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Kölner "Maggikalypse" hat sich aufgeklärt

"Würzig" bis "ätzend" roch es am Morgen in Köln. Über Stunden schnüffelte die Feuerwehr die Stadt ab. Jetzt ist die Ursache gefunden - und sie hat tatsächlich etwas mit Brühwürfeln zu tun.

  Die Innenstadt von Köln. Nicht nur hier roch es, der Gestank breitete sich auch in andere Orte in der Region aus.

Die Innenstadt von Köln. Nicht nur hier roch es, der Gestank breitete sich auch in andere Orte in der Region aus.

Die Quelle des "würzigen bis ätzenden Gestanks" über Köln ist gefunden. Beim Brand in einem Chemiewerk rund 30 Kilometer nördlich in Neuss sei in der Nacht der Stoff Sotolon ausgetreten, teilte die Feuerwehr Köln mit. Deshalb habe am Dienstag in großen Teilen Kölns ein Brühwürfelgeruch geherrscht.

Am Morgen hatten Bürger das seltsame Aroma gleich in mehreren Orten der Metropole ausgemacht und die Feuerwehr angerufen. Die nahm zwar am Vormittag Luftproben in mehreren Kölner Stadtteilen. Bis die Ursache gefunden war, dauerte es jedoch Stunden. Nach und nach hatte sich der Geruch auch in den umliegenden Gemeinden bemerkbar gemacht.

Es habe keine Gesundheitsgefahr bestanden, teilte die Feuerwehr am Nachmittag mit. Der betroffene Betrieb in Neuss stellt Aromen für die Lebensmittelindustrie her.

"Maggikalypse" im Netz

Das Geruchsmittel Sotolon ist nach Feuerwehrangaben etwa in Liebstöckel enthalten, auch Maggi-Kraut genannt. Bei Untersuchungen von Luftproben konnte zunächst kein besonderer Stoff nachgewiesen werden. Das erklärte die Feuerwehr auch damit, dass die Messgeräte teils nicht empfindlich genug waren, um die Luftproben zu analysieren. Feuerwehrleute verließen sich deshalb auch auf ihre Nase und versuchten so, die Quelle des Geruchs zu orten.

Die menschliche Nase reagiere viel empfindlicher auf derartige Geruchsaromen als technische Messgeräte, sagte der Feuerwehrsprecher. Auch auf Twitter berichten zahlreiche Nutzer über den herzhaften Mief der "Maggikalypse".

anb/DPA/DPA

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