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Nach dem zerstörerischen Zug des Hurrikans "Ike" an der texanischen Golfküste ist die größte Such- und Rettungsaktion in der Geschichte des US-Bundesstaates im vollen Gange. Besonders die Menschen in den überfluteten Landstrichen südöstlich von Houston benötigen dringend Hilfe.
Hurrikan "Rita" droht New Orleans in eine zweite Katastrophe zu stürzen: Nach heftigen Regenfällen brach unter dem Druck des Wirbelsturms in der Stadt ein gerade geflickter Deich. Eine Massenflucht hat in Texas und Louisiana Verkehrschaos ausgelöst.
Es ist endlich soweit, der sinnentleerte Wahlkampf hat heute am Wahltag ein Ende. Wenn Radio hören durch die gegenseitigen Attacken zur Qual wird, tobt der Kampf um die Stimmen. Bei diesem Wahlkampf zur "Texas Gubernatorial Primary" offenbart sich in Texas das perfide politische System besonders deutlich. Normalerweise dreschen Republikaner auf Demokraten ein und umgekehrt. Republikaner stehen geschlossen zu einer Meinung und ihren Werten. In Washington blockieren sie die Gesundheitreform und in Austin geht es darum, alles was aus dem demokratisch geführten Washington kommt zu minimieren. Was passiert wenn zwei, bzw. drei texanische Republikaner gegeneinander um die Nominierung für das Amt des Governors streiten? Samthandschuhe könnte man erwarten, aber es werden die Boxhandschuhe ausgepackt und noch ein Hufeisen reingesteckt. Was sich der amtierende Governor Rick Perry and die Herausforderin Kay Bailey Hutchinson aus der eigenen Partei da lieferten, war als würde man einen Spiegel vor das politische System halten. Was vorher innerparteilich richtig war, ist plötzlich grundlegend falsch. Anfeindungen und Unterstellungen, die man sonst nur GOP (Grand Old Party) gegen Dems und umgekehrt kennt. Es geht um Macht und mithin Geld und da ist plötzlich die vielzitierte republikanische Wertewelt völlig egal. Stimmen nur 10% der Anfeindungen müsste man Anklage erheben. Man stellt nicht die eigene Stärke in den Focus, sondern die vermeindlichen Schwächen des politischen Gegners, der in diesem Fall aus der gleichen Partei kommt. Da stehen die anderen Kandidaten Bill White (Democrat), Farouk Shami (Democrat) und Debra Medina (GOP) im Hintergrund und warten eher ab, wer auf beiden Seiten nominiert wird. Ich hoffe Bill White wird gegen Rick Perry antreten und möge der bessere Kandidat gewinnen und nicht der mit der meisten Knete. Update : Einen Aspekt hatte ich noch vergessen. Wenn es Perry wieder schafft und sich in der bis 2012 bei den Republikanern niemand findet der das Zeug und natürlich das Geld dazu hat gegen Obama anzutreten, würde es mich nicht wundern, wenn er neben Palin bei den Debatten steht. Ich will nicht den Hellseher spielen, aber den Namen Rick Perry darf man sich schon mal merken. Er wäre nicht der erste der von Austin direkt nach Washington zieht.
Samstag ist es soweit, die "Rally to Restore Sanity" findet an der National Mall in Washington D.C. statt. Guter Nebeneffekt, der von Jon Stewart organisierten Rally, alle Einnahmen kommen der Organisation National Mall zugute. Wie nötig diese Rally ist, zeigt der Alltag. Politik ist ein Thema über welches man kaum spricht. Es gibt die deutsche Stammtischkultur so leider nicht. Ich erinnere mich gern an hocherhitzte politische Diskurse in Deutschland, wo man anschliessend ganz in Ruhe freundschaftlich sein Bier zusammen trank. Als ich mich gestern im Rahmen der 'Mock Election' an der meine Schüler teilnehmen, zu einer kleinen politischen Meinungsäusserung am Rande hinreissen lies, spricht die Kollegin mit der ich mich unterhielt nicht mehr mit mir. Vielmehr folgt verachtendes Ignorieren nach dem Motto Toleranz durch Ignoranz. Damit kann ich umgehen, aber es zeigte mir sehr anschaulich wie tief gespalten das Land ist. Obama hat es in 2 Jahren nicht geschafft den Sozialismus einzuführen und das wird ihm paradoxerweise von seinen Gegnern vorgehalten, die genau dies prognostiziert hatten. Und man kann es kaum glauben, dass alle ihre geliebten Waffen behalten durften. Wir erinnern uns, nachdem Obama gewählt wurde, gab es einen Engpass bei der Munition und Mega-Umsätze bei den Waffenhändlern. Wieder ein nicht eingetretenes Versprechen der Obama-Hasser. Die Plakate die zumeist von den 'Tea Baggern' hochgehalten werden sind geschmacklos. Obama mit Hitlerbart, oder als Pimp. Ist Obama möglicherweise doch kein sozialistischer Moslem?  Da er die düsteren Vorhersagen nicht einhielt, ist nun jedes Mittel recht im Wahlkampf für die 'Midterms' nächsten Dienstag. In Texas versucht man den Kandidaten der 'Democrats' Bill White so weit wie möglich in die Nähe Obamas zu stellen, was seine politischen Ansichten betrifft. So sichert man sich zumindest die Stimmen der Rednecks, die mit Slogans wie: "I ain't voting for the black mans friend" aufwarten. Und welche Zoten gebraucht werden, wenn man dann doch mal beim Bier unter sich zusammen sitzt, will ich besser hier nicht wiedergeben. Anyway, was ich sagen wollte, es ist an der Zeit das 2-Parteien-System zu überwinden und mit etwas Vernunft und Weitblick in die Zukunft dieses grossartigen Landes zu schauen. Ich will mich bald mit einem hardcore Republikaner argumentativ fetzen, aber auch ein 'postdiskursives' Cerveza drinken können. Dazu wird Samstag der erste Schritt getan. Eine Priese 'Sanity' kann nicht schaden. Wer den Auftritt von Barack Obama bei Jon Stewart sehen will, hier ist der Link: http://www.thedailyshow.com GREAT SHOW here is the Live Stream: http://www.comedycentral.com/dcrallylive
Über die Tea-Party-Bewegung die derzeit hier für Furore sorgt, kann man streiten, aber einen Bildungseffekt hat sie erreicht - die Bücher über die Entstehung der echten Bewegung sehe ich bei meinen Schülern. Es ist Wahlk(r)ampf für die 'midterm elections' in 2 Wochen. Die Kandidaten werfen sich gegenseitige Lügen vor.  Im Kampf für den Governor von Texas kann ich nicht nachvollziehen, ob GOP Kandidat Rick Perry seine Riesen-Villa für 600000 Dollar Miete von Steuergeldern zurecht bezahlt, oder Demokrat Bill White als Mayor von Houston Profit aus den Hurricanes "Rita" und "Ike" zog. Doch gehen wir zunächst einen grossen Schritt zurück ins Jahr 1770. Eine der vielen Auseinandersetztungen zwischen den Kolonialisten und den britischen Besatzern endete tragisch mit 5 Toten und ging als "The Boston Massacre" in die Geschichte ein. Was mach der Engländer um 4 Uhr? Natürlich Tea-Time, was die neuamerikanischen Kolonialisten von den Briten übernahmen. Tee war das Getränk dieser Zeit, nur die von der Regierung in London erhobene Steuer auf den Tee war für viele ein Dorn im Auge. Die Steuer machte nur 'Pennies' aus, aber es ging um das Prinzip. So kam es dazu das aufgebrachte Bostonians als Indianer verkleidet 3 englische Schiffe im Hafen von Boston stürmten und den Tee ins Wasser warfen. Die Tea Party war geboren und wird als Beginn der amerikanischen Revolution angesehen. David hatte gegen Goliath gewonnen. Ich versuche nun die Kurve zum heutigen Geschehen zu biegen. Welcher Dorn im Auge nervt die 'Tea Baggers' heute? Steuern könnten es möglicherweise sein, aber welche? Die Steuererleichterungen für Millionäre, die Obama rückgängig machen will? Manche denken laut darüber nach die Reform der Krankenversicherung rückgängig zu machen und andere behaupten die Zahlung von Arbeitslosengelt sei 'unconstitutional' und gehört ganz  abgeschafft. Auch die Riege der Kandidaten die in 2 Wochen zur Wahl stehen und die im Januar in Washington sitzen könnten, ist sehr 'bunt'. Da ist die vielzitierte Masturbations-Gegnerin  Christine O'Donnel, die ihre erste TV-Anzeige beginnt mit: "I'm not a witch." Jemand der in  Washington mitregieren will, muss erklären keine Hexe zu sein. Wie bekomme ich nur die Kurve zu den mutigen Bostonians hin? Dann haben wir Carl Paladino, der gerne unter der Gürtellinie zuschlägt. Er sendet gerne Emails mit rassistischen oder ponographischen Inhalt an seine Anhänger. Vergleich mit Samuel Adams, einem der Begründer der Bewegung in Boston? Nee, lass ich mal lieber. Und dann ist da noch Rich Lott, der gerne sein Geschichtsbewusstsein in Nazi Uniform zur Schau stellt. Da ich offensichtlich die Kurve vom damaligen 'Cornerstone of Freedom' hin zu den heutigen Eskapaden nicht hinbekomme, bleiben bei mir viele Fragen offen. Haben wir keine besseren Politiker? Gewinnt diese populistische Polemik gegenüber Fakten und Vernunft?
Wer hätte gedacht, dass es bei Obamas erster "State of the Union Address" um so viel gehen würde? Die meisten Fakten sind schon durchgesickert und der Kampf der Senatoren hat begonnen. Die Zahlen sprechen für sich. Im 'Gallup poll' fiel Obama's 'job approval rating' in einem Jahr von 68% auf 49%. Wird es ihm heute gelingen die Hoffnungen und Erwartungen neu zu kalibrieren? Er wird heute Abend eine gestutzte Liste seiner Prioritäten vorstellen. Gestern wurde ein sog. 'flexible spending freeze' verkündet. Ausgenommen sind natürlich das Pentagon, Homeland Security und Social Security. Was übrig bleibt sind Programme im sozialen Sektor und in der Bildung. Texas und Houston wird heute Abend sehr sorgfältig hinhören. Der ehemalige Mayor von Houston Bill White könnte ein Opfer der Stimmungschwankung der 'Independent Voter' wie in Massachusetts werden. Er kandidiert als Demokrat für das Amt des texanischen 'Governors'. Ein anderes Thema brennt in Houston. Was wird mit der NASA und den kühnen Plänen zum Mars und wieder zum Mond zu fliegen? Von Obama bisher dazu kein Wort. Die NASA braucht zusätzlich 3 Milliarden um die Internationale Raumstation zu versorgen und nochmal 3 für die 'Mission to mars and moon'. Es wird spannend heute Abend.
Hurrikan "Rita" hat entlang der amerikanischen Golfküste schwere Verwüstungen angerichtet: Der Wirbelsturm brachte dem Grenzgebiet zwischen den Staaten Texas und Louisiana sintflutartige Regenfälle, deckte Dächer ab und entwurzelte Bäume. Aber der Hurrikan verlor an Kraft.
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Bill White ist ein US-amerikanischer Politiker und ist seit 2004 Bürgermeister von Houston. White studierte Jura an der University of Texas in Austin und arbeitet später in der Anwaltskanzlei Susman Godfrey LLP, wo er später Partner wurde. Nach einer vierzehnjährigen Tätigkeit in dieser Kanzlei wurde White 1993 Deputy Secretary of Energy in in der Regierung Clinton. Zwei Jahre später legte er sein Amt nieder um in die Privatwirtschaft zu gehen. In dieser Zeit hatte White ebenfalls das Amt des...
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