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Bischof Mixa

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Skandal-Bischof Mixa
Skandal-Bischof Mixa
Schritt für Schritt in den Abgrund

Erst Prügelvorwürfe, dann der Vorwurf der Veruntreuung, nun ein Verdacht auf sexuellen Missbrauch: Der Papst hat den Rücktritt von Bischof Mixa akzeptiert. Chronologie eines Karriere-Endes.

Entscheidung des Vatikan
Entscheidung des Vatikan
Papst akzeptiert Rücktritt von Bischof Mixa

Walter Mixa ist nicht mehr Bischof von Augsburg. Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch des 69-Jährigen angenommen. Nach Prügelvorwürfen hatte Mixa Ende April sein Amt zur Verfügung gestellt.

Prügelaffäre im Bistum Augsburg
Prügelaffäre im Bistum Augsburg
Zollitsch rät Bischof Mixa zu Auszeit

In der Affäre um Gewalt gegen Heimkinder wächst der Druck auf Walter Mixa. Deutschlands oberster Bischof Robert Zollitsch hat dem Augsburger Geistlichen nahegelegt, sein Amt vorerst ruhen zu lassen. In der Politik wird der Ruf nach einem Rücktritt Mixas immer lauter.

Bischof Mixa gibt Ohrfeigen zu
Bischof Mixa gibt Ohrfeigen zu
"Diese Heuchelei ist unerträglich"

Der Augsburger Diözesanrat wirft seinem Bischof Walter Mixa wegen der Prügelvorwürfe Heuchelei und Feigheit vor. Mixa, der stets bestritten hatte, Kinder geschlagen zu haben, hat inzwischen zugegeben, Ohrfeigen verteilt zu haben. Nun werden Rücktrittsforderungen laut.

Bischof Mixa weist Finanz-Vorwürfe zurück
Bischof Mixa weist Finanz-Vorwürfe zurück
"Ich habe mich nicht um Finanzen gekümmert"

Bischof Walter Mixa kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen: Zu den Misshandlungsvorwürfen ehemaliger Heimkinder kommt nun die Anschuldigung, er habe Gelder einer Waisenhausstiftung für private Zwecke verwendet. Einen Teil der Vorwürfe hat Mixa eingestanden.

Wie fährt der denn?
Blog "Wie fährt der denn?"
Käßmann, Mixa und die Kunst der Gegendarstellung

Ok, es waren 1,54 Promille. Da war diese rote Ampel und die Polizei. Und in der Folge der zeitweise Entzug des Führerscheins. Aber noch mehr Bischöfe scheinen ähnliche Begegnungen mit der Polizei gehabt zu haben. Das Problem nicht nur an der Causa Käßmann: an jeder Ecke lauern Unklarheiten und Schleier des Verschweigens. . Die, die bleiben sollten, gehen . Und die die gehen sollten, bleiben. So ist es wohl oft im Leben. Aber zu welchen Konsequenzen bestimmte Verhaltensweisen führen, scheint doch sehr unterschiedlich. Auch, wie und ob Verfehlungen ans Licht kommen. Also, es ist Samstag Nacht. Die Polizei stoppt den VW Phaeton der Bischöfin. Dass die Polizei Wagen anhält, passiert recht häufig. Wie nun gelangte aber gerade der Namen Margot Käßmann an die Öffentlichkeit? Ein Anruf bei der Hannöverschen Polizeipressestelle. Ich frage Sprecherin Anja Gläser, ob denn die Polizei den Namen weitergegeben hat. Die Antwort ist klar und kurz. "Nein". Hat Hannover eigentlich digitalen und damit abhörsicheren Polizeifunk? "Nein". Aha. Ist es also wie so häufig, dass irgendein leichenfleddernder Blaulichtreporter mithört, den Namen Käßmann aufschnappt und daraufhin die Sache weiterverfolgt? Dafür spräche, dass ja über den Beifahrer, der mit im Auto saß, nichts bekannt wird. Der Name ging einfach nicht über Funk. Dann aber muss man sich fragen, wie denn der Umstand, dass überhaupt jemand weiteres im Auto saß, an die Öffentlichkeit gelangt - und wie die Staatsanwaltschaft auf die Idee kommt, dass durch die Alkoholfahrt nicht noch jemand gefährdet worden sein soll. (Schöne Diskussion auf rp-online hier übrigens). Also, wenn man schon alles mögliche an die Öffentlichkeit zerrt, würde das dann schon auch noch interessieren. Alle oder keiner, Gleichbehandlung wäre gut. Oder ist der Beifahrer vielleicht einer der Gründe des schnellen Schlussstrichs? Und hier ist etwas seltsam. Ich bin mir sicher, dass die Polizei nicht gleich in der Nacht den Innensenator Hamburgs (derzeit Christoph Ahlhaus) anruft, wenn sie einen x-beliebigen Hamburger abstoppt. Nicht so in Hannover. Da war es offenbar so, das noch in der Nacht der Innenminister über den Vorgang informiert wurde. Wieso? Weil sich die beiden kennen? Was ist denn bitte so brisant daran? Wer hat da vielleicht in vorauseilendem Gehorsam gehandelt? Und wer war denn nun der ominöse Beifahrer, wenn es schon einen gab? Nachtrag 1.3.: Ein Gespräch mit dem Sprecher des Innenministeriums klärt einiges ein wenig auf: Entgegen der Angaben oben sei der Minister nicht noch in der Nacht, sondern erst am nächsten Morgen vom Lagezentrum informiert worden. Und eine solche Information geschehe auch bei anderen Prominenten, "auch zu deren Schutz", außerdem sei der Minister ja der oberste Dienstherr der Polizei. Die polizeiliche Kontrolle soll auch nicht unmittelber an der Kreuzung stattgefunden haben, sondern erst vor Käßmanns Haus. Zum Vergleich der Vorgänge schwenken wir von der evangelischen mal zur katholischen Kirche. Auch hier gab es im bischöflichen Bereich offenbar mal einen Führerscheinentzug. Nur: warum, das bleibt gewollt unklar. Die Süddeutsche Zeitung schrieb in ihrer vergangenen Mittwochsausgabe, dass auch mal Walter Mixa den Führerschein aufgrund Alkohols am Steuer hatte abgeben müssen. Fressen für Atheisten und Erzkatholiken (die lustigerweise gleich unter ihrem Artikel auf die Leserbriefredaktion der Süddeutschen verlinken). Der Beißrefelex des Bistums Augsburg ließ nicht lange auf sich warten. In einer Presseerklärung ließ sich das Bistum wie folgt dazu ein: (Das Word-Dokument wurde übrigens am Mittwoch, dem 24. Februar um 11:46 Uhr von Hans Mustermann erstellt, wirft Word unter "Eigenschaften" aus) Bistum Augsburg: Unwahre Behauptung über Bischof Mixa Gegendarstellung zum angeblichen Führerscheinentzug Augsburg, 24.2.2010 (pba). Die Pressesprecherin des Bistums Augsburg, Kathi Marie Ulrich, hat einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 24. Februar 2010 widersprochen, wonach der Augsburger Bischof Walter Mixa seinen Führerschein nach einer Alkoholkontrolle habe abgeben müssen. Die Süddeutsche Zeitung hatte darüber im Zusammenhang mit der Trunkenheitsfahrt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann berichtet. „Die Behauptung der Süddeutschen Zeitung stellt eine üble Nachrede dar und ist schlicht unwahr. Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben müssen“, sagte Ulrich. Das Bistum Augsburg werde umgehend eine Gegendarstellung der Zeitung verlangen. Mit freundlichen Grüßen BISCHÖFLICHE PRESSESTELLE Kathi Marie Ulrich Pressesprecherin Hier nun setzt die Kunst des richtigen Lesens ein. Dort steht: "Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben müssen." Das lässt reichlich Spielraum für Interpretationen. Drei Möglichkeiten bleiben: Der Bischof hat wirklich nie seinen Führerschein abgeben müssen. Warum aber dann diese Einschränkung? Der Bischof hat seinen Führerschein wegen anderer Delikte abgeben müssen. War er zu schnell? Hat er gedrängelt? Waren es Drogen? Der Bischof ist zwar mit Alkohol erwischt worden, hat aber deswegen nicht den Führerschein abgeben müssen. Eine Antwort darauf bleibt die Bistumssprecherin schuldig. Auf die Nachfrage, ob sie denn den gekürzten Satz "Mixa hat nie seinen Führerschein abgeben müssen" auch unterschreiben würde, ist das Telefongespräch freundlich, aber schnell zuende. Man beteilige sich nicht an weiteren Spekulationen. Das gehe keinen etwas an. Würde ich im Falle von Kässmann ja auch unterschreiben, aber dort ist es eben viele etwas angangen, beim Innenminister angefangen. Wobei ja das Zustandekommen dieser Erklärung der Pressestelle ja schon stundenlanges Kopfzerbrechen bereitet haben muss. Vor dieser Presseerklärung und nach dem Bericht der Süddeutschen hatte ich fast im Stundentakt in der Pressestelle des Bistums angerufen. Alleine scheiterte es jedes Mal an der Bistumssekretärin, Frau Löhr, die versprach, Frau Ulrich werde bestimmt zurückrufen, was aber auch nach mehrmaligen Versuchen und Stunden später nicht erfolgte ("Sie telefoniert", "ich kann jetzt nicht stören", "sie meldet sich"). Als ich schließlich doch noch durchgestellt wurde und Frau Löhr hörbar genervt war, verwies mich Frau Ulrich auf eine gleich folgende Presseerklärung (die obige) und verweigerte ansonsten jede Auskunft. Als ich nach Lesen dieser Erklärung noch eben die Nachfrage hatte, ob denn der Bischof wegen anderer Delikte den Führerschein abgeben musste, war Frau Ulrich leider ganz plötzlich in einem Termin. Ob sie denn ein Handy habe? "Kein dienstliches", stöhnt Frau Löhr. Das alles legt den Schluss nahe, dass wohl nicht alle so konsequent wie Frau Käßmann handeln. Darf man eigentlich schreiben, dass das vielleicht auch geschlechter- und/oder idiomspezifisch sein könnte? Also, nur mal so. Wenn Frau Käßmann Herr Beckstein wäre, und Schauplatz nicht Niedersachsen, sondern Bayern gewesen wäre, wäre eine Alkoholfahrt dann anders im Ansehen? Immerhin sagte Beckstein ja im Zuge des Okoberfests 2008 mal, dass man mit zwei Maß Bier schon noch fahren könnte . Also zitiert hat ihn der Stern mit den Worten: "Wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist es noch möglich". Das soll er so im BR gesagt haben. Aber nochmal von der EKD zur CSU. Sagt Ihnen der Name Otto Wiesheu noch was? Oder FJS ? Wie der mit der Polizei umgegangen ist... Naja, Harald Schmidt hat seinen Hämekübel über Frau Käßmann ausgegossen und das so zusammengefasst: "1,54 Promille? Willkommen in der CSU" Ihnen allzeit gute Fahrt und achten Sie nicht auf die roten Ampeln. Sondern darauf, ob Polizei in der Nähe ist. . .

Zeitungsbericht
Nachfolger für zurückgetretenen Bischof Mixa gefunden

Der Nachfolger für den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa ist einem Medienbericht zufolge gefunden.

Neue Vorwürfe gegen Mixa
Neue Vorwürfe gegen Mixa
Bischöfe bestätigen Existenz von belastender Akte

Seit Sonntag hatten die Medien von einem Dossier über Mixas angebliche Alkoholabhängigkeit und homosexuelle Annäherungsversuche berichtet. Laut Deutscher Bischofskonferenz gibt es die Akte tatsächlich - und der Papst kennt sie seit April.

Der politische Abwasch der Woche
Der politische Abwasch der Woche
Die SPD ist wie Schalke 04

Bischof Mixa ist ein feiner Kerl, die SPD hat klar die Wahl in NRW gewonnen und Schalke 04 wird immer Meister. Die Erde ist ja auch eine Scheibe, richtig? Zeit für den Abwasch.

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