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Schlimmster Blizzard seit Jahren stürzt US-Ostküste ins Chaos

So viel Schnee ist der Osten der USA um Washington und New York nicht gewöhnt. Es ist einer der heftigsten Blizzards seit Jahren - und er trifft ein Gebiet, in dem fast jeder vierte US-Amerikaner lebt. Bisher gab es acht Tote.

Blizzard

Einer der heftigsten Blizzards seit Jahren hat die Ostküste der USA fest im Griff. Millionen Menschen sind betroffen.

Einer der schwersten Schneestürme seit vielen Jahren hat in der Nacht zum Samstag die US-Ostküste getroffen. Es kam zu vielen Unfällen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom, Tausende Flüge wurden abgesagt. Insgesamt leben im von dem Sturm bedrohten Gebiet 85 Millionen Menschen in insgesamt 19 Bundesstaaten, das entspricht knapp einem knappen Viertel der US-Bevölkerung. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Häuser nicht zu verlassen, während zahlreiche Autofahrer im Schnee stecken blieben und tausende Flüge gestrichen werden mussten. Zehntausende Menschen waren ohne Strom.


Medienberichten zufolge kamen bis zum späten Freitagabend acht Menschen bei Unfällen im Zusammenhang mit dem heftigen Wintereinbruch ums Leben. "Schwerer Schneefall, zunehmender Wind, Gefahr von Blitzeinschlägen", twitterte der Wetterdienst NWS und warnte vor "einer Bedrohung für Leben und Besitztümer". Die Blizzard-Warnung galt für das Gebiet von Washington bis New York.

Rund ein Viertel der Bevölkerung könnte betroffen sein

Bis zu 85 Millionen US-Bürger - rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung - könnten betroffen sein. Der Wintersturm "Jonas" könnte in der Hauptstadt einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen. In Baltimore fielen laut den Behörden bis Samstagmorgen rund 30 Zentimeter Schnee, noch deutlich mehr wurde erwartet. Der NWS warnte, der Sturm könnte insgesamt Schäden von einer Milliarde Dollar verursachen.

Die südlichen Staaten Arkansas, Tennessee, Kentucky, North Carolina, West Virginia und Virginia ächzten ebenfalls unter dem Schnee. "Wir haben sehr viele Unfälle", sagte der Gouverneur von North Carolina, Pat McCrory. In dem US-Staat kamen Medienberichten zufolge zwei Menschen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben. Laut CNN waren im Südosten 133.000 Menschen ohne Strom. In Kentucky bildete sich auf einer eisglatten Autobahn ein 56 Kilometer langer Stau, tausende Menschen saßen in ihren Autos fest.

New Jerseys Gouverneur Chris Christie, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewirbt, brach den Wahlkampf wegen des Schneesturms ab und kehrte in seinen Bundesstaat zurück. Er setzte den Betrieb des Nahverkehrs aus, doch versicherte er den Bürgern, die Lage sei voll unter Kontrolle. "Wir werden durch den Sturm kommen. Wir kommen immer durch", twitterte der Gouverneur.

Schulen und Behörden bleiben geschlossen

Die Schulen und Behörden blieben in Washington schon am Freitag geschlossen. Die Bewohner der Hauptstadt und anderer Städte bereiteten sich mit Hamsterkäufen auf den Schneesturm vor. Der Blizzard war so heftig, dass selbst eine geplante Schneeballschlacht, zu der sich auf Facebook fast 2000 Menschen angemeldet hatten, verschoben werden musste.

US-Präsident Barack Obama hat für die kommenden Tage keine Reisen geplant. "Meine Vermutung ist, dass er angenehm warm im Weißen Haus bleiben wird", sagte sein Sprecher Josh Earnest. Bisher war der Winter an der US-Ostküste ungewöhnlich warm: Noch an Weihnachten genossen die Menschen in Washington oder New York in Straßencafés die Wintersonne bei Temperaturen von bis zu 22 Grad Celsius.

dsw/AFP/DPA
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