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20. Januar 2010, 06:54 Uhr

Todesschütze stellt sich

Im US-Bundesstaat Virginia hat ein Familienvater acht Menschen erschossen, darunter offenbar seine Frau und seinen Sohn. Auf der Flucht holte der 39-Jährige einen Polizeihubschauber vom Himmel und verschanzte sich in einem Wald, ehe er sich nach einem stundenlangen Nervenkrieg der Polizei ergab.

Wald, Schießerei, Blutbad, Virginia, Appomattox

Polizisten und Ermittler vor einem Haus nahe Appomattox. Hier soll sich das Todesdrama abgespielt haben

Ein schwer bewaffneter Mann hat im US-Bundesstaat Virginia ein Blutbad angerichtet und acht Menschen erschossen. Sieben Leichen seien auf einem Anwesen nahe von Appomattox gefunden worden, ein achter Mann ganz in der Nähe, teilte die Polizei mit. Medienberichten zufolge waren unter den Opfern des Blutbads auch die Frau und der Sohn des 39-jährigen Tatverdächtigen, der sich am Mittwochmorgen der Polizei stellte.

Hubschrauber mit Schüssen vom Himmel geholt

Laut Polizeiangaben ging im Revier von Appomattox am Dienstag ein Notruf ein, weil auf einer Landstraße ein schwerverletzter Mann gefunden worden war. Er wurde mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus geflogen, wo er starb. Polizisten vor Ort hörten Schüsse aus einem nahen Anwesen - dort wurden im Haus drei Leichen entdeckt, vier weitere lagen davor. Zur Identität der Opfer machte die Polizei keine Angaben.

Auf der Jagd nach dem mutmaßlichen Täter setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein. Dieser musste aber notlanden, nachdem er von dem Fliehenden beschossen worden war. Am Mittwochmorgen kreiste die Polizei den 39-Jährigen in den Wäldern westlich von Appomattox ein. "Die Absperrungen wurden errichtet, wir gehen davon aus, dass der Verdächtige innerhalb des abgeriegelten Gebiets ist", sagte ein Polizeisprecher. Wenig später gab der Mann laut Polizei auf und stellte sich.

Der Bundesstaat Virginia war vor mehr als zwei Jahren Schauplatz eines der blutigsten Amokläufe der USA: Im April 2007 erschoss ein 23-jähriger Koreaner an der Hochschule Virginia Tech in Blacksburg 32 Kommilitonen und Lehrer und tötete sich anschließend selbst.

APN/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
auwei (21.01.2010, 13:08 Uhr)
Unredlich
Lasche Waffengesetze, Freiheitsmythos - schön und gut. Dann aber bitte kein Geheule, wenn die Blaue-Bohnenvergiftung wieder zuschlägt. Das "Entsetzen" ist Heuchelei. Ja, es sind Menschen, die töten - aber nur in Kombination mit Waffen. Die Idee, die "Guten" könnten beruhigt ihre Wumme spazieren tragen, wenn nur die "Bösen" aus dem Verkehr gezogen würden, ist dumm und naiv.
NewWorld (21.01.2010, 11:12 Uhr)
@chatahootche
Ja, wie schon gepostet passieren auch in Deutschland solche Sachen, aufgrund der geltenden Waffengesetze in der BRD allerdings deutlich weniger als in den USA.
Wenn ihnen das nicht zumindest zu denken gibt, dann tut es mir leid.

Und unlogisch ist nur ihr Kommentar, "Täter gestellt-Ende der Diskussion". Nur keinen Gedanken darüber verschwenden, ob man sowas künftig eventuell verhindern kann?
So Argumentiert meiner Meinung nur ein Waffenliebhaber.


chatahootchee (20.01.2010, 17:02 Uhr)
@NEWWORLD
Warum soll immer alles in den USA geaendert werden?
Man hat es ja in D schon geaendert - und trotzdem gab es Massaker und Vielfachmorde.
Und was dies mit "Waffenliebhaber-Logik" zu tun hat? Ich glaube dies ist ohne jede Logik geschrieben worden.
NewWorld (20.01.2010, 16:40 Uhr)
@Laramie
Diese Frage mußte ja kommen, wenn man sonst kein Argument für Schußwaffen hat.
Natürlich passiert sowas in Deutschland, genau wie jede andere Art von Verbrechen kann man nicht alles verhindern.

Und das in Europa nur die Oberschicht Waffen tragen darf ist ja nun absoluter Mumpitz. Jeder kann in einen Schützenverein eintreten und damit auch das recht erhalten eine Waffe zu bekommen, selbst solche die er für den Sport eigentlich nicht braucht.
Laramie (20.01.2010, 15:52 Uhr)
@NewWorld
Und warum passieren dann solche Dinge in Deutschland auch ? Mit Waffengesetz etc... ? In Deutschland und ganz Europa war frueher das Waffentragen nur der Oberschicht erlaubt. So ist es im Prinzip heute noch. In den USA darf halt jeder Waffen haben. Das finde ich zumindest gerechter .
NewWorld (20.01.2010, 15:16 Uhr)
@chatahootchee
Ja, ne ist klar, weil sich der Täter gestellt hat, braucht man nicht mehr darüber zu reden, ob man vielleicht im Umgang mit Waffen in den USA mal was ändern sollte? Klingt nach Waffenliebhaber-Logik.

chatahootchee (20.01.2010, 14:42 Uhr)
ER HAT SICH GESTELLT
-Ende der Diskussion.
emobil (20.01.2010, 12:45 Uhr)
Same procedure as every ....
"Der Gouverneur von Virginia, Robert McDonnell, sprach von einem 'entsetzlichen Verbrechen'".
Gähn. Wird sich dadurch irgendetwas in diesem Land ändern? Natürlich nicht, denn der Waffenfetischismus ist ein wesentlicher Teil des american way of freedom.
Also was solls ....
DarkSpir (20.01.2010, 11:51 Uhr)
Helikopter runter geholt
Die Frage ist jetzt: Glückstreffer oder wusste da jemand, was er tat?
SoistdasLeben (20.01.2010, 10:24 Uhr)
Schüsse
Wer mal sehen möchte mit was in Amerika so alles herumgeballert wird kann sich mal einige Filme bei youtube ansehen. Dort kann man sehen wie Omis, Opis, Mütter, Väter und Kinder mit mehrläufigen Maschinengewehren mehrere tausend Schuß pro Minute abfeuern, mit Heckenschützengewehren auf 1km auf alles möglich schießen.
Der Wilde Westen wurde einst so tituliert, weil gelanweilte, arbeitslose Cowboys herumballerten, da sie durch den Stacheldraht um Ihre Existenz gebracht wurden. Langsam sollte man sich überlegen, ob man die Menschen nicht selbst alle mit Stacheldraht verwahrt, damit die Agressivität nicht in die ganze Welt getragen wird.
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