als Ende 2006.

Auch weniger Ehen geschlossen

Seit der Wiedervereinigung hat es in Deutschland in jedem Jahr mehr Sterbefälle als Geburten gegeben. Dank vieler Zuwanderer wuchs die Bevölkerung bis 2002 trotzdem - mit Ausnahme des Jahres 1998. Seit 2003 reicht der jährliche Zuwanderungsüberschuss aber nicht mehr aus, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten.

Der Bevölkerungsrückgang betraf im vergangenen Jahr vor allem die neuen Länder, die etwas mehr als 100.000 Personen verloren. Die Einwohnerzahlen gingen außerdem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen zurück. Eine Bevölkerungszunahme verzeichneten Bayern, Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. In Hessen sowie im früheren Bundesgebiet insgesamt blieb die Bevölkerung nahezu konstant.

Die Zahl der Eheschließungen sank 2007 um 1,3 Prozent. Im Jahr 2007 heirateten nur noch 369.000 Paare, 5000 weniger als im Vorjahr. Die Tendenz ist seit Anfang der 1990er Jahre rückläufig.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Heinrich_Koch (26.06.2008, 16:43 Uhr)
Folgen von Zuwanderung
Ich vermisse, dass die Presse über die Folgen von Zuwanderung aus dem tü+rkischen Kulturkreis berichtet, wie es ihre Aufgabe ist, insbesondere über die wirtschaftlichen und sozialen Folgen.
In Berlin sind über 50 Prozent der junen Türken arbeitslos und ohne Ausbildung. Warum berichtet die Presse nicht zum Beispiel über die Auswirkung dieser Misere.
humaninflation (26.06.2008, 15:46 Uhr)
Dank Zuwanderung ?
wieso ".. Dank vieler Zuwanderer.." Sollten seriöse Jornalisten
nicht auch mal die negativen Folgen einer unkontrollierten
Zuwanderung kritisch betrachten ?
wwwilly (26.06.2008, 14:33 Uhr)
crap...
Also ich möchte in diesem Land keine Kinder haben solange es heftige finanzielle Einschnitte bedeutet. Man will seinen Kindern ja schließlich auch was bieten können. Und dazu zähle ich auch die Bildung die es sicherlich nicht bekommt wenn die meisten anderen Kinder in den Schulen Migranten sind. Nein, ich bin kein Rassist aber ich sehe im Bekanntenkreis ganz eindeutig dass das nix bringt und Privatschulen einfach zu teuer sind. Naja, die ungewollten Teenie-Schwangerschaften heben den Schnitt ja wenigstens ein bischen nach oben :-)
Administrator (26.06.2008, 14:31 Uhr)
@grossbuerger
Liebe/r grossbuerger,
Ihr Beitrag an dieser Stelle wurde gelöscht. Kritik können Sie hier gern posten - ebenso Ihre Meinung äußern - aber bitte auf einem entsprechend sachlichen Niveau.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
Asteriskina (26.06.2008, 13:58 Uhr)
@Frei_Talk
Der Staat sieht Kindersegen natürlich unter ganz anderen Aspekten als Eltern. Er rechnet sich aus, was das Land vom Nachwuchs hat, während Eltern sich überwiegend aus nicht-ökonomischen Gründen für ihren Nachwuchs entscheiden. Dennoch müssen Eltern bei aller Liebe auch überlegen, wie sie selbst mit der Familie wirtschaftlich überleben können, bzw. nicht nur über ein Existenzminimum verfügen, sondern Kindern eine lebenswerte Jugend gestalten können. Da spielen Faktoren wie Steuerfreibeträge usw., halbwesg sichere Arbeitsplätze mti akzeptablen Einkommen usw. eben doch eine Rolle. Familienpolitik hat in all den Jahrzehnten mit unzähligen Instrumenten leider nicht das bewirkt, was es sollte: stabile, über Jahre verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Und das liegt eben genau an diesen persönlichen Ideolgien eines jeden einzelnen Familienministers. U. von der Leyen möchte mehr Kinder von besserverdienenden Akademikern zum Beispiel. Dabei wären Neutralität ratsam, denn dahingehende Selektionen sind abzulehnen und unangemessen. Mit einfachen Schritten käme man deutlich schneller voran, als mit all den unzähligen Instrumenten, die alle eins gemeinsam haben: sie wirken nicht. D.h. Steuerfreibetrag pro Kind 8000/Jahr, alle Produkte für Kinder zum ermäßigten Steuersatz, Zutritt zum Bildungswesen jenseits von Einkommensüberlegungen. Leider klappt es nicht, weil "man" nicht will.
Frei_Talk (26.06.2008, 13:14 Uhr)
Warum?
Da mein erster Kommentar doch gelöscht wurde ( ok ok war ein wenig heftig,...aber wahr..:-)...) jetzt mal was ernsthaftes. Ich habe Kinder. Ich finde das Kinder was schönes sind. Aber ich gebe auch in gewisserweise Asteriskina Recht. Die das fehlen einer zukunftorientierten und zielgerichteten Familenpolitik vermisst (wenn ich sie richtig verstehe) Denn bei aller Liebe ist mir nicht ganz klar warum wir jetzt so mit aller Macht Kinder wollen. Die Arbeitswelt verändert sich rapide. Wo früher noch 10 arbeiteten tuts nun ein Roboter oder vlt 2 Mann. Und an der neuentdeckten Liebe für den "Deutschen" und das "deutsche Volk" wird es ja bei unseren Volksverätern auch nicht liegen. Also warum? Kann es vlt sein das alles nur initiert wurde um die Rente der geburtenstarken Jahrgänge die in 20 Jahren in Rente gehen zu finazieren. Und danach?...Vlt kann der Stern hierzu was beitragen...Als Info...???
Asteriskina (26.06.2008, 12:31 Uhr)
Ja!
Das sind die Kinder jener, die noch an das Märchen vom Elterngeld hinsichtlich einer auch finanziell realsierbaren Pause geglaubt haben. Die Ernüchterung kam schnell, die Zahlen gehen ab nächstes Jahr wieder runter. Ein Hoch auf eine seit Jahrzehnten völlig fehlgesteuerte und ausschließlich nach eigenen Ideologien der jeweiligen Amtsinhaber des Familienministeriums konzipierte Familienpolitik.
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