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20. September 2004, 16:30 Uhr

Vom Fotomodell zur Nobelpreisträgerin

Jeder kennt sie als als Mick Jaggers Ex und Fotomodell. Doch nur wenige wissen, dass sich Bianca Jagger auch für Menschenrechte und die Erhaltung des Rgenwaldes einsetzt.

Bianca Jagger während einer Diskussionsrunde in Berlin zum Thema Menschenrechte© DPA

Der diesjährige Alternative Nobelpreis geht an das frühere Fotomodell Bianca Jagger. Die Ex-Frau der Rocklegende Mick Jagger erhielt die Ehrung für ihr Engagement in sozialen Fragen und im Umweltschutz, erklärte Jakob von Uexküll, der Vorsitzende der Stiftung Right Livelihood Award. Jagger hat sich unter anderem für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA eingesetzt. Die Jury traf sich zur Verkündung der Preisträger am Montag in der südindischen Stadt Hyderabad, die Ehrung wird am 9. Dezember im schwedischen Parlament verliehen.

Vier weitere Gewinner

Ausgezeichnet wurden auch die beiden indischen Gelehrten Swami Agnivesh und Asghar Ali Engineer: Sie erhielten den Preis für ihr Bemühen um Toleranz und Verständnis in Indien und unter den Staaten Südasiens. Außerdem wurde die russische Gruppe Memorials geehrt, die Menschenrechtsverletzungen in Russland dokumentiert. Der argentinische Wissenschaftler Raul Montenegro erhielt den Preis für seine Arbeit zum Umweltschutz in Lateinamerika.

Der indische Gelehrte Swami Agnivesh© Gurinder Osan/AP

Die fünf Gewinner teilen sich die von der schwedischen Stiftung ausgesetzte Prämie von zwei Millionen Kronen (219.000 Euro). Der Right Livelihood Award wurde im Jahr 1980 von Jakob von Uexküll ins Leben gerufen, einem früheren Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Briefmarken-Händler. Er verkaufte wertvolle Sammlungen, um Geld für die Ehrung von Personen aufzubringen, die seiner Meinung nach bei der Vergabe des Nobelpreises zu Unrecht ignoriert werden.

AP
 
 
 
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